Christof Kreutzers Heimpremiere beim EC Bad Nauheim missglücktZuversicht trotz Derbypleite

Christof Kreutzer war nach der Auftaktniederlage stinksauer. (Foto: dpa/picture alliance)Christof Kreutzer war nach der Auftaktniederlage stinksauer. (Foto: dpa/picture alliance)
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Das Match begann hektisch und umkämpft. Kassel nutzte gleich die erste Überzahlsituation zum 1:0. Jens Meilleur traf in der fünften Minute per Nachschuss in Überzahl. Nauheim war noch in der Verarbeitungsphase, da erhöhte Richie Mueller nur elf Sekunden später. Die Hausherren ließen sich nicht beirren, blieben dran. Maximilian Hadraschek (10.) verkürzte auf 1:2.

Den Beginn des Mittelabschnitts verschlief Kreutzers Team jedoch. 35 Sekunden nach der ersten Pause zog Alexander Heinrich (21.) aus rechter Position ab – 3:1. Fortan zeigte Kassel seine Klasse, ließ Puck und Gegner laufen. Die Huskies waren den Teufeln in dieser Phase einen Schritt voraus. Jens Meilleur erzielte in der 24. Minute mit seinem zweiten Powerplaytreffer das 4:1 für sein Team. Es sah nicht so aus, als könnte Bad Nauheim da noch viel bewegen.

Dann aber, kurz vor der zweiten Sirene, ließ sich Mike Dalhuisen beim Spielaufbau reichlich Zeit. Einige Zuschauer fragten sich, was der niederländische Verteidiger denn da so lange mit der Scheibe hinter dem eigenen Tor mache. Er bewies Geduld und ein gutes Auge, passte auf Nicklas Mannes und dieser beförderte die Hartgummischeibe in die Maschen – nur noch 2:4.

Im letzten Drittel ließen sich die Gäste aus Nordhessen zu einigen Strafzeiten hinreißen. Die Unterzahlsequenzen kosteten Kraft, auch wenn Bad Nauheim wenig aus diesem Vorteil zu kreieren wusste. Bad Nauheim war bemüht, Kassel tat das Notwendigste. 28 Sekunden vor Schluss keimte noch einmal Hoffnung auf beim Gros der 3353 Zuschauer. Radek Krestan erzielte den 3:4-Anschlusstreffer. Dabei blieb es.

Es sei ein verdienter Sieg der Gäste, sagte Christof Kreutzer – nun deutlich abgekühlt – bei der Pressekonferenz. „Wir haben ihnen zu viele Geschenke gemacht“, resümierte er. Mit der Einstellung seiner Mannschaft war der Coach dennoch zufrieden: „Ich bin zuversichtlich, dass es in die richtige Richtung geht.“ Am Sonntag gastiert der ECN in Kaufbeuren, Kassel hat spielfrei.

Michael Sender