Cannibals haben mit den Blue Devils noch ein Hühnchen zu rupfen

Cory Gustafson kehrt nach Landshut zurückCory Gustafson kehrt nach Landshut zurück
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Mit den Blue Devils Weiden gibt am morgigen Freitag (Spielbeginn: 19:30 Uhr) ein Team seine Visitenkarte im Stadion am Gutenbergweg ab, dem von zahlreichen Experten bereits vor dem Start in die Saison 2004/2005 der erneute Kampf um den Klassenerhalt prognostiziert wurde. In den bislang vier absolvierten Begegnungen ist es den Oberpfälzern denn auch nicht gelungen, diese Einschätzung zu entkräften, liegt man doch mit einem Torverhältnis von 6:21 und drei Zählern auf dem Habenkonto auf dem 13. und somit vorletzten Platz der Zweitliga-Tabelle, nur mehr die Tölzer Löwen (2 Punkte) hinter sich wissend.

Zwar konnte man die Saison-Heimpremiere mit einem 4:2 über den REV Bremerhaven erfolgreich gestalten, in den Auswärtspartien gab es jedoch erst eine böse "Klatsche" (0:9 in Bietigheim) und dann, beim 1:5 in Kaufbeuren, zumindest eine deftige "Watschn" oben drauf. Die Hoffnungen von Fans und Verantwortlichen auf eine ausgeglichene Bilanz nach dem zweiten Heimspiel zerstörten freilich die Duisburger Füchse am vergangenen Sonntag, als sie bei ihrem "Betriebsausflug in die Oberpfalz" deutlich mit 5:1 die Oberhand behielten. In Weiden ist man ob der Leistung der Schützlinge von Trainer Leos Sulak in dieser Partie doch etwas irritiert. Von "mangelnder Einstellung" ist die Rede und auch die Tatsache, dass man sich von den Füchsen "fast ohne Gegenwehr" hatte erlegen lassen, sorgt nicht gerade für Begeisterungsstürme in der "Teufels-Küche".

Die Blue Devils haben gegenüber dem Vorjahr aber auch - speziell in der Offensiv-Abteilung - einen nicht zu unterschätzenden Aderlass zu verkraften. So haben mit Conny Strömberg und Dustin Whitecotton nicht nur zwei Leistungsträger, sondern auch die Topscorer der Oberpfalz und dem EVW den Rücken gekehrt. Conny Strömberg brachte es in der letzten Oberliga-Runde auf stolze 136 Punkte und erzielte in der ersten Zweitliga-Saison 35 Treffer sowie 43 Assists. Strömberg hat sich nun den Grazer 99ers angeschlossen und konnte seine Gefährlichkeit gleich beim Saisonauftakt der "Erste Bank Liga" eindrucksvoll unter Beweis stellen, als er gegen die Vienna Capitals einen Treffer selbst markierte und an drei weiteren Toren mit Assists beteiligt war. Nicht ganz so erfolgreich verlief der Saisonauftakt für Dustin Whitecotton (2003/04: 26/45/71), der in Schwenningen bislang einen Scorer-Punkt zu Buche stehen hat. Von Erfolgserlebnissen in einer Größenordnung, wie ihre Vorgänger sie feiern durften, können die "Neuen" bei den Blue Devils derzeit freilich nur träumen, fällt die Bilanz für Samuel St. Pierre (1/0/1) und G. F. Boutin (0/1/1) doch wahrlich unspektakulär aus. Mit Christian Grosch (2/2/4) hat ein deutscher Akteur die beiden Kontingent-Cracks bisher ebenso klar hinter sich gelassen wie Michal Piskor (2/1/3).

Angesichts dieser Ausgangslage gehen die Cannibals natürlich als klarer Favorit in den Schlagabtausch mit den Oberpfälzern. Gern wird bei Vergleichen der "ungleichen Art", wie sich dieser auf Grund der aktuellen Tabellenkonstellation - der ungeschlagene Spitzenreiter empfängt vor eigener Kulisse ein "Kellerkind" - auch darstellt, von einer Pflichtaufgabe gesprochen, die das favorisierte Team zu erfüllen habe. Doch Vorsicht ist geboten: Auch in der vergangenen Saison hatten die Weidener am zweiten Spieltag die Reise ins Niederbayerische als der "Underdog" schlechthin angetreten. Am Ende rieb man sich im Lager der Dreihelmenstädter dann aber doch verwundert die Augen, als man erst völlig unerwartet in die Overtime und dann zu allem Überfluss in dieser auch noch den Gästen den Zusatzpunkt überlassen musste. Der amtierende Vizemeister hat mit dem Sulak-Team also durchaus noch ein Hühnchen zu rupfen...

So sieht es auch Chefcoach Bernie Englbrecht, der gegen den EVW wieder Sebastian Vogl eine Chance geben wird und mit Ausnahme der beiden Langzeitverletzten Matthias Wittmann und Felix Schütz alle Mann an Bord weiß: "Wir müssen den Weidenern von Beginn an zeigen, wer der Herr im Haus ist, also entsprechend konzentriert zur Sache gehen. Ich habe der Mannschaft nochmals verdeutlicht, dass wir keinen Gegner unterschätzen dürfen. Denn dann erlebt man häufig eine böse Überraschung. Und das sollten wir tunlichst vermeiden, denn wir wollen den Leuten zeigen, dass wir gutes Hockey spielen können." (gl)


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