Der ESV Kaufbeuren schlägt die Lausitzer Füchse"Eishockey pur" im Allgäu

John Lammers machte das zwischenzeitliche 3:1 für den ESVK. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)John Lammers machte das zwischenzeitliche 3:1 für den ESVK. (Foto: dpa/picture alliance/nordphoto)
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Die Joker wollten früh im Spiel zeigen, wer Herr im Haus ist, und starteten mit viel Schwung in die Partie. Die Offensive der bayerischen Schwaben konnte früh Druck auf das Tor von Tobias Ancicka entwickeln und so dauerte es nicht lange, ehe die heimischen Fans erstmals jubeln durften. In der dritten Spielminute schafften es die Lausitzer Füchse in Unterzahl nicht die Scheibe konsequent zu klären. Dies konnten die Joker in Person von Sami Blomqvist nutzen, welcher mit einem platzierten Schuss traf. „Es war schön direkt im ersten Powerplay zu treffen, da wir hierbei Probleme hatten in den ersten Spielen“, resümierte Tray Tuomie nach der Begegnung. In der Folge waren weiter die Hausherren tonangebend, verpassten es aber ihre Führung auszubauen. Die angereisten Männer aus Sachsen durften dann zur Mitte des ersten Spielabschnittes in Überzahl agieren, konnten aber keine wirkliche Torgefahr ausstrahlen. Dies änderte sich in der zehnten Spielminute, als Garlett Hunter einen Konter sehenswert vollendete, indem er Stefan Vajs gekonnt umkurvte und den Ausgleich erzielte. Drei Minuten später verstummte dann das Publikum, als Stefan Vajs nach einem unglücklichen Zusammenprall ausgewechselt werden musste. Im Tor der Joker stand fortan Maximilian Meier. Dieser zeichnete sich kurz darauf aus, als er einen Konter von Arttu Rämö entschärfte. Kurz vor der ersten Pause konnte dann Markus Lillich einen Konter durch die Beine von Tobias Ancicka abschließen und so die erneute Führung der Joker besorgen - 2:1.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts neutralisierten sich beide Mannschaften weitestgehend. So dauerte es bis zur 29. Minute. ehe sich die Joker wieder mehr Spielanteile erarbeiteten. Insbesondere die Youngster-Reihe um Max Oswald, Phillip Krauss und Markus Schweiger brachte die Hintermannschaft der Füchse immer wieder in Verlegenheit. Die jungen Kaufbeurer schafften es jedoch nicht ihren harten Einsatz auch in Tore umzuwandeln. Anders sah dies bei Simon Schütz aus: Der 23-Jährige schoss in Minute 33 von der blauen Linie und dieser rutschte dem Berliner Förderlizenzspieler Tobias Ancicka durch die Schoner – 3:1. Direkt im Anschluss wollte Füchse-Trainer Chris Straube ein Zeichen setzen und wechselte Nisl Velm als neuen Torhüter ein. Dies hatte Erfolg: Die Gäste zogen daraus Energie und konnten erstmalig in diesem Spiel Druck auf das Kaufbeurer Gehäuse aufbauen. Doch die Bemühungen blieben ungenutzt und die Joker schafften es in der Folge, auch mit der Unterstützung der Fans, wieder die Kontrolle über das Spiel zu bekommen.

Im letzten Drittel waren noch keine zwei Minuten gespielt, ehe Phillip Krauss von den Schiedsrichtern in die Kühlbox geschickt wurde. Die Füchse witterten hier die Chance das Momentum auf ihre Seite zu ziehen und zeigten ein ansehnliches Powerplay. Die Verteidigung der Joker, allen voran Maximilian Meier im Tor, hielten dem Druck der Gäste stand und läuteten die Rot-Gelben Festspiele ein. Beide Mannschaften waren gerade wieder komplett, da schickte Fabian Koziol mit einem Traumpass Joey Lewis auf die Reise und dieser konnte seinen Alleingang gegen Nils Velm eiskalt nutzen. Der Torjubel in der erdgas-schwaben-arena war noch nicht erklungen, da schlug die Schiebe direkt wieder im Tor der Gäste ein. Sören Sturm schlenzte die Scheibe von der blauen Linie Richtung Tor und Sami Blomqvist fälschte diese unhaltbar für den sächsischen Tormann ab. Die Stimmung im Kaufbeurer Stadion war nun am Siedepunkt und wurde trotz einer Überzahlsituation für die Gäste nicht gemindert. In der 50. Spielminute war es dann John Lammers, der einen Abpraller in Überzahl zum zwischenzeitlichen 5:1 für seine Farben nutzte. Im direkten Gegenzug erzielten die Gäste ihr zweites Tor des Abends: Stephane Döring nutze einen Rebound, welcher von der Torlatte seinen Weg hinter die Linie fand. Dieses Tor setzte nochmal die letzten Energiereserven der angereisten Sachsen frei. Weißwasser schoss jetzt aus allen Lagen. Peter Quenneville erzielte in dieser Phase des Spiels auch noch einen weiteren Treffer für sein Team. Nach Videobeweises wurde das Tor wegen hohen Stocks jedoch zurückgenommen. Den Schlusspunkt und gleichzeitig den Startschuss für die Party auf den Rängen setzte dann John Lammers, als er den Puck im leeren Tor unterbrachte. „Eishockey pur, man merkt es direkt, wenn man nach Kaufbeuren kommt, dass hier Eishockey gelebt wird“, lauteten die Worte von Tray Tuomie zu der tollen Stimmung in der Arena.


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