"Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können"EC Bad Nauheim

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Man merkte den Gastgebern die überstandene Grippewelle sowie den Erfolg vom Freitag deutlich an, einzig Drew Paris und Maximilian Spöttel fehlten weiterhin grippegeschwächt. Aus Düsseldorf waren aber mit Corey Mapes und Jonas Noske zwei Verteidiger dabei, außerdem verstärkten im Sturm Alexander Thiel und Dominik Draxlberger das Team. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr: nach nur 68 Sekunden nutzte Dusan Frosch einen langen Pass von Marco Schütz zur 1:0-Führung, bei der Gäste-Goalie Wiedemann keine Abwehrchance hatte. Und die Hessen legten nach: zunächst scheiterte Frosch mit einem Break in Unterzahl am Torhüter, in der 10. Minute verwertete Vitalij Aab die Spielanteile mit einem schönen Solo zum 2:0. Als die ohnehin schon dezimierten Lausitzer eine Spieldauer gegen Sean Fischer kassierten, der Aab abseits des Spielgeschehens mit einem Check gegen den Kopf traf, und zudem auch noch Heyer zwei Minuten aufgebrummt bekam, klingelte es in dieser doppelten Überzahl nach einem schönen Spielzug à la Tic Tac Toe durch Max Campbell zum 3:0. Weißwasser kam nur sporadisch mal vor den Kasten von Jan Guryca, der bei freier Sicht, die ihm seine Vorderleute verschafften, jedoch keine Mühe hatte. Anders die Hausherren, die weitere Hochkaräter hatten - wie z.B. durch Thiel und Beca jeweils im Alleingang - es blieb beim hoch verdienten 3:0 nach 20 Minuten.

Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag für die Gäste: gar in Unterzahl traf Gerstung nur die Latte, zwar reklamierten die Füchse auf Tor, doch einer der beiden Linesmen zeigte sofort an, dass das Hartgummi nicht im Netz war. Es blieb ein offenes und temporeiches Spiel, in dem die Hausherren nachlegen wollten und auch die Chancen hierfür bekamen, doch Beca verzog zunächst völlig frei stehend in der 25. Minute. Fortan war das Match geprägt durch viele Strafzeiten - vor allem gegen die Hausherren. Zunächst nutzte dies Gerstung zum ersten Füchse-Treffer, als er einfach mal die Kelle hinhielt und der Puck nach einem King-Pass Jan Guryca durch die Schoner rutschte. Anschließend erhielt Patrick Strauch eine Spieldauer nach einem Bandencheck gegen Domogalla, so dass Weißwasser fünf Minuten Überzahl spielen konnte. Bezeichnenderweise hatten die Hessen aber in dieser Unterzahl die besten Einschussgelegenheiten, zunächst scheiterten Frosch und Helms am Goalie, kurz vor Ablauf der Strafe markierte Daniel Oppolzer mit einem Schuss in den Winkel das 4:1, das den Sachsen gänzlich den Wind aus den Segeln nahm und den absoluten Siegeswillen der Roten Teufel am Familientag im gut gefüllten Colonel-Knight-Stadion unterstrich.

Im letzten Abschnitt verwalteten die Gastgeber das Spielergebnis, während Weißwasser nochmal alles probierte. Jan Guryca bekam so nochmal einiges an Arbeit zu tun, hielt seinen Kasten aber sauber, nachdem Lavallee am leeren Tor vorbei zog (52.) und Heyer einen Konter nicht abschließen konnte. Besser machten es da die Roten Teufel, die in der letzten Minute erneut durch Aab den Schlusspunkt setzen konnten. "Es war ein verdienter Sieg für Bad Nauheim, der nach dem 3:0 quasi besiegelt war. Trotz unserer Ausfälle bin ich wegen des Auftretens meiner Mannschaft enttäuscht, ich hoffe, dass wir in zwei Wochen wieder komplett spielen und da anknüpfen können, wo wir vor Weihnachten aufgehört haben", sagte Weißwassers Coach Dirk Rohrbach nach dem Spiel.

EC Bad Nauheim - Lausitzer Füchse 5:1 (3:0, 1:1, 1:0)
Tore:
1:0 (01:08) Frosch (Schütz, Oppolzer)
2:0 (09:40) Aab (Baier)
3:0 (14:23) Campbell (Aab, Ringwald) PP2
3:1 (26:51) Gerstung (King) PP1
4:1 (32:29) Oppolzer (Helms, Mapes) SH1
5:1 (59:41) Aab (Campbell, Thiel) PP1
Strafminuten: ECN 12 + 5+SD (Strauch) / LF 12 + 5+SD (Fischer)
Zuschauer: 2.982


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