Cannibals erreichen mit einem Sweep das Halbfinale

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Angeschlagene Gegner sind die schwersten. Diese alte Weisheit war dem Landshuter Trainerfuchs Jiri Ehrenberger vor dem Spiel durchaus bewusst und so lautete die Taktik, die Hannover Indians sofort in deren Drittel festzusetzen und schnell die Entscheidung suchen.

Das klappte auch recht ansehnlich, zumindest optisch und während Landshuts Keeper Sebastian Vogl drohte, sich zu verkühlen, stand sein Gegenüber Thomas Ower sofort unter Landshuter Dauerfeuer. Nach Kapstads schneller erster Strafe übernahmen die Niederbayern das Kommando, wobei besonders die Brandl-Brüder, sowie Toupal, Trew und Kracik glänzten. Allerdings machten sie den Fehler, sich förmlich tot zu kombinieren, während die Indians, die eine tadellose kämpferische Leistung boten, immer wieder ihren Schläger oder ein anderes Körperteil in die Passbahn brachten und auch so ihrem Torwart viel Arbeit abnahmen. Erst nach sechs Minuten gelangten dann auch die Indians vor das gegnerische Tor und ein Schuß von Markus Gleich, mehrfach abgefälscht, sorgte für die erste Torchance der Gastgeber. Als dann Garten den Torpfosten genauestens anvisierte, merkten die Gäste, dass Ihnen heute nichts geschenkt wird und verstärkten wieder ihre Angriffe. Um so überraschender dann das 0:1, als durch ein Missverständnis in der ECH-Abwehr Elia Ostwald den Puck erhielt, ihn zu Thomas Brandl passte und der die Scheibe über die Linie bugsierte. Unglücklicher kann ein Gegentor nicht fallen!

Auch das zweite Drittel sah einen engagierten EC Hannover, der es durch seinen Einsatz und seine taktische Disziplin schaffte, den übermächtigen Gegner besser in Schach zu halten. Allerdings schien es auch, dass die Landshuter jetzt bereits anfingen, das Ergebnis nur zu verwalten und es ihnen reichte, die Angriffsbemühungen der Hannoveraner erfolgreich zu stören. Bis auf eine Riesenmöglichkeit von Bires, dessen Schuß von Ower glänzend gehalten wurde, passierte nichts Aufregendes bis zur 34. Minute. Bill Trew kam auf rechter Position zum Schuss und überwand Ower zum Ausbau der Führung, der dabei eine leicht unglückliche Figur machte. 201 Sekunden danach erhöhte Davidek auf 0:3 und damit schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Aber zur Freude von Indians-Coach Christian Künast und seinem Chef Dirk Wroblewski kämpften die Rothäute verbissen weiter und endlich hatten sie Glück. Ryan McDonough verkürzte auf 1:3. Sollte das Wunder noch gelingen ? Von den 2.100 Fans nach vorne gepeitscht spielten sich mehrere knifflige Situationen vor dem Kasten von EVL-Keeper Vogl ab und mit viel Glück überstand der Vorrundenmeister diese Phase. Christian Künast nahm zur Regenerierung 150 Sekunden vor Schluß eine Auszeit, 30 Sekunden später sogar Thomas Ower aus seinem Gehäuse aber ein schneller Konter, abgeschlossen von Peter Abstreiter, beendete letztendlich die Aufholjagd.

Landshut-Coach Ehrenberger: „Die Serie war schwerer, als es das Serienendergebnis zeigt. Hannover hat gut gekämpft und mein Team gefordert. Ich bin allerdings froh, dass die Serie zu Ende ist, damit meine Mannschaft sich regenerieren kann.“

Indians-Coach Künast: „Ich bin sehr stolz auf mein Team, das sich auch nach einem 0:3 nicht aufgegeben hat. Landshut hat es verdient, weiter zu kommen, auch in dieser Höhe, da sie in allen Situationen einen Tick cleverer waren.“


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