Bissige Joker stürzen heimstarke Frankfurter LöwenKaufbeuren gewinnt nach Verlängerung

C.J. Stretch sicherte den Löwen Frankfurt zumindest einen Punkt. (Foto: dpa)C.J. Stretch sicherte den Löwen Frankfurt zumindest einen Punkt. (Foto: dpa)
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Die Löwen starteten bemüht und mit Zug zum Tor, konnten aber keine nennenswerten Chancen herausspielen. Die Anfangsphase glich eher einem Warmschießen des in guter Form aufgelegten Joker-Goalies Stefan Vajs. Aber auch die Defensive der Gäste, die ohne ihren Leader Sebastian Osterloh antreten musste, verteidigte nah am Mann und ließ den Löwen kaum Platz. Erst als Clarke Breitkreutz sich durch die Abwehr tanken und seinen Bruder Brett bedienen konnte, der nur noch einschieben musste, verwandelten die Löwen mit der ersten gefährlichen Aktion zum 1:0 (9.).  Die darauf folgende Löwen-Überzahl blieb ungenutzt, aber quasi aus dem Nichts kamen die Mannen von Andi Brockmann bei angezeigter Strafe zum 1:1-Ausgleich (14.), als Florian Proske einen Schuss nur prallen lassen konnte und Brendan Glacel ebenfalls nur noch den Schläger hinhalten musste. Die Gäste, die am Freitag die Starbulls Rosenheim im Derby 5:0 nach Hause schickten, ließen sich von einer vermeintlich technisch stärkeren Löwen-Mannschaft nicht beeindrucken und störten auch die Löwen früh.

In das Mitteldrittel starteten die Kaufbeurer nun aktiver, während die Löwen sich schwer taten, Freiräume in der Joker-Defensive zu finden. Kaufbeuren setzte immer wieder Nadelstiche und belohnte sich in der 24. Minute mit der 2:1-Führung, als Jeffrey Szwez in das Drittel der Löwen zog und trocken in den linken oberen Winkel schlenzte.  In der Folge agierten die Frankfurter wieder kämpferisch, allerdings wehrten sich die Bayern nach Kräften. Richie Mueller konnte in Unterzahl alleine durchlaufen, verlud auch Stefan Vajs, traf aber das halbleere Tor nicht (37.). Die Löwen waren zum Ende des Mitteldrittels die bessere Mannschaft, zogen aber keinen Vorteil daraus, so dass es beim 1:2-Rückstand der Löwen blieb. 

Nach dem Sieg im Spitzenspiel in Bietigheim waren die Löwen  umso mehr daran interessiert, Anschluss an die Tabellenspitze zu halten – und starteten engagiert in das Schlussdrittel. Die Löwen waren druckvoll, überlegen – erneut aber ohne Großchancen. Sämtliche Powerplay-Gelegenheiten an diesem Abend verpufften, das Wort „Powerplay“ wurde den Überzahl-Situationen alles andere als gerecht. Vor allem in den Rundungen gewannen die Joker viele Pucks und Zweikämpfe, weshalb die Gardner-Mannschaft gelegentlich nur schwer ins Spiel kam und sich kaum Torchancen herausspielte. Phasenweise wirkten die Löwen im Angriffsdrittel unkonzentriert, es wirkte, als zollten die Löwen dem Spitzenspiel am Freitag durchaus Tribut, es wirkte, als falle der Frankfurter Offensivabteilung, die kaum Platz bekam, nur wenig ein. Erst durch einen Stephan-Schuss, den Stefan Vajs nur prallen lassen konnte, verwandelte Löwen-Center C.J. Stretch (56.) zum umjubelten 2:2-Ausgleich, das ein Treffer der Marke „Tor des Willens“ darstellte. Kaufbeurer spielte anschließend sogar noch in Überzahl, diese blieb aber ungenutzt. In der folgenden Verlängerung vermiesten die Gäste dann den Löwen den Family Day, als Max Schmidle  einen Proske-Abpraller nutzte und den Extrapunkt für die clever agierenden Joker sicherte. Die Löwen nutzten also den Ausrutscher des Tabellenführers Bietigheim Steelers (2:3-Niederlage in Bayreuth) nicht und schlossen nur um einen Punkt auf zwei Zähler zu den Steelers auf.

Maximilian Haas


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