Die Brüder Drothen und Schindler spielen für die Bayreuth TigersZwillinge im Doppelpack

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Mit Marvin sowie Robin Drothen wechselt ein Brüderpaar zu den Tigers, das die bisher eingeschlagene Karriere, die beide Brüder im Gleichschritt und immer gemeinsam begangen haben, in Bayreuth fortsetzen wird. Nach der Verpflichtung von Marvin trat auch Robin mit Wechselwunsch an die Tigers heran, um weiterhin gemeinsam mit seinem Bruder zu spielen, sowie den nächsten Schritt in seiner Entwicklung nehmen zu können. Mit der Auflösung des Vertrages in Oberschwaben war der Weg frei, um den jungen, talentierten Stürmer ein Engagement für die kommende Spielzeit anbieten zu können.

Geboren in Solingen gingen beide zunächst für Köln und im Anschluss für Düsseldorf aufs Eis, um in den dortigen Teams der Schüler-Bundesliga wertvolle Erfahrungen sammeln zu können. Zur Saison 2018/19 wechselte man nach Kanada zu den Gloucester Rangers, die in der kanadischen Talent- und Nachwuchsliga HEO angesiedelt sind. Mit 45 Punkten (Robin) sowie 53 Punkten, die Marvin erzielen konnte, wurde die Talentschmiede der Berliner Eisbären aufmerksam, wohin die beiden Brüder im Anschluss wechselten und für die nächsten drei Spielzeiten bei den Hauptstädtern aufliefen, bevor der Wechsel nach Ravensburg erfolgte. In der kürzlich zu Ende gegangene Meister-Saison lief Robin 65 Mal für die Towerstars auf und konnte dabei sieben Treffer erzielen sowie vier weitere Torerfolge vorbereiten. Zudem kam er vier Mal für Memmingen zum Einsatz und scorte hier drei Mal bei zwei Torerfolgen. Verletzungsbedingt konnte Marvin während der abgelaufenen Hauptrunde „nur“ 14 Mal eingesetzt werden, kam jedoch zu den Playoffs zurück und stand in allen 17 Playoff-Partien im Lineup der Ravensburger.

Vom ERC Ingolstadt wechseln mit Nicolas und Samuel Schindler zwei hoffnungsvolle Nachwuchscracks zu den Tigers. Im tschechischen Pilsen geboren stehen die beiden Brüder bereits seit frühester Kindheit auf dem Eis und verbrachten ihre Nachwuchszeit – für Nicolas mit einer Unterbrechung von eineinhalb Jahren, während denen er in Tremosna dem Puck nachjagte - beim HC Pilsen, einer Hochburg des Kufensports. Zur Saison 2021/22 wechselten die Jungs nach Ingolstadt, wo man das DNL-Team der Oberbayern verstärkte. Nicolas, der als Stürmer agiert, avancierte hier zuletzt zum Top-Scorer des Teams. Samuel, der als Verteidiger den defensiven Part – und dies bereits seit Kindesbeinen an – in der „Familie“ Schindler übernimmt, gilt als läuferisch guter Akteur, der einen Blick für das Spielgeschehen hat, aber auch gerne seinen Körper einsetzt. Auch Nicolas gilt als sehr guter Schlittschuhläufer, der für sein junges Alter über ein gutes Stickhandlich verfügt. Neben seinem Engagement im DNL-Team lief Nicolas auch in zehn Partien für die Panther in der DEL auf, wo ihm zwei Scorerpunkte gelangen.

„Wir wollten in diesem Jahr gerne im Herrenhockey Fuß fassen und da kam das Angebot aus Bayreuth zur richtigen Zeit. Die DEL2 ist eine starke Liga, wir möchten uns hier beweisen und so viel Eiszeit wie möglich erhalten. Zudem ist Bayreuth nicht sehr weit von Pilsen entfernt, was uns entgegenkommt, da wir noch unser Abitur in der Heimat bauen wollen“, erklärt Nicolas den Wechsel nach Oberfranken.

Dass die Konstellation, mit dem Zwillingsbruder gemeinsam in einem Team zu spielen, für die beiden ein Glücksfall ist, erzählte Samuel: „Es ist manches Mal nicht so einfach. Man versucht zwar, nicht ständig auf den Bruder zu schauen, wenn man auf dem Eis ist, aber das gelingt nicht immer. Man passt sozusagen schon auf den anderen auf. Anderseits passt natürlich die Chemie bei uns, sodass man oft weiß, wie der andere agieren wird. Für uns ist es sehr schön, dass wir gemeinsam nach Bayreuth gehen können, eben auch weil wir unsere Schule zu Ende machen möchten. Aber wenn sich die Wege im Eishockeysport einmal trennen, dann darf dies auch kein Problem sein.“

Nach Bayreuth kommen die beiden 18-Jährigen in Kürze und wollen sich gemeinsam schnell einleben. „Wir haben bei einem Camp in Pilzen einige Bayreuther kennengelernt, aber die Stadt selbst müssen wir erst noch erkunden. Viel wichtiger ist aber, dass wir uns schnell im Team zurechtfinden, Erfahrung sammeln können, uns im Training anbieten und entsprechend Eiszeit bekommen“, ordnet Nicolas die Prioritäten der Jungs ein.

Auf die Frage, wie man Zwillingsbrüder denn unterscheidet, gibt Nicolas schmunzelnd eine ganz einfache Antwort: „Ich laufe voraussichtlich mit der 11 in Bayreuth auf, mein Bruder mit der 7 und außerhalb der Eisfläche erkennt man mich an meinen Locken, wohingegen mein Bruder glatte Haare hat.“


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