Crimmitschau macht einen großen SchrittDEL2 kompakt

John Tripp von den Eispiraten Crimmitschau kassierte schon nach neun Sekunden eine Spieldauerstrafe. (Foto: Imago)John Tripp von den Eispiraten Crimmitschau kassierte schon nach neun Sekunden eine Spieldauerstrafe. (Foto: Imago)
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Der große Gewinner des 47. Spieltags in der DEL2 heißt Eispiraten Crimmitschau. Fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde haben die Westsachsen ihren Vorsprung auf einen Play-down-Platz auf sieben Punkte ausgebaut. Im Umkehrschluss heißt das: Neben den Heilbronner Falken müssen sich die Lausitzer Füchse, der ESV Kaufbeuren und der EHC Freiburg mit Gedanken anfreunden, dass die Saison mit dem Kampf um den Klassenerhalt zu Ende geht.

Eispiraten Crimmitschau – ESV Kaufbeuren 4:2 (1:0, 0:1, 3:1)

Der ESV Kaufbeuren legte sich mächtig ins Zeug, um doch noch den Anschluss an Rang zehn zu schaffen. Denn in der 47. Minute gingen die Gäste in Führung, doch in den letzten acht Minuten drehte Crimmitschau das Spiel durch zwei Powerplay-Tore und ein Empty-Net-Goal. Kurios: John Tripp kassierte schon nach neun Sekunden eine Spieldauerstrafe wegen hohen Stocks. Sieben Minuten vor dem Ende flog auch Gästespieler Mitch Versteeg raus.

Tore: 1:0 (14:13) Patrick Pohl (Dominic Walsh, Olli Julkunen/5-4), 1:1 (32:20) Chris St. Jacques (David Elsner, Daniel Menge/5-4), 1:2 (46:09) Marc Schmidpeter (Lee Baldwin, Josh Burnell/5-4), 2:2 (52:11) Danny Pyka (Alexander Höller, Ty Wishart/5-4), 3:2 (56:25) Vincent Schlenker (Eric Lampe, Patrick Pohl/5-4), 4:2 (59:42) Olli Julkunen (Alexander Höller, Ty Wishart). Strafen: Crimmitschau 8 + 5 + Spieldauer (John Tripp), Kaufbeuren 10 + 5 + Spieldauer (Mitch Versteeg). Zuschauer: 2.603.

EC Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Auch Weißwasser konnte lange im Spiel hoffen, etwas vom Auswärtsspiel beim Tabellendritten mitzunehmen. Erst in der 28. Minute ging Kassel in Überzahl in Führung, ehe den Füchsen der Ausgleich kurz vor der zweiten Pause gelang. Bitter für die Lausitzer: Die Niederlage stand erst 67 Sekunden vor dem Ende fest. Allerdings bleibt auch festzuhalten, dass Kassel das Spiel dominierte, dabei aber verpasste, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. Kassels Jamies MacQueen handelte sich eine Spieldauerstrafe ein.

Tore: 1:0 (27:13) Taylor Carnevale (Manuel Klinge, Sören Sturm/5-4), 1:1 (37:47) Dennis Swinnen (Florian Lüsch, Marius Schmidt), 2:1 (58:53) Jean-Michel Daoust (Marco Müller, Manuel Klinge). Strafen: Kassel 16 + 10 (Mathias Müller) + 5 + Spieldauer (Jamie MacQueen), Weißwasser 20 + 10 (Ken Magowan). Zuschauer: 3.138.

Starbulls Rosenheim – Bietigheim Steelers 5:1 (1:0, 4:0, 0:1)

Mit einem starken Lukas Steinhauer im Tor und einer bärenstarken Leistung in der Offensive verdienten sich die Starbulls Rosenheim den Sieg gegen den dezimierten Tabellenführer. Der Rückstand auf Rang sechs und damit auf die direkte Viertelfinal-Qualifikation beträgt für Rosenheim sieben Punkte.

