DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch: Mir sind einige Steine vom Herzen gefallen!Wiedereinführung des sportlichen Auf- und Abstiegs zwischen DEL und DEL2

DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch (M.) ist erleichtert. (picture alliance / City-Press GbR)DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch (M.) ist erleichtert. (picture alliance / City-Press GbR)
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Im deutschen Profi-Eishockey kommt es wie berichtet (Hier geht es zum Artikel) zur Wiedereinführung des sportlichen Auf- bzw. Abstiegs zwischen der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) und der DEL2. Ein Entschluss, auf den viele Klubs und Fans lange gewartet haben. Dazu ein Interview mit DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch.

Herr Rudorisch, heute wurde bekannt gegeben, dass der Auf- und Abstieg zwischen beiden Profiligen eingeführt wird. Welche Bedeutung hat dies für die DEL2?

Für die DEL2 ist die Wiedereinführung von Auf- und Abstieg ein zentrales Thema in den letzten Jahren gewesen. Die sportliche Verzahnung schafft Perspektive, stärkt die Bedeutung des sportlichen Wettkampfes und wird uns in unserer Entwicklung weiter beflügeln. Die Liga kann stolz darauf sein, dass wir uns gemeinsam mit der DEL auf einen Weg zur Einführung verständigen konnten. Profiteur neben der DEL2 ist der gesamte deutsche Eishockeysport, der nun wieder einen durchgängigen sportlichen Wettkampf von ganz unten nach ganz oben bietet.

Welche Herausforderungen bringt dies mit sich und wird es Anpassungen geben?

Die Einführung von Auf- und Abstieg mit Saison 2020/21 bietet allen Beteiligten ausreichend Zeit, sich entsprechend auf einen solchen Schritt vorzubereiten. Gerade für einen sportlichen Aufsteiger ist der Schritt aktuell schon noch ein Großer und bedarf einer guten und professionellen Planung. Zu erfüllen sind auch weiterhin die wesentlichsten bekannten Kriterien, welche nur geringfügig angepasst wurden. Im Vorfeld einer Saison, in der man als Club um den Aufstieg mitspielen möchte, muss eine Bürgschaft über 816.000 € von den Clubs mit Aufstiegsambitionen gegenüber der DEL eingereicht werden. Gleichzeitig ist ein entsprechendes Stadion mit mindestens 4.500 Zuschauern und 8.000 Punkten nachzuweisen. Dies schaffen alle bisher in Frage kommenden Clubs mit Ausnahme der Heilbronner Falken. Weggefallen ist eine feste nachzuweisende Anzahl an Clubs, die diese Kriterien erfüllen. Dies erleichtert natürlich die Planung aller Clubs und ermöglicht allen eine Planung von Jahr zu Jahr. Nun gilt es, das Vereinbarte mit Leben zu erfüllen und beidseitig nachzuweisen, dass Auf- und Abstieg im deutschen Eishockey auch zwischen den beiden Profiligen funktioniert.

Hand aufs Herz: Es ist heute ein großer Tag für den Eishockeysport. Das Thema Auf- und Abstieg hat Sie seit Ihrem Amtsantritt begleitet. Wie viele Steine sind Ihnen vom Herzen gefallen?

Ja, das sind schon einige. Wie schon erwähnt ist der Auf- und Abstieg hin zur DEL ein wichtiger Baustein dafür, dass wir die DEL2 so positiv weiter entwickeln können und zudem den noch bestehenden Unterschied zwischen beiden Ligen weiter verkleinern können. In den letzten Jahren waren die Diskussionen zu diesem Sachverhalt ein bestimmendes Thema und der gesamte Prozess auch nicht immer einfach. Insofern können wir alle stolz auf das jetzt Erreichte sein und müssen uns auch bei vielen externen Unterstützern und Beratern bedanken, die uns auf diesem Weg und unserer teilweise großen Hartnäckigkeit das Vertrauen geschenkt haben und uns unterstützt haben.