Christian Winkler: „Sind stark genug uns zu behaupten!“

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Mit fünf weiteren Teams der zweiten Eishockeybundesliga geht es für den

EHC München ab Freitag darum, sich für eine weitere Saison in

Deutschlands zweithöchster Spielklasse zu qualifizieren. Vor den alles

entscheidenden Spielen gegen Freiburg, Kaufbeuren, Bad Tölz, Essen und

Weißwasser sprach Hockeyweb mit dem sportlichen Leiter Christian

Winkler über die absolvierte Doppelrunde und den anstehenden

Abstiegskampf.


Christian Winkler, wie fällt ihr Fazit über die erste Zweitliga-Vorrunde des EHC München aus?

Nach der sehr guten Vorbereitung und dem Pokalsieg gegen Köln fielen

wir in der Liga schnell auf den Boden der Tatsachen. Der Fehlstart war hart.

Nach einigen Wochen haben wir uns besser zurecht gefunden, aber die

gesamte Vorrunde war wie eine Achterbahnfahrt. Nach einigen guten

Spielen ging es immer wieder in die andere Richtung. Sehr gut haben mir

die Leistungen unserer beiden Torhüter, die bis auf wenige Ausnahmen

durchweg überragend waren. Auch der Teamgeist war bislang top. Gefehlt

haben in manchen Situationen die Cleverness und ein „Knipser“ im

Abschluss. Den haben wir mit Mike Pandolfo jetzt gefunden. Insgesamt

haben wir in allen Belangen dazugelernt.


Aus welchen Faktoren schöpfen Sie die Hoffnung auf den Klassenerhalt?

Wir sind in allen Mannschaftsteilen stark genug, um uns zu behaupten.

Zwei Top-Goalies, mit Bastian Steingroß, der uns ab sofort zur

Verfügung stehen wird (soweit sich  in Ingolstadt keine

personellen Engpässe ergeben), sechs gute Verteidiger – und auch die

Stürmer wissen, was uns erwartet.


Die Mannschaft hat sich gerade gegen Konkurrenten aus ähnlichen Tabellenregionen oft sehr schwer getan…

Das war zu Beginn so, zuletzt nicht mehr. Wir haben mit Ausnahme von

Kaufbeuren jeden der fünf Teams mindestens einmal geschlagen. Es geht

bei Null an mit dem Wissen gegen jeden Gegner bestehen zu können.


In der Strafenstatistik liegt der EHC an letzter Stelle. Die Play Downs werden vermutlich durch die Special-Teams entschieden.

Das ist richtig. Es waren sicher einige unnötige Strafen dabei. Das

haben wir angesprochen und jetzt hoffentlich im Griff. Ich kann aber so

viel dazu sagen, wir werden gut gerüstet sein.


Es hieß, die Mannschaft sei mit dem

selbst auferlegten Druck Platz acht zu erreichen nicht fertig geworden.

Der Druck in dieser „Todesrunde“ ist ungleich höher. Kann die

Mannschaft diesem Druck trotzen?

Der achte Platz wurde oft von Außen an das Team herangetragen,

irgendwann setzt sich das in den Köpfen der Spieler fest. Wir sind

überzeugt, mit diesem Druck umgehen und ihm standhalten zu können.


Auch wenn das erste Wochenende in die Hose geht?

Alle Spiele in dieser Runde sind Endspiele. Es würden also immer noch acht Endspiele übrig bleiben.


Hat das Nachholspiel in Schwenningen die Vorbereitung auf Freitag beeinträchtigt?

Es war sicher nicht optimal, aber wir wollen nicht klagen und werden in

Essen gut vorbereitet sein. Wir haben es als gutes Trainingsspiel

angesehen.


Leidiges Thema Zuschauer: Zuletzt

gingen die Besucherzahlen immer mehr zurück. Andere Klubs machen den

Modus dafür verantwortlich. In München scheit der Hund tiefer zu

begraben….

Ich hoffe sehr, dass sich in der Abstiegsrunde endlich  eine

Besserung einstellt. Über alles anderer wurde genug gesprochen – jetzt

zählt es !


Das Gespräch führte Oliver Rabuser

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