Dezimierte Steelers unterliegen Kassel Huskies

Dezimierte Steelers unterliegen Kassel Huskies Dezimierte Steelers unterliegen Kassel Huskies
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Die Schlittenhunde schalteten vom Bully weg in den Vorwärtsgang und setzen den Vizemeister damit von Beginn an unter Druck. Zwingende Torchancen blieben aber dank disziplinierter Verteidigungsarbeit der Schwaben zunächst Mangelware. Manuel Klinge setzte mit einem Fernschuss erste Akzente, doch der Bietigheimer Schlussmann Martinovic zeigte sich gewohnt sicher. Auf der anderen Seite des Ovals hatte dann Markus Gleich die Möglichkeit, setzte diese aber knapp am Tor vorbei. Ein Powerplay nach Strafe gegen Bastian Steingross verschaffte den hessischen Gästen nun endgültig einen Vorteil und diesen wussten die Huskies zu nutzen. Ex-Falke Adriano Carciola überwand nach einem Alleingang Sinisa Martinovic zur 1:0 Führung der Gäste (8.). Bietigheim fand nur wenig offene Räume gegen die immer wieder anrennenden Huskies und war so hauptsächlich zur Defensivarbeit gezwungen. Doch waren die Steelers einmal im Drittel der Gäste geriet die Hintermannschaft des Aufsteigers des öfteren ins Schwimmen. Trotz guter Gelegenheiten durch Matt McKnight, Robin Just, Archie Skalbeck und Jason Pinnizotto wollte der Ausgleich, auch dank eines mehrfach klasse parierenden Kai Kristian im Kasseler Tor, nicht gelingen. Somit ging der Aufsteiger zwar mit einer knappen Führung  in die erste Drittelpause, musste aber etwa 30 Sekunden vor der Pausensirene noch eine Strafe gegen Jens Meilleur hinnehmen.

Bietigheim begann damit den zweiten Abschnittes in Überzahl, fand aber keinen Weg durch das dicht gestaffelte Defensivsystem von Rico Rossis Schlittenhunden. Kapitän Manuel Klinge handelte sich kurz darauf eine weitere Zeitstrafe ein und erwies seinem Team damit einen Bärendienst. Die Steelers witterten nun den Ausgleich und schossen aus allen Lagen. Kai Kristian reagierte gleich mehrfach glänzend und hielt die knappe Führung seiner Mannschaft. Nach einer eigentlich harmlosen  Defensivaktion von Dominic Auger bewies ein Kasseler Stürmer viel Schauspieltalent - der französische Gastschiedsrichter ging dem Spielchen auf den Leim und verbannte den Verteidiger auf die Strafbank. Weil dieser sich ob der ungerechten Behandlung auch noch beschwerte, folgte auch noch eine Disziplinarstrafe. Die Huskies waren damit erneut in Überzahl aktiv, ließen die sich bietende Gelegenheit aber ungenutzt. Die Hausherren kamen mit dem nächsten Angriff ins Drittel der Gäste und wieder schwammen die Hessen bedrohlich. Einzig ein Foul wusste den drohenden Ausgleich zu verhindern und brachte Bietigheim wieder in Überzahl. Diese leisteten sich aber vermehrt grobe Fehler im Passspiel und hatten sogar noch Glück, dass Peter Flache den Puck im Break nicht mehr richtig verwerten konnte. Kassel dominierte das Spiel gegen personell arg dezimierte Steelers auch dank der Schiedsrichter beinahe nach Belieben und doch tat sich der Aufsteiger im Abschluss erstaunlich schwer, denn die Hausherren zeigten eine klasse Defensivarbeit und konnten sich jederzeit auf ihren Keeper Sinisa Martinovic verlassen. Auf der Gegenseite half den Gästen einmal mehr der Schiedsrichter. Robin Just wurde nach einem langen Pass aus dem eigenen Drittel im Break regelwidrig zu Fall gebracht, doch das Schiedsrichtergespann ließ zum Unverständnis vieler tatsächlich die Pfeife stecken. Die Steelers wären jedoch nicht die Steelers, wenn die passende Antwort darauf nicht direkt im Netz zappeln würde. Marcel Kahle bediente mustergültig Mark Heatley der zum 1:1 Pausenstand traf (38.).

