Der Indians-Zug rollt weiter

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„War es die Weihnachtsgans oder zu wenig Bewegung?“ Diese Frage stellten sich die anwesenden 3706 Zuschauer nach dem ersten Drittel im Eisstadion am Pferdeturm. Dabei hatte es toll begonnen. Beide Teams starteten praktisch mit laufendem Motor und schenkten sich nichts. Da die Indians vielleicht noch weihnachtlich gestimmt waren, schenkten sie ihren Gästen nach gerade einmal 123 Sekunden die glückliche Führung durch Elsner, der einen Dumoulin-Schuss unerreichbar für den erneut stark auftretenden Ower im Indians-Gehäuse abfälschte. Daraufhin brach das Passspiel der Indians zusammen wie ein Kartenhaus. Die zu diesem Zeitpunkt sehr sicher wirkenden Niederbayern brauchten nur auf die Fehler der Gastgeber zu warten, wobei die Abstreiter-Taktik, mit zwei Mann vor zu checken und das Mitteldrittel dicht zu machen, ein Übriges tat. Während nacheinander der sehr fleißige Kapstadt, Oswald und Dumoulin an Ower scheiterten, schien der Puck auf der Gegenseite die Landshuter Hälfte mit aller Macht meiden zu wollen. Lediglich Jelitto und der Mann des Tages Chamberlain, stellten Cannibals-Schlussmann Stefaniszin mit leichten Aufgaben auf die Probe.

Auch im Mitteldrittel das gleiche Bild. Die Indians versuchten verzweifelt, mit steilen Pässen das vollgestellte Mittelfeld zu überwinden, natürlich ohne Erfolg. Im Gegenteil: Hätten die Landshuter in einigen Phasen nicht Angst vor der eigenen Courage bekommen und im letzten Moment noch den „ungefährlichen Pass“ gespielt, das Spiel hätte bereits nach 25 Minuten entschieden sein können. Indians-Coach Kaminski zu dieser Phase: „Ower hat uns in dieser Phase im Spiel gehalten.“ Der Knackpunkt schließlich in der 34. Minute. Dumoulin checkte Dreischer hart an der Bande. Dieser musste mit einer Gehirnerschütterung ausscheiden, der Übeltäter kassierte eine große Strafe, Sekunden später gesellte sich Welz dazu. Es dauert eine Minute, dann kann Chamberlain den Puck zwischen Freund und Feind hindurch spitzeln und zum 1:1 ausgleichen.

Das Schlussdrittel begann mit einem „Deja-Vu-Erlebnis“ für die heimischen Fans. Der immer mehr aufblühende Chamberlain überlistete nach 142 Sekunden mit einem genauen Schuss in den Winkel den machtlosen Stefaniszin. Jetzt mussten die bis dahin durchaus listig auftretenden Cannibals die Taktik wechseln, doch der Akku schien leer. Als dann auch noch Gunkel (46.) einen, nach Schuss von Gerbig zurückprallenden Puck, zum 3:1 einschob, war es mit der Selbstbeherrschung einiger Gäste dahin. Der Ausfall eines weiteren Spielers hatte in diesem Fall Auswirkungen auf das Landshuter Spiel. Cannibals-Coach Abstreiter: „Im ersten Drittel waren wir sehr gut, im zweiten ließen wir die Indians ins Spiel kommen und in den letzten 20 Minuten waren wir chancenlos.“ Eine weitere Gästestrafe nutzte bereits nach acht Sekunden Schmidt (50.) aus und weil es viel Spaß machte, erzielte Dmitriev (51.) mit einem unhaltbaren Schuss wenige Sekunden später sogar das 5:1. Fast wäre sogar noch das 6:1 gefallen, aber der wirklich gut haltende Stefaniszin stoppte mit gekonntem Manöver einen Penalty von Jelitto (57.).

Fazit: Eine konzentriert arbeitende Defensive hatte für die Indians den deutlich höchsten Stellenwert. Mit dem wieder gewonnenen Selbstbewusstsein ist von einem Angriff auf die nächsthöheren Tabellenplätze auszugehen. Gegner Landshut musste die Stärke der Gastgeber anerkennen, unterlag aber zu hoch.

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