Déjà Vu am Kaiser-Platz

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
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5 Sekunden hätten sie ihren 3:2 Vorsprung nur noch halten müssen, doch Crimmitschau schaffte den Ausgleich, an den fast keiner mehr geglaubt hatte.
Diese Erfahrung hatten die Pinguine erst im letzten Jahr gegen Kaufbeuren machen müssen. Damals egalisierte  Fraser Clair drei Sekunden vor der Sirene und Thomas Holzmann verwandelte den entscheidenden Penalty gekonnt gegen MIchaud. Clair und Holzmann durften sich damals über zwei Punkte freuen, diesmal waren es Heine und Frenzel für Crimmitschau.


Die erste richtige Chance hatte Bonk in der sechsten Minute, jedoch verfehlte er das Tor und traf nur die Bande dahinter. Als Martinovic wenig später am Boden lag, waren die Pinguine nicht in der Lage, die Hartgummischeibe im Gehäuse unterzubringen. Die Pässe liefen besser als im Spiel gegen Heilbronn, doch das allein genügt den Ansprüchen von Perfektionist Pavlov nicht.


In der 15.Minute konnte Crimmitschau durch Gleich in Führung gehen, als sie einen Zwei-Mann-Vorteil genießen. Dejdar und Janke saßen auf der Sünderbank. MIchaud war machtlos, als der Puck unten einschlug. Ihm war die Sicht versperrt.
Wesentlich glücklicher als das erste Drittel verlief der Start in den zweiten Abschnitt. Bremerhaven war am Drücker und erspielte sich viele Chancen.Doch der Ausgleich wollte zunächst nicht fallen.Erst als Willaschek für die Sachsen und Janzen von den Pinguins von der Strafbank zurückgekehrt waren, war Holzmann erfolgreich. Aus der Drehung zog er ab und tunnelte Martinovic.


Nach 32.Minuten Spielzeit hatten die Bremerhavener ein 5 gegen 3 Powerplay, das aber ohne Erfolg verpuffte. Hier hat wohl jeder Fan der Pinguins ihren Kapitän Streu vermisst, der sonst Dreh- und Angelpunkt des Powerplays ist. In Unterzahl war es scheinbar einfacher, denn Clair konnte im sich im Kampf gegen einen Verteidiger und den Torhüter aus spitzen Winkel durchsetzen. Das war eine klasse Leistung  des Kanadiers. Doch David Wolf glich nur eine Minute später schon wieder aus und machte die erste Führung der Bremerhavener zunichte(39.).

Wieder schien Pavlov die richtigen Worte gefunden zu haben, so wie schon nach dem zweiten Drittel und diesmal mit Erfolg. Wieder war es Holzmann, der für  die Fischtowner Mannschaft traf. Es scheint, als ob der schmächtige Stürmer bald in der DEL  zu sehen sein wird. Danach lief auf beiden Seiten wenig.Die Torhüter hatten keine Mühe, denn beide Offensivabteilungen gelang nur wenig.


Doch in den letzten fünf Sekunden des dritten Abschnitts traf Kapitän Heine für seine Eispiraten.
Zuvor durfte aber noch Dolyny vom Eis unter die Dusche. Schade für ihn, er hat dieses  kleine Wunder nicht mehr miterlebt.


Was folgte, war die Verlängerung. Diese wird  im 4 gegen 4 Modus gespielt. Somit war es auch folgerichtig, dass Alexander Janzen nicht von der Bank zurück aufs Feld durfte, als seine Strafe abgelaufen war. Der Grund dafür war, dass das Pavlov-Team bereits mit vier Frackträgern auf dem Eis vertreten war.
Schlussendlich ging es weiter, nachdem dieses Problem geklärt war. Gleich bediente Frenzel , der von der blauen Linie quer zum Tor zog und einsandte. Glücklich war dieser Sieg auf jeden Fall, doch bei solch einer Dummheit kurz vor Schluss dürfen sich die Bremerhavener nun nicht beschweren. (PhiJo)