Bittere Niederlage für die Eislöwen

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Bis zur 57. Spielminute hatten die Eislöwen das Spiel und die Wild Wings im Griff. Hochkonzentriert, defensiv überragend, laufstark und spielfreudig boten sie tolles Eishockey und konnten sich eine komfortable 4:1 Führung erarbeiten. Dabei zeigten sich die Dresdner von Beginn hochmotiviert, die Serie auszugleichen. Bereits 17 Sekunden nach Anpfiff konnte Jan Zurek (1.)den ersten Angriff mit der 1:0 Führung abschließen. Zwar glichen die Wild Wings durch Radek Krestan (5.) im Powerplay aus, aber noch vor der Pausensirene konnten die Hausherren den Spielstand durch Treffer von Hugo Boisvert (11.) und Sami Kaartinen (20.) auf 3:1 ausbauen. Auch im Mittelabschnitt bestimmten die Eislöwen das Spiel, kämpften verbissen um jede Scheibe und ließen den Schwenningern keinen Raum, ihr Spiel auf zu gestalten. Großchancen waren Mangelware, so dass es ohne weitere Treffer zum zweiten Mal in die Kabine ging. Im letzten Drittel fand das Spiel zunächst vorwiegend in der neutralen Zone statt, bis die Wild Wings ab der 50. Minute noch einmal enorm Druck aufbauten. Die Dresdner zeigten sich dem jedoch gewachsen und Hugo Boisvert (55.) konnte nach einem schönen Alleingang den Puck ganz abgezockt in die Maschen hämmern. Die Messen schienen gelesen und im allgemeinen Jubel ging der Treffer von Philipp Schlager (57.) zum 4:2 noch unter. Dann allerdings erzielte Dan Hacker in der 58. Minute den Anschluss, ein Treffer, der für immensen Diskussionsbedarf sorgte, stand der Stürmer doch klar im Abseits, was vom Linienrichter auch angezeigt wurde, vom Hauptschiedsrichter jedoch nicht beachtet wurde. Der Genickbruch für die Eislöwen, die sich daraufhin völlig geschockt zeigten. So konnten, nochmals, Dan Hacker (59.) und Brock Hooton (60.) mit ihren Toren das Spiel im letzten Moment drehen.

Die Schwenninger Wild Wings fanden fast über die komplette Spielzeit kein Mittel, ins Spiel zu finden, nutzten allerdings clever die nach einer Fehlentscheidung entstandene Konfusion in der Dresdner Mannschaft, um die Partie zu drehen. Ein großes Kompliment geht allerdings an Kai Kristian im Tor der Dresdner Eislöwen. Im ersten Spiel nach einer Adduktorenverletzung von Pasi Häkkinen nach zehn Minuten ins kalte Wasser geworfen, zeigte der bis dato nur als Backup äußerst sparsam eingesetzte junge Torhüter nun von Beginn an eine tolle Leistung, die auch durch die Niederlage nichts an ihrem Wert eingebüßt hat. Nach Spielende wurde die Vertragsverlängerung von „Becherspieler“ Hugo Boisvert bekannt gegeben. Die Fanaktion, die seit Saisonbeginn mit überragenden Erfolg nach jedem Heimspiel zahlreiche Bierbecher aufs Eis fliegen lässt, hat mittlerweile über 60.000€ eingebracht, zahlt die Verpflichtung von Hugo Boisvert in dieser Saison, die zusätzlichen Kosten für die Nachverpflichtung von Jay Fehr und übertrifft ob der Anzahl der gespendeten Becher alle Überwartungen. Aber so ist das gegenwärtig in Dresden: „ Ihr für uns, wir für Euch!“


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