Die Eispiraten Crimmitschau siegen in KaufbeurenDritte Pleite für die Joker

Vincent Schlenker wechselt von den Eispiraten Crimmitschau zu den Kassel Huskies. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Vincent Schlenker wechselt von den Eispiraten Crimmitschau zu den Kassel Huskies. (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Die 1772 Zuschauer trieben ihre Mannschaft lautstark an. „Es ist Wahnsinn, die Fans sind total laut und mit die lautesten der Liga und wir hoffen ihnen bald was zurückzugeben für ihre Unterstützung“, resümierte Maximilian Meier nach dem Spiel.

Die Joker starteten gut in die Partie und konnten früh einige Akzente setzten. Doch jubeln durften die angereisten Fans aus Sachsen: In der vierten Spielminute nutzte Scott Feser eine fehlerhafte Abstimmung in der Kaufbeurer Hintermannschaft und sorgte für die frühe Führung der Gäste. Doch diese währte nicht lange: Knappe 30 Sekunden später wurde diese von Sami Blomqvist egalisiert. Der Finne nutzte einen Abpraller nach einem Schuss von Joey Lewis. Die Schiedsrichter konsolidierten zur Sicherheit den Videobeweis, doch der Treffer hatte Bestand. Die Rot-Gelben fortan mit einigen guten Tormöglichkeiten, doch die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. „Wir schaffen es derzeit nicht, uns selber zu belohnen für den großen Aufwand, den wir betreiben. Wir müssen die Chancen vor dem Tor nutzten. Diese Fahrlässigkeit bricht uns zurzeit das Genick“, antworte Maximilian Meier angesprochen auf die schwache Chancenverwertung. Der junge Schlussmann konnte sich in der Folge auch mehrmals auszeichnen, indem er Top-Konter der Gäste teils spektakulär entschärfte.

Die Mühen der Buron Joker wurden in der 10. Spielminute belohnt.: Markus Lillich konnte einen Abpraller von Alexander Thiel zur erstmaligen Führung des Abends nutzen – 2:1. Doch kurz danach durften die Gäste in doppelter Überzahl ran. Dort dauerte es gerade einmal zehn Sekunden, ehe Vincent Schlenker ausgleichen konnte. Die Gäste zogen daraus Energie und konnten kurz darauf den nächsten Treffer durch Andre Schietzold markieren. Das Tor hätte jedoch nicht zählen dürfen, da sich der Torschütze zum Zeitpunkt der Puckannahme im Abseits befand. Die Schiedsrichter um Marcus Brill beließen es aber bei der Entscheidung auf dem Eis. Trotz Rückstand ging es für die Joker mit Beifall in die Kabine.

Die Gäste kamen mit viel Schwung angetrieben von der Führung aus der Kabine. Doch die Hausherren schlugen diesmal in der Druckphase der Eispiraten zu: Fabian Voith fand den einlaufenden Fabian Koziol und dieser traf mit einem platzierten Schuss zum umjubelten Ausgleich. In der Folge waren beide Mannschaften mehr auf die Defensive bedacht, dennoch gab es immer wieder gefährliche Tormöglichkeiten. Insbesondere die Schiedsrichter fielen in dieser Phase des Spiels mit fragwürdigen Entscheidungen auf. Ebenfalls überstanden beide Teams einige Unterzahlsituationen unbeschadet. Mit dem 3:3 ging es dann in die Kabine.

Direkt zu Beginn des dritten Spielabschnittes durfte Simon Schütz aufgrund einer unglücklichen Strafe in der Kühlbox Platz nehmen. Die Sachsen konnte diese Überzahl in Person von Filip Reisnecker zur erneuten Führung nutzen. Dieser Gegentreffer hemmte die Joker in der Folge und die Männer von Sebastian Osterloh schafften es trotz enormen Aufwandes nicht sich zu belohnen. Sören Sturm nahm in der 55. Spielminute einen verdeckten Schuss von der blauen Linie und schaffte es so doch noch Luka Gracnar im Tor der Eispiraten zu überwinden. Der Ausgleich wirkte wie eine Befreiung und die Hausherren drückten in der Folge auf die Führung, doch diese sollte nicht mehr fallen.

Die Overtime war geprägt von Chancen auf beiden Seiten, doch bis auf einen Breakaway von Sami Blomqvist gab es keine nennenswerte Großchance. Im anschließenden Penaltyschießen verwandelte Scott Feser den entscheidenden Penalty und so nahmen die Westsachsen den zweiten Punkt mit nach Hause. Für die Eispiraten ist es der dritte Sieg im dritten Spiel - für den ESVK dagegen die dritte Pleite.


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