Tore: 1:0 (1:43) Maximilian Vollmayer (Tyler McNeely), 2:0 (26:16) C.J. Stretch (Wade MacLeod), 3:0 (29:47) David Vallorani (Tyler McNeely, Josef Frank), 4:0 (32:17) Tyler McNeely (David Vallorani, Josef Frank/4-5), 5:0 (33:23) Wade MacLeod (C.J. Stretch), 5:1 (53:07) René Schoofs (Max Prommersberger, Dominic Auger). Strafen: Rosenheim 8, Bietigheim 12 + 10 (Bastian Steingroß). Zuschauer: 2.324.

Löwen Frankfurt – Fischtown Pinguins 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)

Bremerhaven ist weiterhin „nur“ zweistellig. Der Tabellenzweiten steht nach der Niederlage in Frankfurt weiterhin bei 99 Punkten. Durch den Erfolg haben die Löwen einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht und haben zudem die Chancen auf das Heimrecht.

Tore: 1:0 (7:14) Clarke Breitkreuz (Stefan Chaput), 1:1 (18:24) Alexander Nikiforuk (Gabe Guentzel, Steve Slaton/5-4), 2:1 (38:21) Nick Mazzolini (Nils Liesegang, Clarke Breitkreuz/5-4), 3:1 (52:12) Nils Liesegang (Nick Mazzolini, Richard Mueller/5-4), 4:1 (55:27) Kris Sparre (Lukas Laub, Andreas Schwarz). Strafen: Frankfurt 16 + 10 (Brett Breitkreuz), Bremerhaven 22  + 10 (Tim Miller) + 10 (Cody Lampl). Zuschauer: 4.395.

SC Riessersee – Dresdner Eislöwen 4:1 (2:0, 1:0, 1:1)

Ein Rückschlag für Dresden. Der Rückstand für die Eislöwen auf Rang sechs beträgt sechs Punkte. Garmisch war über weite Strecken des Spiels die bessere Mannschaft.

Tore: 1:0 (15:27) Brendan Connolly (Mattias Beck, Stephan Wilhelm), 2:0 (17:07) Louke Oakley (Brendan Connolly, Stephan Wilhelm/5-4), 3:0 (37:10) Jesse Schultz (Mark Heatley, Christian Hummer), 4:0 (42:42) Andreas Eder (Stephan Wilhelm), 4:1 (55:14) Mirko Sacher (Vladislav Filin, Dominik Grafenthin). Strafen: Riessersee 2, Dresden 8. Zuschauer: 1.640.

Heilbronner Falken – EC Bad Nauheim 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)

Kein guter Tag für die Roten Teufel. Während die Falken ihre neu gewonnene Heimstärke feiern, verpassten die Nauheimer die Vorentscheidung im Kampf um Platz sechs oder mehr. Bad Nauheim ist nun nur noch Fünfter.

Tore: 0:1 (2:39) Nick Dineen (Henri Laurila), 1:1 (3:45) David Hájek, 2:1 (24:20) Richard Gelke (Adam Brace, Fabian Krull). Strafen: Heilbronn 6, Bad Nauheim 2. Zuschauer: 1.247.

Ravensburg Towerstars – EHC Freiburg 4:0 (0:0, 3:0, 1:0)

Ravensburg steht dank des Erfolgs gegen die Breisgauer auf dem vierten Platz. Allerdings wehrten sich die Gäste 20 Minuten lang, ehe die Towerstars im Mittelabschnitt davonzogen.

Tore: 1:0 (22:01) Maximilian Brandl (Brandon MacLean, Radek Krestan/5-4), 2:0 (33:42) Austin Smith (Konstantin Schmidt, Brian Roloff), 3:0 (38:05) Brian Roloff (Austin Smith, Simon Sezemsky), 4:0 (56:23) Austin Smith (Brian Roloff, Kilian Keller). Strafen: Ravensburg 16 + 10 (Mathieu Tousignant), Freiburg 14. Zuschauer: 2.438.