„Das Ergebnis spielt keine Rolle“Heilbronner Falken

„Das Ergebnis spielt keine Rolle“„Das Ergebnis spielt keine Rolle“
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Bereits nach 8 Sekunden begann das muntere Toreschießen und die Adler führten durch einen Treffer von Frank Mauer mit 1:0. Denis Reul und Kai Hospelt stellten den Spielstand bis zur ersten Pause auf 3:0. Die ersten fünf Minuten im Mittelabschnitt hatten es in sich und so stand es in der 25. Spielminute bereits 6:1 für die Gäste aus der Kurpfalz. Glen Metropolit mit einem Doppelpack, erneut Frank Mauer und auf Heilbronner Seite Alexander Ackermann trugen sich in die Torschützenliste ein. Bis zum Ende des zweiten Drittels machten es die Mannheimer durch Christoph Ullmann, Marcus Kink, erneut Christoph Ullmann und Jamie Tardif sogar zweistellig. Den Schlusspunkt zum 2:10 setze Alexander Janzen in der 55. Spielminute.

Sicherlich wurden den Heilbronner Falken ihre Grenzen aufgezeigt. Schaut man allerdings auf die Duelle am Bullypunkt, in den Ecken oder im Slot, so wird man schnell erkennen, dass hier zwei extrem unterschiedliche Teams aufeinander trafen. Ein Meisterschaftskandidat der DEL gegen ein junges Team der DEL2. So standen sich z.B. zum Bully Glen Metropolit und Tobias Kirchner gegenüber. Der junge Heilbronner -Förderlizenzspieler der Adler- wurde 1996 geboren. Zu diesem Zeitpunkt spielte Glen Metropolit für die Québec Rafales in der IHL. Als der Neuzugang der Adler in der Saison 1999/2000 erstmalig in der NHL auflief, waren einige Falken-Spieler noch im Kindergarten.

Falken-Coach Igor Pavlov ordnete das Spiel entsprechend ein: „Das Ergebnis spielt keine Rolle. Wir müssen berücksichtigen, wer gegeneinander gespielt hat: Die Adler wollen DEL-Meister werden. Wir wollen in die Play-Offs der DEL2. Ich habe heute eine Lehrstunde geplant und es war eine. Dies war aber nur möglich, weil die Adler Mannheim mit einer Top-Einstellung auf das Eis gegangen sind. Man hat gesehen, dass sie richtig Lust hatten zu spielen.“

Ähnlich sieht es der dienstälteste Falken-Spieler Fabian Krull: „Wir haben heute einige Erfahrungen gemacht. Sicherlich hätten es durchaus vier oder fünf Gegentore weniger sein können, da wir diese nach Abprallern bekommen haben, wo wir die Scheibe einfach nicht weg gespielt haben. Wir haben halt gegen ein richtig gutes Team gespielt.“

Der letztjährige Förderlizenzspieler der Adler Steven Bär sieht die Höhe der Niederlage ebenso nicht zu negativ: „Wir haben heute gesehen, dass es Mannschaften gibt, die besser sind als wir. Das Spiel war sehr lehrreich und zeigt uns auf, in welchen Details wir uns verbessern können. Bei solchen Spielen wie heute kann man sehr viel lernen, darum sollten wir jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken.“ Angesprochen auf seine Mannheimer Vergangenheit meint er: „Natürlich ist es etwas besonderes gegen die Adler zu spielen. Zum einen war ich dort Förderlizenzspieler und es ist außerdem meine Heimatstadt. Ich will aber immer eine gute Leistungen bringen, nicht nur gegen Mannheim.“

Florian Proske wurde vor wenigen Monaten DNL-Meister mit den Jungadlern und nutzte das heutige Spiel um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. In der 30. Spielminute ersetze er Philip Lehr im Kasten der Unterländer und wusste in zahlreichen Situationen zu überzeugen. Alleingänge von Jochen Hecht, Marcus Kink und Ronny Arendt konnte er entschärfen und ließ so manchen Adler durch schnelle Reflexe verzweifeln. Beispielhaft fuhr Jochen Hecht kopfschüttelnd zur Bank, nachdem er wiederholt und in aussichtsreicher Position an Florian Proske scheiterte. In der ersten Spielhälfte war auch Philip Lehr ein starker Rückhalt seiner Mannschaft und rettete mehrfach in höchster Not. So ist nach dem Spiel eines gewiss: Das Torhüterduo der Falken ist bereit für die anstehende Saison.

Statistik:

0:1        1.         Frank Mauer (Christoph Ullmann, Sinan Akdag)

0:2        12.        Denis Reul (Glen Metropolit, Jamie Tardif)

0:3        18.        Kai Hospelt (Christoph Ullmann, Danny Richmond)

0:4        22.        Glen Metropolit (Christopher Fischer, Jochen Hecht)

0:5        24.        Frank Mauer (Kai Hospelt, Christoph Ullmann)

1:5        24.        Alexander Ackermann (Dustin Cameron, T.J. Fast)

1:6        25.        Glen Metropolit (Jamie Tardif)

1:7        28.        Christoph Ullmann (Frank Mauer, Kai Hospelt)

1:8        30.        Marcus Kink (Sinan Akdag, Ronny Arendt)

1:9        35.        Christoph Ullmann (Christopher Fischer, Frank Mauer)

1:10      37.        Jamie Tardif (Glen Metropolit, Jochen Hecht)

2:10      55.        Alexander Janzen (Alexander Karachun, Dominik Tiffels)

Schiedsrichter:    Ulpi Sicorschi – F.Fauerbach, R.Ruhnau

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