"Das Sechs-Punkte-Wochenende kommt genau zur richtigen Zeit"Hessenderby-Heimsieg

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Was ein im wahrsten Sinne des Wortes geiles Spiel am heutigen Abend im Colonel-Knight-Stadion: mit 3:2 (1:1, 1:1, 1:0) gewinnen die Roten Teufel vom EC Bad Nauheim auch das zweite Derby-Heimspiel der Saison. Nach dem 1:0 gegen Frankfurt wurden auch die Nordhessen aus Kassel ohne Zähler nach Hause geschickt, wodurch die Kurstädter nun nach Punkten mit den Huskies gleichziehen. "Es war ein gutes Spiel mit viel Tempo. Wir haben gekämpft bis zum Umfallen. Im ersten Drittel kam Kassel stark auf, aber wir haben es ab dem zweiten Abschnitt besser gemacht. Am Ende gehört natürlich auch ein wenig Glück dazu, aber das Sechs-Punkte-Wochenende kommt genau zur richtigen Zeit", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Schlusspfiff.

Es war von Beginn an ein rassiges und interessantes Spiel, das mit viel Tempo daher kam und somit hielt, was es versprach. Die Huskies hatten hierbei den etwas besseren Start, doch die Roten Teufel hielten mit einem starken Miko Rämö im Tor gut dagegen. Die beste Chance der Anfangsphase hatten allerdings die Kurstädter, als in der 4. Minute Dustin Cameron nach einem freien Pass durch war und an Kassels Goalie Markus Keller scheiterte. Der Kanadier reklamierte zwar auf Tor, doch der Referee gab den Treffer nicht. Stattdessen verteilte der Mann in Schwarz zwei Strafzeiten gegen die Hausherren, aber auch diese doppelte Überzahl wussten die Huskies Dank Mikko Rämö nicht zu nutzen. Daoust scheiterte gleich zwei Mal am Finnen. Aber auch auf der anderen Seite setzte es Strafen, nachdem Braden Pimm aufgrund eines hohen Stocks gegen Dusan Frosch und einer Verletzung vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Die Nordhessen standen aber sicher und ließen nur wenig zu. Gerade waren sie wieder komplett, da setzte Proft einen Schuss an die Latte, den Rebound verwertete Little zum 0:1 für die Huskies. Die Hausherren antworteten aber angetrieben von den stimmgewaltigen Fans in Person von Andreas Pauli, der nur eine Minute später den verdienten 1:1-Pausenstand herstellte.

Auch der zweite Abschnitt blieb spannender, wie es kaum hätte sein können - eben eines Hessenderbys würdig. Beide Teams spielten nach vorne und fuhren gute Checks, standen aber gleichzeitig hinten sicher und konnten sich jederzeit auf ihre Torhüter verlassen. Man merkte deutlich, dass es wohl nur Kleinigkeiten sein würden, die an diesem Abend entscheiden. Eine Strafzeit gegen Kassel hätte Dustin Cameron fast nutzen können, sein platzierter Schuss ging genau in die Fanghand von Markus Keller, die pfeilschnell hoch ging. Auch auf der anderen Seite kam es lediglich durch eine Strafzeit gegen Vitalij Aab zu Möglichkeiten für die Schlittenhunde, doch wiederum war es Mikko Rämö, der etwas dagegen hatte. Etwas überraschend fiel somit die erneute Gäste-Führung: Lennart Palausch hielt mit der Rückhand einfach mal drauf, und irgendwie war das Hartgummi bei viel Verkehr vor Rämö im Netz (37.). Aber auch diesen Nackenschlag steckten die kampf- und spielstarken Roten Teufel angetrieben von den nimmermüden Fans weg: zunächst scheiterte Helms nach einem Konter an Keller, im nächsten Spielzug saß der Puck in den Maschen, als die Uhr exakt noch eine Sekunde zu spielen zeigte und die Huskies durch Proft einen Mann in der Kühlbox hatten.

Ebenso eng und spannend verlief auch das letzte Drittel, in dem Mikko Rämö seinem Team das Unentschieden mit einem big save gegen Daoust in der 48. Minute rettete, als der Finne das Gegentor mit der Kelle direkt vor der Torlinie verhinderte. Bad Nauheim legte in den letzten Minuten nochmal einen Zahn zu, nachdem man zuvor konsquent mit vier Blöcken spielte und nun die Kraft hatte, um auf drei Reihen umzustellen. Lohn war die erstmalige Führung durch Dustin Cameron in der 50.Minute, der einen Flippass von Dusan Frosch unhaltbar für Keller abfälschen konnte. Nun wurde es nochmal eine richtig dramatische Endphase, in der die Huskies natürlich nochmal alles mobilisierten. Die EC-Abwehr stand aber sicher, während sich die Gäste durch eine Strafe gegen Klinge in der Schlussphase selber die Chance nahmen, ihren Goalie zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen. Die Fans riefen die Sekunden herunter und es war geschafft: zweiter Derby-Heimsieg der Saison!!!

"Es war ein sehr gutes Spiel, das alles hatte. Wir hatten Chancen, das Spiel zu entscheiden, doch es war nicht unser Tag. Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen, das Spiel am Freitag hat viel Kraft gekostet", so Kassels Coach Rico Rossi.

Am Freitag geht es für den EC nun nach Ravensburg, am kommenden Sonntag gastieren die Wölfe Freiburg im Colonel-KNight-Stadion.

EC Bad Nauheim - Kassel Huskies 3:2 (1:1, 1:1, 1:0)
Tore:
0:1 (17:36) Little (Carnevale, Meilleur)
1:1 (18:42) Pauli (Kohl, Keussen)
1:2 (36:01) Palausch (Meilleur, Proft)
2:2 (39:59) Cameron (Frosch, Laurila) PP1
3:2 (49:02) Cameron (Frosch, Keussen)
Strafminuten: ECN 10 / ECK 8 + 5+SD (Pimm)
Zuschauer: 3.846

Pressemiteilung EC Bad Nauheim

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