Deutlicher Heimsieg mit sehenswerten TorenRosenheim schlägt Frankfurt mit 7:2

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Vor 2.635 Zuschauern stellten die Grün-Weißen die Weichen schon früh auf Sieg, führten nach dem ersten Spielabschnitt bereits mit 4:0 und begeisterten mit zahlreichen sehenswerten Toren. Kurios: Beim Aufeinandertreffen der Mannschaft mit den meisten Überzahltoren der Liga und dem Team mit der effektivsten Powerplay-Quote fiel trotz zahlreicher Situationen kein einziger Überzahltreffer.

Die Gäste aus Frankfurt mussten auf den am Knie verletzten Stephan Chaput ebenso verzichten, wie auf die wegen der dritten Disziplinarstrafe gesperrten Brett und Clarke Breitkreuz. Bei den Starbulls fehlten verletzungsbedingt Gustav Veisert, Christian Neuert und Simon Fischhaber. Rosenheims Coach Franz Steer schickte dennoch vier Sturmreihen auf das Eis und überraschte dabei mit Stefan Loibl als Mittelstümer zwischen Fabian Zick und Manuel Edfelder im dritten Sturm. Dafür rückte Maximilian Vollmayer zu Tyler McNeely und David Vallorani. Und das zahlte sich schon in der ersten Spielminute aus. Die zweite Sturmformation der Starbulls eroberte sich in der Frankfurter Zone die schon verlorene Scheibe zurück und Vallorani versenkte diese nach Zuspiel von McNeely nach 55 Sekunden aus dem Handgelenk im rechten Winkel. In der vierten Spielminute hätte Dominik Daxlberger in der ersten Überzahlsituation der Partie auf 2:0 stellen müssen, doch er zielte aus spitzem Winkel am völlig leeren Tor vorbei. Die Frankfurter Löwen schienen vom konsequenten Rosenheimer Forechecking sichtlich beeindruckt und leisteten sich immer wieder Scheibenverluste im eigenen Drittel. Ein solcher eröffnete in der 8. Minute C.J. Stretch die Möglichkeit zum Solo, der Rosenheimer Topscorer vernaschte zunächst seinen Goldhelm-Gegenüber Nick Mazzolini und spielte schließlich "auf dem Bierdeckel" auch noch Gästekeeper Tyler Plante aus, um dann die Scheibe seelenruhig aus kurzer Distanz über die Linie zu heben.

Danach kamen auch die Gäste zu mehreren Torchancen, doch Starbulls-Keeper Lukas Steinhauer parierte gegen Norman Martens und Richard Müller stark. Wesentlich effektiver vor dem Tor agierten die Grün-Weißen. Zwar zielte Loibl frei vor Plante über die Latte (13.), eine Minute später aber versenkte Beppo Frank das Hartgummi aus der Halbdistanz mit Wucht unhaltbar im rechten Kreuzeck. Wade MacLeod hatte den idealen Rückpass gespielt, und auch in dieser Situation verloren die Gäste die schon sicher eroberte Scheibe wieder nahe am eigenen Tor. Nach dem gleichen Strickmuster fiel auch der vierte Rosenheimer Treffer. Diesmal eroberte McNeely die Scheibe gegen in der eigenen Zone fahrlässig agierende Gäste und David Vallorani versenkte das Spielgerät zum zweiten Mal in dieser Partie eiskalt und unhaltbar zum 4:0-Zwischenstand nach 20 Minuten.

Wesentlich unspektakulärer verlief der zweite Durchgang. Die Starbulls agierten nicht merhr so konsequent wie vor der ersten Pause, die Gäste aus Hessen fanden nach wie vor nicht ins Spiel. Bezeichnend die Szene nach 25 Minuten, als die in Unterzahl spielende Löwen plötzlich viele Sekunden lang fünf Feldspieler auf der Eisfläche hatten. Doch die Starbulls konnten die folgende eineinhalb Minuten lange Situation mit zwei Akteuren mehr auf dem Eis nicht zu einem weiteren Treffer nutzen. Zu selten wurde der Abschluss gesucht. In der 33. Spielminute konnte Frankfurts Nick Mazzolini aus dem linken Bullykreis zum 4:1 verkürzen. Starbulls-Keeper Steinhauer konnte gegen Patrik Vogl noch retten, dann aber die offene Ecke nicht mehr rechtzeitig zu machen. Danach drehten die Starbulls aber wieder auf und hatten hochkarätige Chancen durch Vollmayer, McNeely, Vallorani und Daxlberger. In Unterzahl stellte schließlich Wade MacLeod nach uneigennützigem Zuspiel von C. J. den alten Abstand wieder her – 5:1 (40.).

Im letzten Sielabschnitt verkürzte zunächst Marc Schaub nach Zuspiel von Laub auf 5:2. Doch die Starbulls legten sofort wieder einen Zahn zu und begannen schließlich regelrecht zu zaubern. Nachdem sich Gästekeeper Tyler Plante mehrfach auszeichnen konnte täuschte Max Renner einen Schlagschuss von der blauen Linie an, um aber maßgenau den neben dem Pfosten wartenden MacLeod zu bedienen und der Rosenheim Top-Torjäger schob aus kurzer Distanz mühelos zum zweiten Mal in dieser Partie ein – 6:2 (47.). In einem sehenswerten Powerplay hatten dann Loibl und Vallorani den siebten Rosenheimer Treffer auf dem Schläger, den aber schließlich Leopold Tausch in Minute 52 erzielte. Der Rosenheimer Youngster legte die Scheibe frech an Gästekeeper Plante vorbei ins kurze Eck, nachdem sich Andrej Strakhov von der Bande nach innen getankt hatte.

Tore: 1:0 (0:55) David Vallorani (Tyler McNeely), 2:0 (7:28) C.J. Stretch (Wade MacLeod, Michael Rohner), 3:0 (13:51) Josef Frank (Dominik Daxlberger, Wade MacLeod), 4:0 (19:29) David Vallorani (Tyler McNeely, Maximilian Vollmayer), 4:1 (32:11) Nick Mazzolini (Nico Oprée, Patrik Vogl), 5:1 (39:43) Wade MacLeod (C.J. Stretch, Peter Lindlbauer/4-5), 5:2 (42:52) Marc Schaub (Lukas Laub, Kris Sparre), 6:2 (46:20) Wade MacLeod (Max Renner), 7:2 (51:55) Leopold Tausch (Andrej Strakhov, Raimund Hilger). Strafen: Rosenheim 6, Frankfurt 14. Zuschauer: 2635.

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