Dem Derbytriumph folgt die Blamage: 2:4-Niederlage gegen den SC Riessersee

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Von Beginn an waren die Falken von 1.413 Zuschauern nicht bereit, den Kampf anzunehmen. Zwar fielen die Vertiediger Kozhevnikov (Bronchitis) und Danner (Muskelfaserriss) aus, doch die dünne Besetzung in der Abwehr war für die Niederlage nicht ausschlaggebend. Schon im zweiten Shift der Partie kassierte man gegen die erwartet starke Topreihe der Gäste das 0:1, als Topscorer Dibelka zuschlug. Zu allem Überfluss leistete sich auch noch Léveillé im Anschluss daran einen Stockcheck mit Verletzungsfolge und wurde von Schiedsrichter Brill unter die Dusche geschickt. Ein früher Rückstand und die eigene Topreihe gesprengt - alles andere als ein Auftakt nach Maß. Trotzdem konnte man im ersten Drittel eigentlich noch guten Mutes sein, denn das folgende Unterzahlspiel überstanden die Unterländer recht problemlos, während man sich im Anschlussnach vorne Chancen herausspielen konnte, aber die sich bietenden Möglichkeiten nicht nutzte. Mehrfach musste SCR-Keeper Wild eingreifen, der im Übrigen seine Sache sehr gut machte. Ein wenig Pech kam zwar auch dazu,
aber vor allem fehlte die nötige Konsequenz vor dem gegnerischen Tor.

Diese zeigte dagegen der SC Riessersee, der mit einfachem, schnörkellosem Eishockey im zweiten Drittel zum Erfolg kam. Ein einfacher Puckverlust im Aufbau leitete einen Konter der Gäste ein, Regan passte auf Pfohmann, es stand 0:2 (24.). Danach zeigte sich das derzeit wohl größte Problem der Gastgeber, das Überzahlspiel. Mehr als anderthalb Minuten spielte man fünf gegen drei, dabei aber viel zu langsam und statisch. Kaum einmal wurde der Abschluss gesucht, und wenn einmal ein Schuss Richtung Tor der Gäste kam, war der nicht präzise genug. Als auch die nächste Strafe abgelaufen war, lief der vom Sünderbänkchen kommende Appel allein auf Ford zu, scheiterte aber ebenso wie Dibelka Sekunden später. Die zweite Hälfte des zweiten Durchgangs war dann der Tiefpunkt im Spiel des HEC. Nach vorne lief nichts mehr zusammen, hinten leitete ein weiterer Fehler im Spielaufbau das 0:3 ein: Appel - Collins – Dibelka spielten Tic - Tac - Toe (39.) und die Scheibe war drin.

Die Fans der Gastgeber gingen mit nur wenig Hoffnung ins letzte Drittel, das Spiel noch einmal drehen zu können. 47 Minuten waren gespielt, als Urquhart immerhin den Bann brach und Wild zum ersten Mal bezwingen konnte. Aber auch das war nicht das Signal für eine Aufholjagd, trotz weiterer Überzahlspiele und der einen oder anderen guten Chance wollte der Anschlusstreffer nicht gelingen. Den Deckel drauf machte dann Riessersee in der 56. Minute. Wieder war es ein Puckverlust im Aufbauspiel, der eine zwei-gegen-eins-Situation einleitete: Collins auf Dibelka, 1:4. Das 2:4 durch Steven Billich 12 Sekunden vor Schluss - der einzige Überzahltreffer im elften Überzahlspiel -
war dann nur noch Ergebniskosmetik.

Fazit: Auch wenn in der ein oder anderen Szene etwas Pech dabei war, darf man sich zu Hause gegen einen alles andere als übermächtigen Gegner so nicht präsentieren. Dass die Mannschaft wesentlich mehr Potenzial hat, zeigt sie regelmäßig in den Auswärtsspielen. Zu Hause muss man aber ganz anders auftreten, will man die Fans überzeugen, wobei insbesondere der ein oder andere potenzielle Leistungsträger im Sturm eine deutliche Schippe drauf legen und sich im Powerplay so gut wie alles ändern muss.


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