Cannibals kämpfen sich ins Spiel zurück: 3:1-Erfolg im Ostbayern-Derby

Cory Gustafson kehrt nach Landshut zurückCory Gustafson kehrt nach Landshut zurück
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Vor 3557 Zuschauern im Stadion am Gutenbergweg zeigten die Cannibals eine

starke kämpferische Leistung und zwangen im Ostbayern-Derby den Tabellenvierten

Eisbären Regensburg nach 0:1-Rückstand durch drei Treffer im Schlussabschnitt

letztlich verdient mit 3:1 in die Knie. Einen phantastischen Einstand vor

eigenem Publikum feierte dabei Dion DelMonte, der sowohl für den Ausgleich

als auch das entscheidende 3:1 verantwortlich zeichnete. Die Englbrecht-

Schützlinge zeigten auch nach dem unglücklich zustande gekommenen 0:1, das

Mark Woolf nach nur 19 Sekunden im Mitteldrittel in Unterzahl erzielte,

Moral und fighteten zurück. Mit diesem Sieg konnten die Dreihelmenstädter,

die weiterhin auf Rang sieben rangieren, den Abstand auf Platz vier bei

fünf Punkten "einfrieren".


Nach kurzem Abtasten zu Beginn der Partie konnten beide Goalies schon mal

einen Vorgeschmack darauf geben, was sie im Verlauf der Partie noch leisten

sollten. Erst stoppte Jan Münster einen Alleingang in Klassemanier, dann

zeigte sich Mark Cavallin gegen Markus Welz, von Eric Dylla mustergültig

bedient, auf dem Posten. Miller trifft aus spitzem Winkel nur die Schoner

von Jan Münster, der das kurze Eck dicht gemacht hatte, und Bobby Brown

scheitert nach Pass von Chris Bahen am EVR-Goalie. Wenig erfolgreich verlief

das erste Powerplay für die Kannibalen. Mit Ausnahme eines Distanzschusses

von Kamil Toupal, der damit Cavallin jedoch nicht ernsthaft in Gefahr bringen

konnte, blieb vieles Stückwerk. Andi Geipel zielte in der Folge knapp am

langen Eck vorbei und ein erneuter Toupal-Versuch von der blauen Linie wurde

eine sichere Beute des Gäste-Torhüters. Jan Münster zeigte gute Reflexe,

rettete gegen Andreas Dörfler in höchster Not und war auch von Weismann

nicht zu bezwingen. Als Thomas Schinko in der "Kühlbox" verweilte, starteten

die Cannibals in Unterzahl ein Break, jedoch scheiterte Welz nach DelMonte-

Pass an Cavallin. Jan Münster rettete seinem Team das torlose Remis in die

erste Pause, als er gegen Felix Schneider Sieger blieb.


Als der Mittelabschnitt begann, hatte Marian Bazany noch eine Reststrafe

von 51 Sekunden abzusitzen. Die Kannibalen starteten dementsprechend offensiv

ins Drittel und kamen durch Bobby Brown auch zur ersten Möglichkeit, Cavallin

rettete jedoch. Der direkte Gegenzug brachte die Führung für die Gäste.

Erst konnte Jan Münster den allein auf ihn zusteuernden Mark Woolf zwar

noch bremsen. Dann aber war der Goalie machtlos, als Woolf sich das Spielgerät

hinter der Grundlinie erneut sichern konnte und mit Fortuna und Aki Tuominen,

den er quasi als "Bande" nutzte, im Bunde das 0:1 erzielte. Dieser unglücklich

zustande gekommene Rückstand brach den Cannibals an diesem Abend jedoch

nicht das Genick. Im Gegenteil: Kamil Toupal und Andi Geipel versuchten

sich erfolgversprechend von der blauen Linie, scheiterten aber ebenso an

Cavallin wie Dion DelMonte aus spitzem Winkel. Nach 33 Minuten erneut der

Neu-Kannibale im Blickpunkt, aber auch diesmal war der EVR-Keeper aus aussichtsreicher

Position nicht zu überwinden. Shawn Heaphy hatte das 2:0 auf dem Schläger,

visierte aber nur das Gestänge des Landshuter Kastens an und als Jan Münster

ein Solo von Jason Miller stoppen konnte, war der Mittelabschnitt gelaufen,

zumal Thomas Daffner quasi in letzter Sekund an Cavallin scheiterte.


Den Niederbayern blieben also nur mehr 20 Minuten, um das Blatt noch zu

wenden und damit zu verhindern, weiter Boden in Richtung der Nicht-Playoff-

Plätze zu verlieren. Dementsprechend engagiert gingen die Mannen um Kapitän

Kamil Toupal zu Werke. Zwar musste erst Jan Münster gegen Ervin Masek und

Marian Bazany sein ganzes Können aufbieten, dann aber kam der Gastgeber

so richtig in die Gänge. Folglich war der Ausgleichstreffer durch Dion DelMonte

in der 45. Spielminute auch längst verdient. In Überzahl traf der über die

gesamten 60 Minuten überaus stark agierende Chris Bahen nur den Pfosten

des Regensburger Heiligtums, Cavallin war wenig später gegen Alex Feistl

mit dem Schoner zur Stelle. Die Gäste standen längst gehörig unter Druck

und als Enrico Kock das Sünderbänklein drückte, endlich der Powerplay-Erfolg

für die Kannibalen: Thomas Daffner bediente Defender Chris Bahen und dieser

vollstreckte aus spitzem Winkel zur 2:1-Führung (51.). Die Eisbären kamen

nur mehr sporadisch vor den Cannibals-Kasten, war dies jedoch der Fall,

klärte Jan Münster in souveräner Manier wie etwa in der 53. Minute gegen

Bogdan Selea. Zdislaw Zareba (54.) und Thomas Daffner (57.) verpassten die

Vorentscheidung. Besser machte es in der 59. Minute Dion DelMonte, als er

eine "nordamerikanische Gemeinschaftsproduktion" – der Puck kam über Chris

Bahen und Bobby Brown zum Center der ersten Reihe – mit dem Treffer zum

3:1 abschloss. Damit haben die Cannibals natürlich beste Eigenwerbung für

das nächste Derby am kommenden Freitag, 19:30 Uhr im Stadion am Gutenbergweg,

betrieben. (gl)



Tore:

0:1 (21.) Woolf), 1:1 (45.) DelMonte (Brown/Daffner), 2:1 (51.) Bahen

(Daffner), 3:1 (59.) DelMonte (Brown/Bahen)


Schiedsrichter: Deubert

Strafminuten: Landshut 10, Regensburg 16

Zuschauer: 3557


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