Die Steelers starteten druckvoll in den Schlussabschnitt und hatten kurz nach Wiederanpfiff sogar die Führung auf dem Schläger. Mark Heatley setzte sich zunächst gegen drei Kasseler durch und scheiterte dann knapp an Kai Kristian. Im Nachschuss vergab dann Robin Just, da der Puck nur auf der Torlinie entlang rutschte. Den Huskies schien das Auftreten des Tabellenführers so gar nicht zu schmecken und sie suchten dem Meister mit physischem Spiel beizukommen. Dies bescherte den Hessen zwei Strafzeiten und damit doppelte Unterzahl. Die Steelers zeigten sich inkonsequent im Abschluss und vergaben eine Chance nach der anderen. Die Strafe folgte auf dem Fuße. Kaum waren die Huskies wieder komplett gingen sie wieder in Führung. Sebastian Alt drückte den Puck auf Zuspiel von Connor Morrison aus kurzer Distanz über die Linie. Kassel nahm in der Schlussphase das Tempo etwas zurück und überließ den Hausherren mehr und mehr das Feld. Diese gaben gut fünf Minuten vor Spielende noch einmal richtig Gas und die Mühe wurde belohnt. Dominic Auger schickte Marcus Sommerfeld auf die Reise, der den Huskies-Keeper mit einem Schlenzer in der 57. Spielminute zum 2:2 Ausgleich überwand. Die Gäste zeigten sich ob des Treffers nun völlig von der Rolle, so dass Rico Rossi seine Mannen in einem Timeout zu Ordnung rufen musste. Da bis zum Ende der regulären Spielzeit kein weiterer Treffer gelingen wollte, ging es in die Verlängerung. 

Hier hatten die Gastgeber gleich mehrfach die Gelegenheit, die Partie für sich zu entscheiden. Doch immer wieder hieß die Endstation Kai Kristian und damit musste das Penaltyschiessen den Sieger ermitteln. Hier hatten die Huskies das bessere Ende auf Ihrer Seite und konnten den Zusatzpunkt mit nach Hessen nehmen.

"Es ist schade dass unsere Serie heute zu Ende ging - aber gegen ein Top Team wie Kassel ist es keine Schande zu verlieren. Es war ein offenes Spiel mit guten Goalies auf beiden Seiten - leider war unser Powerplay heute ziemlich schwach. Trotzdem war das Spiel heute wieder etwas für die Zuschauer. Die Partie hatte alles, was das Herz begehrte.", zeigte sich Steelers-Coach Kevin Gaudet nur wenig enttäuscht von der Leistung seiner Mannschaft. Huskies Trainer Rossi freute sich dagegen über das vorzeitige Weihnachtsgeschenk für seine Mannschaft: "Natürlich freut es mich, wenn wir gegen ein solches Top-Team gewinnen. Wir haben damit nicht unbedingt gerechnet. Daher freut es mich für meine Jungs umso mehr, denn Sie haben heute wirklich gut gespielt - insbesondere in Unterzahl einen starken Job gemacht. "

Statistik:

0:1 - Adriano Carciola (Überzahl-Tor) (Matt Tomassoni, Kai Kristian)- 8.
1:1 - Mark Heatley (Benjamin Hüfner, Bastian Steingross) - 39.
1:2 - Austin Wycisk (Conor Morrison, Jens Meilleur) - 47.
2:2  - Marcus Sommerfeld (Dominic Auger, Matt McKnight) - 57.

Overtime
(es wurde kein Tor erzielt)

Penaltyschießen
2:3 - EC Kassel Huskies - Manuel Klinge - 65.

Schiedsrichter: Gast Frankreich

Strafzeiten:
SC Bietigheim Bissingen: 20
EC Kassel Huskies: 26



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