Cannibals müssen in Tölz ran und erwarten die Lausitzer Füchse

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Mit den Partien am kommenden Wochenende in Bad Tölz (Freitag, 19:30 Uhr) und am Sonntag zuhause gegen die Lausitzer Füchse (18:00 Uhr) stehen den Cannibals zwei alles andere als leichte Aufgaben bevor. Zwar konnten die Niederbayern gegen beide Teams die Erstrundenspiele deutlich für sich entscheiden, seither hat sich allerdings einiges geändert. Die Tölzer Löwen haben nach dem Amtsantritt von Neu-Trainer Peter Obresa Blut geleckt und einen mächtigen Sprung nach vorne gemacht. Die Lausitzer scheinen sich als Aufsteiger langsam in höheren Gefilden richtig wohl zu fühlen, haben sich still und heimlich bis auf den vierten Rang vorgearbeitet.

Während die Kannibalen beim 5:4-Erfolg am zehnten Spieltag in Bremerhaven den letzten "Dreier" verbuchen konnten, wurde in Bad Tölz just an diesem Tag bekannt gegeben, dass Peter Obresa seinen Dienst hinter der Tölzer Bande am folgenden Tag aufnehmen werde. Eine Nachricht, die bei den Mannen um Kapitän Derek Mayer offenbar neue Kräfte freisetzte, denn der zu diesem Zeitpunkt Tabellenletzte gewann sein Spiel in Kaufbeuren und konnte so die "Rote Laterne" abgeben. Das folgende Wochenende, das erste unter der Regie von Obresa, brachte ein "Heim-Pünkterl" gegen Freiburg und eine Niederlage

in Crimmitschau. Durch zwei Siege am vergangenen Wochenende (5:1 in Bremerhaven und 5:4 gegen Essen) konnten sich die Löwen nicht nur vom Tabellenende absetzen, sondern stehen nun punktgleich mit dem Achten, Bietigheim, nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auf dem neunten Rang (18 Zähler). Während die Angreifer um Topscorer Jeff Hoad (12/11/23) mit bislang 47 Treffern eine recht ordentliche Bilanz vorweisen können, haperte es in der Vergangenheit speziell in der Defensive. 59 Treffer gegen die Goalies Patrick Couture und "Brosi" Fichtner sprechen eine deutliche Sprache. Dennoch: Ganz so leicht wie am dritten Spieltag beim Gastspiel am Gutenbergweg, das die Englbrecht-Truppe klar mit 6:2 für sich hatte entscheiden können, werden die Mannen um Kapitän Derek Mayer, Löwen-Urgestein Christian Curth und den Ex-Kannibalen Anton Prommersberger den Niederbayern das Toreschießen diesmal wohl nicht machen. Zumal die Dreihelmenstädter am Freitagabend ja nicht nur auf die vier verletzten Angreifer Thomas Schinko, Tobias Hanöffner,

Felix Schütz und Matthias Wittmann, sondern nach dessen Verletzung aus dem Straubing-Spiel zudem auf den zuletzt auch in der Offensive auffällig agierenden Chris Bahen verzichten müssen.

Am vierten Spieltag waren die Cannibals in der Lausitz zu Gast und "fieselten" den Aufsteiger mit 5:2 ab. Seither jedoch haben die Weißwasseraner nicht weniger als sieben Siege, denen nur eine Penalty-Niederlage sowie eine 3:6-Pleite in Duisburg gegenüber stehen, eingefahren. Mit 25 Zählern auf der Habenseite und einem Torverhältnis von 47:38 steht der Neuling derzeit auf dem vierten Tabellenplatz. Im Angriff liefern sich der Tscheche Martin Sekera (10/12/22) und Mattias Wikström (6/15/21) einen heißen Kampf um die Scorer-Krone, aber auch Dirk Rohrbach konnte seine Gefährlichkeit mit je acht Treffern und Assists bereits eindrucksvoll unter Beweis stellen. Dass die Abwehr um die beiden deutschen Keeper Ronny Glaser und Sebastian Ellwing ihr Handwerk nicht nur in der Defensive versteht, zeigt ein Blick auf die Statistik von Mats Lindmark. Der Ex-Cannibal konnte in den bisherigen 13

Partien - die Füchse haben noch das Nachholspiel bei den Straubinger Tigers, das wegen Nebels in der Halle abgebrochen werden musste, zu absolvieren - drei eigene Tore bejubeln und stand bei weiteren neun Treffern als Assistent Pate.

Bei den Cannibals hat sich hinsichtlich der Torhüter-Frage für das morgige Match noch etwas geändert. Nachdem sich Panther-Goalie Steffen Karg heute beim Training verletzte, sollte Sebastian Vogl dessen Position als Backup in Ingolstadt einnehmen. Dies wird, so Bernie Englbrecht, nicht der Fall sein: "Bei uns hat sich Nolan McDonald heute verletzt, weshalb morgen in Bad Tölz Sebastian im Tor stehen wird." Auf der Bank wird demnach wohl wieder DNL-Goalie Josef Mayer Platz nehmen müssen. Ein Problem sieht der Coach hinsichtlich des Einsatzes des Youngsters nicht: "Der Sebastian hat mein Vertrauen und auch die Mannschaft steht hinter ihm", so Bernie Englbrecht. Zum morgigen Gegner meint der Trainer, dass es sicher keine leichte Aufgabe wird, denn "Tölz ist nach dem Trainerwechsel eindeutig im Aufwind und da müssen wir angesichts der wenigen Spieler, die uns derzeit zur Verfügung stehen, schon mächtig aufpassen, dass wir da bestehen können." (gl)


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