Clair-Hattrick sichert Bremerhavener Klassenerhalt

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
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Die Stimmung war die beste in der gesamten Saison, das

Stadion kochte. 2050 Zuschauer, darunter 160 Lausitzer Fans, peitschten die

Teams nach vorne. Ein starkes letztes Drittel war der Ausgangspunkt für den

Sieg trotz vier Gegentoren, die allesamt im Powerplay fielen.

„Das ist unglaublich!“, sagte René Röthke nach dem Spiel;

Fraiser Clair sprach von den besten Fans,die er in seinen zwei Jahren in

Deutschland erlebt hätte. Trainer Coolen dankte im frisch gedruckten T-Shirt

(„Wir 2.BL eiben“) ebenfalls den treuen Anhängern seines Teams.

Dabei fing alles erst ganz schlecht an. Vier Minuten waren

gespielt, Stephan Kraft saß mit einer Strafe draußen, da besorgte Reader das

1:0. Es war das erste von vier Powerplaytoren in sechs Überzahlsituationen –

eine meisterliche Quote. Aber die Bremerhavener halfen auch gut nach. Das erste

Tor ging auf die Kappe von Streu, der den Puck nicht unter Kontrolle bringen

und aus dem Drittel schiessen konnte. Doch das war bereits 28 Sekunden später

vergessen. Die Fans lagen sich zum ersten Mal in den Armen, die

Hannover-Fraktion René Röthke und Sachar Blank egalisierten die Führung (5.).

Nach zehn Minuten war mehr Platz auf dem Eis, A.Janzen und

Mücke saßen draußen. Noch vom schnellen Ausgleich geschockt, kassierten die

Füchse das zweite Gegentor durch Clair (11.) Es war ein Traumtor. Erst vergeigte

Clair noch eine riesige Chance, Augenblicke später vernaschte er Nolan McDonald

mit einer Vorhand-Rückhandkombination im Forsberg-Stil.

Nun waren die Pinguine klar dominierend. Reid tunnelte

„Mac“,traf allerdings nur die Bande (12.).Popiesch nahm die nötige Auszeit, die

sich im folgenden Powerplay zum 2:2 durch Szabo auszahlte. Auch das nächste Powerplay

der Füchse war einschlagend.  Vogl traf

das Netz nach 25 gespielten Minuten. Doch der REV gab nicht auf, drückte und

war bei zehn Mann auf dem Eis das bestimmende Team. Torschütze Vogl nahm dann

selber Platz auf der Bank und erlebte den Ausgleich durch „Professor“ Craig

Streu (29.).Weißwasser kam in diesem Abschnitt zu keiner nennenswerten Chance

mehr. Auf Bremerhavener Seite vergaben Sergej Janzen und Blank Möglichkeiten

zur Führung.

Das Schlussdrittel war angebrochen, die Entscheidung stand

bevor.                                                       Zehn

Sekunden war das Drittel alt, da musste erneut Holzmann heraus. Der

schmächtige, lange Kerl war körperlich sehr präsent an diesem Abend, zu sehr

für Schiri Jablukov. Das war die Art von Einfluss auf das Spiel, welche bisher

allen Unparteiischen dieser Play-down-Runde vorgeworfen wurde. Erstmals blieb

ein Torerfolg der Füchse aus. Stattdessen traf Sergej Janzen zum 4:3, nachdem

er zuvor zwei große Chancen ausgelassen hatte. Drei Mal ist halt Bremer Recht.

Der REV behielt die Nase vorne, hätte durch Forster sogar

erhöhen können. Doch dann konnten sich alle bei Alfie Michaud bedanken. Er

verhinderte binnen Sekunden zunächst einen Break, dann den direkten Rebound,als

er noch am Boden lag. Wie unfair das Leben sein konnte spürten dann die

Lausitzer. Clair traf zum zweiten Mal, es war fast der direkte Gegenzug (50.).

Doch 15 Sekunden Powerplay genügten Crampton um Weißwasser mit dem 5:4 noch

einmal Hoffnungen zu machen(52.)

Die Pinguine hielten jetzt alle Augen offen. Jeder Pass der

Füchse wurde abgefangen, die Gäste kamen zu keiner Chance mehr.  Popiesch nahm 90 Sekunden vor Schluss noch

seinen Torwart heraus. Diese Möglichkeit nutzte Fraser Clair, „Pinguin des  Jahres“, zur Abrundung seines perfekten

Abends.


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