Derbysieg vor ausverkauftem HausStarbulls Rosenheim

War einer der Sieggaranten: Starbulls Torhüter Pasi Häkkinen - Foto: Kevin NiederederWar einer der Sieggaranten: Starbulls Torhüter Pasi Häkkinen - Foto: Kevin Niedereder
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Das Spiel begann allerdings mit Vorteilen für die Gäste aus Niederbayern, denen ganz klar die Anfangsphase der Partie gehörte. Die beste Offensive der Liga machte ihren Namen alle Ehre und zeigte auf, warum sie mit bis Dato 54 erzielten Treffern diesen Platz an der Sonne für sich beanspruchen durften. Rosenheim wurde hinten reingedrückt und Pasi Häkkinen, der heute den Vorzug vor Frederic Cloutier im Rosenheimer Tor erhielt, bekam gleich von Beginn an alle Hände voll zu tun. Das 0:1 in der 14. Minute war die direkte Folge. Landshut drückte, die Starbulls bekamen die Scheibe nicht aus dem eigenen Drittel, drei Grün-Weiße verloren den Puck an der Bande gegen zwei Gegenspieler, Pass in die Mitte zu Stephan Kronthaler, der sehenswert zum Führungstreffer für die Gäste aus Niederbayern abschließen konnte. In der Folge kamen aber die Hausherren besser ins Spiel, gewannen die Zweikämpfe und drückten jetzt ihrerseits auf das Landshuter Gehäuse. Nur 2 Minuten nach der Gästeführung dann der so wichtige Ausgleich für die Starbulls durch Max Renner. Hier kochte die Stimmung erstmalig hoch und dieser Treffer gab der Mannschaft von Franz Steer sichtlich Auftrieb. Trotz einiger guter Gelegenheiten auf beiden Seiten wollte aber kein Treffer mehr fallen.
Das zweite Drittel war, wie bereits das erste, temporeich und mit vielen Zweikämpfen gewürzt. Ein Eishockeyspiel fürs Auge! Noch keine drei Minuten waren gespielt, dann begann die große Zeit der Starbulls, die innerhalb von nur drei Minuten zum Dreifachschlag ausholen sollten. Zuerst stellte der famos aufspielende Norman Hauner mit der Rückhand auf 2:1, ließ nur zwei Minuten später in Überzahl seinen zweiten Treffer zum 3:1 folgen, bevor dann Fabian Zick, nur 20 Sekunden später, die magischen drei Minuten durch ein weiteres Tor zum 4:1 abschloss. Jetzt glich das altehrwürdige Kathreinstadion einem Tollhaus! Landshut, von diesem Dreierpack sichtlich angeschlagen, benötigte einige Zeit um diesen Schock zu verdauen, während indes Rosenheim den fünften Treffer auf den Schläger hatte aber vergab. Erst zum Ende des zweiten Spielabschnittes fingen sich die Gäste wieder und kamen kurz vor Drittelende zu ihrem zweiten Torerfolg in doppelter Überzahl. Bill Trew gab mit diesem Erfolgserlebnis seiner Mannschaft neuen Mut.
Waren die beiden ersten Spielabschnitte noch von einem hohen Tempo geprägt, so ließen jetzt die Kräfte bei den Einheimischen sichtbar nach. Die Beine wurden schwer und schwerer. Nichts desto trotz kämpfte die Mannschaft von Franz Steer aber wacker weiter und wurde in dieser Phase begünstigt von einigen Strafzeiten der Gäste. In der 46. Spielminute musste der EVL dann auf Riley Armstrong verzichten, der Abseits des Spielgeschehens Max Renner völlig übermotiviert mit einem Ellenbogencheck zu Boden schickte. Nach kurzer Beratung mit seinen Linienrichtern schickte Schiedsrichter Steffen Klau den Landshuter Spieler kurzerhand mit einer 5+ Spieldauerdisziplinarstrafe zum Duschen. Die Strafe brachte den Gastgebern allerdings nichts ein. Kaum wieder vollzählig, drückte Landshut jetzt mächtig auf den Anschlusstreffer, scheiterte aber immer wieder an einer jetzt aufopfernd kämpfenden SBR Mannschaft und an Torhüter Pasi Häkkinen. Chancen für die Grün- Weißen blieben in dieser Phase Mangelware. Mit Nachlassen der Kräfte häuften sich auch die Strafzeiten, jedoch stand das Team in Unterzahl gewohnt sicher und arbeitete gut gegen die Scheibe. Was die Hintermannschaft nicht wegräumen konnte wurde eine sichere Beute eines sehr gut aufgelegten Pasi Häkkinen, der an diesem Abend klar die Nase vor seinen Landshuter Kollegen auf der Gegenseite hatte. Landshut versuchte alles um noch mal heranzukommen und nahm zwei Minuten vor Ende der Partie den Torhüter vom Eis, um ihn durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen. Und es gelang ihnen. 50 Sekunden vor Ende der Partie keimte die Hoffnung im niederbayerischen Lager noch einmal auf, als Bill Trew am schnellsten schaltete und einen Schuss unhaltbar für Häkkinen in die Maschen abfälschen konnte. Dieser Anschlusstreffer kam aber zu spät und änderte nichts mehr am verdienten Derbysieg der Starbulls.
In der anschließenden Pressekonferenz präsentierte der sichtlich stolze Starbulls Vorstand Willi Graue, mit den Chiemgau Thermen Bad Endorf, einen neuen Partner, der künftig als Helmsponsor in Erscheinung treten wird. Die Vertragsunterzeichnung wurde noch vor Ort unter Dach und Fach gebracht. Während SBR Coach Franz Steer lobende Worte für sein Team fand, dass einmal mehr, trotz der vielen Ausfälle, über sich hinausgewachsen sei, gratulierte sein Landshuter Pendant Jiri Ehrenberger fair zum Sieg.
Bayernderbysieger, Tabellenführer, ausverkauftes Haus, ein neuer Sponsor: Starbulls Herz, was willst du mehr?


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