Der Joker konnte der Mannschaft helfen

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„Ich denke, ich kann der Mannschaft helfen“, wurde Moskitos-Neuzugang Peter Zingoni unter der Woche auf die Frage zitiert, warum er ausgerechnet nach Essen wechselt. In der Tat lieferte der US-Boy beim 6:4 (1:1, 3:0, 2:3)-Erfolg der Moskitos gegen die Joker aus Kaufbeuren ein sehr engagiertes Spiel ab und verbuchte mit einem Tor und zwei Assists direkt drei Scorerpunkte. Eine etwas zerfahrene Partie sahen die 1610 Zuschauer in der Anfangsphase, die Joker beschränkten sich überwiegend auf die Defensive, die Moskitos bemühten sich zwar aber mehr als wenige gute Möglichkeiten sprang nicht heraus. So musste eine Überzahlsituation herhalten, Max Schmidle saß für die Allgäuer auf der Strafbank als die erste Essener Angriffsreihe zuschlug, Audet passt hinters Tor auf Houde, der zum völlig frei stehenden Michael Wolf vors Tor und der Puck zappelt rechts oben im Winkel.

Wer allerdings dachte, der Treffer sollte den Stechmücken Sicherheit geben, der wurde enttäuscht, bereits in der 15. Spielminute nutzten die Joker eine Unsicherheit in der Deckung der Essener und es stand 1:1. „Wir hatten im ersten Drittel einige Probleme mit den Kaufbeurern, das wurde erst im zweiten Drittel besser“, so Essens Trainer Toni Krinner in der Pressekonferenz. Tatsächlich gelang den Moskitos in Drittel zwei einiges mehr und es kam die Zeit des Neuzugangs. In der 26. Spielminute saß Kaufbeurens Kapitän Frank Appel auf der Sünderbank, als Peter Zingoni einen schönen Rückpass von Eric Houde in den linken Winkel schlenzte. Die Moskitos kamen immer besser ins Spiel und in der 30. Spielminute war es wieder der Essener Neuzugang, der Thomas Popiesch mustergültig bediente. Der Kapitän der Stechmücken ließ Kaufbeurens Keeper Martin Cinibulk aus halbrechter Position keine Chance und es hieß 3:1.

„Essen hat verdient gewonnen. Wir konnten im ersten Drittel gut mithalten und haben uns im letzten Drittel noch mal gewehrt. Wir haben aber im zweiten Drittel zu viele Strafzeiten kassiert und da haben wir auch das Spiel verloren“, analysierte Kaufbeurens Trainer Douglas Karchavich in der Pressekonferenz. So war es dann auch beim vierten Essener Treffer. Ganze 24 Sekunden saß Dominic Auger draußen, da traf Erich Houde zum umjubelten 4:1. Zittern hieß die Devise noch mal aus Essener Sicht im letzten Drittel. Individuelle Fehler der Hintermannschaft ließen die Joker das Ergebnis auf 4:3 verbessern, bevor der Joker wieder zuschlug. Peter Zingoni hatte wieder eine gutes Augen für seinen Mitspieler, bediente mustergültig Thomas Popiesch und der Kapitän ließ Kaufbeurens Goalie aus halbrechter Position keine Chance beim 5:3. Philippe Audet gelang im Anschluss sogar noch das 6:3 und mit dem 6:4 von Tobias Hubner hatten die Zuschauer das letzte Tor an diesem Abend gesehen, selbst eine Auszeit der Allgäuer und die Herausnahme von Cinibulk brachten keine Ergebniskorrektur mehr.

„Wir haben uns im letzten Drittel nochmal durch eigene Fehler in Bedrängnis gebracht“, meinte Moskitos Trainer Toni Krinner in der Pressekonferenz. „Wir haben aber letztendlich verdient gewonnen“, so der Coach weiter. „Wir fahren am Sonntag nach Bietigheim um zu punkten, die Steelers stehen auch extrem unter Druck, aber wir sind nicht chancenlos“, so der Moskitos Coach zur kommenden Aufgabe. „Das wird natürlich schwer, aber wir wollen schon schauen, dass wir am Sonntag drei Punkte mitbringen“, so der Trainer abschließend. Und wer weiß, vielleicht hilft ja der Joker wieder.

Tore: 1:0 (10:05) Wolf (Houde, Audet), 1:1 (14:42) Kaltenhauser (Schweiger, Yetman), 2:1 (25:59) Zingoni (Houde, Wolf), 3:1 (29:19) Popiesch (Zingoni, Peyton), 4:1 (32:54) Houde (Audet, Wolf), 4:2 (41:52) Dietrich, 4:3 (46:05) Kaltenhauser (Rau, Dietrich), 5:3 (50:42) Popiesch (Zingoni, Rohde), 6:3 (56:40) Audet (Wolf), 6:4 (57:37) Hubner (Yetman, Schweiger). Strafen: Essen 10, Kaufbeuren 20. Schiedsrichter: Klau - Morgenstern, Mosler. Zuschauer: 1610 (treffpunkt-westbahnhof.de - UV)