Der Wille allein bringt keine Punkte: Eispiraten verlieren gegen Ravensburg mit 0:4

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Damit muss man in der Länderspielpause Mittel und Wege finden, die 4 Spiele andauernde Negativserie schnellstmöglich zu beenden um wieder Kontakt mit dem Liga-Mittelfeld herzustellen. Auch wenn die Eispiraten nach wie vor kein erfolgreiches Powerplay zustande bringen, waren sie von Beginn an gefährlich und erarbeiteten sich gute Chancen für die Führung. Nach schöner Kombination hätte es bereits in der neunten Minute „klingeln“ müssen, nachdem sich Troy Schwab und Jeff Tory die Scheibe zuschoben und dann nochmals quer auf Cam Keith abgelegten. Der verpasste jedoch den Puck bei komplett leerem Tor. In der elften Minute dann ein wenig Glück für die Westsachsen. Ravensburg erzielte einen Treffer, der jedoch wegen vorherigem Stockschlag nicht anerkannt wurde. Damit ging es weiter auf der Piratenseite. Im Powerplay wurde über Thomas Pielmeier und Carlo Grünn Austin Wycisk freigespielt, der zentral vor dem Ravensburger Gehäuse verschoss. In der 16. Minute glich Travis Martell zudem einen Pfosten-Schuss der Ravensburger aus der 4. Minute aus. Sein Schuss aus vier Metern Entfernung wurde vorher noch abgefälscht.

Auch in den zweiten Abschnitt erwischten die Eispiraten einen guten und vielleicht sogar den besseren Start. Allein die letzte Konsequenz fehlte und damit vor allem der Führungstreffer. In Unterzahl gelang den Westsachsen sogar ein mustergültiger Konter. Cam Keith war außen durch und passt auf die andere Seite. Seinen langen Pass erwischte Daniel Rau jedoch nicht richtig, wobei die lange Ecke des Tores völlig offen war. Auch Stéphane Goulet hätte in der 34. Minute die Führung erzielen können. Doch nachdem der Ravensburger Keeper Christian Rhode etwas unsicher agierte, hob er im Nachschuss die Scheibe über das Tor.

Im letzten Drittel drehte sich dann das Spiel. Im Nachschuss war in der 44. Minute Frederik Cabana zur Stelle und schoss zum wichtigen ersten Treffer des Spiels ein. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Nur anderthalb Minuten später hatte Piraten-Keeper Sebastian Albrecht keine Sicht und musste einen Schuss von Christopher Ovarec aus dem Bullykreis heraus passieren lassen. Damit führten die Ravensburger 0:2 und stellten zumindest ein wenig den bisherigen Spielverlauf auf den Kopf. Doch die Eispiraten versuchten zumindest das Spiel wieder in den Griff zu bekommen. Cam Keith tanzte in der 47. Minute bereits den Gästetorwart aus, doch als er flach einschieben wollte, traf er dennoch die Beinschienen des Torhüters und scheiterte damit. Nach einer schöne Drehung von Marco Schütz in der 53. Minute und einer Scheibe die am leeren Toreck vorbeirutschte, verpasste Stéphane Goulet nur knapp und ließ den Puck passieren. In der 56. Minute dann der Nackenschlag. Der Ravensburger Matt Kinch spielte die Scheibe im Powerplay tief. Diese prallte dermaßen unglücklich von der Bande ab, dass Christopher Ovarec nur ins bereits verlassene Tor der Eispiraten einschieben musste. Den Schlusspunkt des Spiels setzte ein zwei auf eins Konter der Ravensburger. Stephan Vogt legte quer ab und Tobias Samendinger hämmerte die Scheibe direkt ins Tor zum abschließenden 0:4.

Bei den Eispiraten steht damit viel Arbeit an, will man die 4 Niederlagen in Folge wieder vergessen machen. Das Powerplayspiel funktioniert nach wie vor in keinster Weise und die Ausbeute vor fremdem Tor ließ in den letzten Spielen zudem zu wünschen übrig. Mit 14 Punkten stehen die Westsachsen damit auf dem vorletzten Platz. Trotz enger Liga läuft man damit seinem eigenen Anspruch und den tatsächlichen Fähigkeiten des Teams hinterher. Hier sollte nach der Länderspielpause eine entsprechende Reaktion folgen.

„Wir haben am Ende deutlich 0:4 verloren, wahrscheinlich zu deutlich. Leider haben wir es heute nicht geschafft, trotz vieler Chance das wichtige erste Tor zu erzielen. Ravensburg hat es uns im letzten Drittel dann vorgemacht. Dennoch kann man meinem Team den Willen nicht absprechen, doch der Wille allein bringt eben keine Punkte. Wir müssen uns auf jeden Fall in der Pause etwas einfallen lassen und daran arbeiten. Vielleicht kommt auch gerade deshalb die Pause zu einem richtigen Zeitpunkt, um den Kopf wieder etwas frei zu bekommen und dann neu angreifen zu können.“, so Fabian Dahlem in der anschließenden Pressekonferenz des Spiels.

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