DEL2: Abstieg in die Oberliga einmalig ausgesetzt – Aufsteiger wäre 15. TeamKomplette Hauptrunde und Aufstiegschance in die DEL das Ziel

René Rudorisch ist Geschäftsführer der DEL2.  (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)René Rudorisch ist Geschäftsführer der DEL2. (Foto: dpa/picture alliance/Pressefoto Baumann)
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Damit dies auch weiterhin möglich und die DEL2 für alle Eventualitäten gerüstet ist, haben sich die Gesellschafter der Liga darauf verständigt, den Rahmenterminplan nachzujustieren. Der Spielbetrieb wird somit ab dem 18. Februar auf einen möglichen Zwei-Tages-Rhythmus umgestellt. Dieser weicht von den bekannten Spieltagen – Freitag, Sonntag und Dienstag – ab. Eine Aktualisierung des offiziellen Spielplans erfolgt bis Montagabend, 8. Februar.

Zudem wurde der Beginn der Endrunde mit dem Start 20. April noch einmal geringfügig verschoben. Durch diese Umstellung und die teilweise Intensivierung der Hauptrunden-Termine werden zusätzlich sieben Ausweichtermine geschaffen, die auch bei zukünftigen Quarantänemaßnahmen helfen sollen, alle Spiele bis zum Ende der Hauptrunde durchzuführen.

Sollte es am Ende der Hauptrunde dennoch dazu kommen, dass bei einzelnen Clubs nachzuholende Spiele nicht mehr rechtzeitig vor dem Start der Endrunde zu terminieren sind, wird die Tabelle auf die Quotientenregel (erreichte Punkte geteilt durch die gespielten Spiele) umgestellt, um die finalen Platzierungen zu ermitteln.

„Ziel ist von Anfang an, all unseren Clubs eine Hauptrunde mit 26 Heim- und 26 Auswärtsspielen zu ermöglichen. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen dieses Ziel zu erreichen, haben wir uns gemeinsam entschieden, den Rahmenterminplan nochmals anzupassen“, so DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch. In diesem Atemzug wurde auch die Länge der Drittelpausen ab dem 18. Februar auf 18 Minuten zurückgenommen.

Im Rahmen der Gesellschafterversammlung wurde außerdem entschieden, den Abstieg in die Oberliga für die Saison 2020/21 einmalig auszusetzen. Lange Zeit hat die DEL2 versucht, an den sportlichen Werten der Liga auch unter Corona-Bedingungen festzuhalten. Aufgrund von nochmaligen Anpassungen der Rahmentermine, der damit verbundenen Intensivierung und Veränderung des Spielbetriebs sowie den bereits erfolgten Terminverschiebungen bei einzelnen Teams, macht dies jedoch einen gleichmäßigen und fairen Wettbewerb nicht möglich.

Ein Aufsteiger aus der Oberliga soll, wie im Kooperationsvertrag mit dem DEB geregelt, ausgespielt werden. Sofern dieser für die zweite Liga lizenziert wird und keine DEL2-Mannschaft in die DEL aufsteigt, tritt der Club als 15. Team in der Saison 2021/22 an.

Wenn dieser Fall eintritt und die DEL2 in der kommenden Saison mit 15 Teams spielt, werden in den dann folgenden Endrunden zwei Absteiger in die Oberliga ausgespielt, um die Liga wieder auf die ursprüngliche Stärke von 14 Clubs zu bringen.

„Hierfür war auch die Zustimmung und Unterstützung des DEB auf Grundlage des Kooperationsvertrages notwendig. Der Dank der Ligagesellschaft geht an den Verband für die konstruktiven Gespräche und vor allem für die Unterstützung im Sinne des Sports und dessen Erhalt auf einem hohen Niveau“, erklärt die DEL2. Mit der Absage des Abstiegs reiht sich die DEL2 gezwungenermaßen in die Reihe anderer Profiligen ein, die bereits mit Saisonbeginn den Abstieg ausgesetzt haben.

„Unser Fokus liegt auf der vollständigen Hauptrunde und auf Maßnahmen unsere Clubs in der aktuell schwierigen Zeit auch wirtschaftlich zu unterstützen. Mit dem einmaligen Aussetzen des Abstiegs reagieren wir auf die Abweichungen im Spielrhythmus und damit auf eine teilweise ungleiche Hauptrunde. Zudem wollen wir den DEL2-Clubs damit den sportlichen und wirtschaftlichen Druck eines Abstieges nehmen und vielmehr bereits jetzt schon an der Stabilität und den Planungen für die Saison 2021/22 arbeiten“, so Rudorisch.

„Wir sehen natürlich die vielfältigen Herausforderungen, die die Clubs in dieser schwierigen Zeit zu meistern haben. Die DEL2 hat alles dafür getan, den sportlichen Wettbewerb in der gewohnten Form mit einem Abstieg aufrechtzuerhalten und das ist letztlich auch der Grund, weshalb wir der Entscheidung zugestimmt haben. Für den DEB war ein zentraler Punkt in den Gesprächen, dass die Möglichkeit eines Aufstiegs aus der Oberliga unangetastet bleibt, dies ist gewährleistet. Unterm Strich ist schließlich zu konstatieren, dass wir nun im deutschen Profieishockey insgesamt einheitliche Regelungen haben, was das Aussetzen des Abstiegs angeht“, erklärt der DEB-Vizepräsident Marc Hindelang.

Des Weiteren haben die Gesellschafter die Transferfrist in der laufenden Saison an die Transferfrist der IIHF angepasst. Der internationale Verband hatte aufgrund der teilweise verschobenen Spielzeiten die internationale Transferfrist vom 15. Februar auf den 1. März verlegt. Insofern können auch die DEL2-Clubs bis einschließlich 1. März Spielertransfers tätigen.


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