Bis an die Grenzen der Physis – Bad Tölz vs Kaufbeuren 3:2

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Siebzehn Spieler nur wies der Spielberichtsbogen auf Tölzer

Seite aus. Neben den verletzten Rechtsschützen aus der Defensivabteilung Duane

Harmer und Korbinian Holzer, fehlten krankheitsbedingt auch noch Max

Prommersberger und Junioren-Auswahlspieler Michael Baindl. Dazu das eigene

Selbstvertrauen nach den jüngsten Niederlagen unterhalb der Fußbodenleiste.

Keine wirklich guten Vorraussetzungen, dem ESV Kaufbeuren in seiner derzeitigen

guten Verfassung entgegen zu treten. Doch wie so oft, kam Alles ganz anders.

Zwar war es das erwartet schwere Spiel gegen einen selbstbewusst aufspielenden

Gegner, die Oberhand dabei aber behielten die Hausherren. Vor 2500 Zuschauern in

der Tölzer Hacker-Pschorr-Arena stoppten die Tölzer Löwen mit einem 3:2

(1:1,2:1,0:0) Erfolg die Talfahrt der vergangenen Spieltage. „Hero of the

night“ war Mittelstürmer John Kachur, der zwei Treffer zum fünften Dreier

beisteuerte.

Die Vorgabe von Axel Kammerer war eindeutig. „Mit einfachem Spiel und

gelungenen Spielzügen das Selbstvertrauen zurück erarbeiten.“ Früh in Führung

gehen wäre dafür ein probates Mittel gewesen. Rod Stevens hätte bereits nach

Sekunden die Gelegenheit dazu gehabt. Blöderweise geriet der Torjäger bei

seinem Alleingang kurz vor dem Tor der Gäste ins Straucheln. Unwesentlich

besser machte es Benjamin Hecker beim nächsten Versuch. So musste das uralte

Sprichwort „Alle guten Dinge sind drei“ bemüht werden, um die Scheibe

endlich hinter Joker-Goalie Reimer unterzubringen. John Kachur setzte seinem

Breakaway ein erfolgreiches Ende. Die Gastgeber agierten couragiert, versuchten

durch schnelle Wechsel die Belastung der einzelnen Reihen möglichst gering zu

halten. Durch eine schöne Einzelaktion, bei der sich Patrick Grandmaitre im

Sturmzentrum durchsetzte, gelang den Allgäuern der zu diesem Zeitpunkt überraschende

Ausgleich.

Denkbar schlecht begann der Mittelabschnitt für die Isarwinkler. Mark Cavallin

klärte links von seinem Tor, kam aber nicht mehr schnell genug zurück, ehe

Jeff Angelidis das Gehäuse auf der Rückseite umkurvte und blitzschnell zur Führung

der Joker einschob. Sicherlich ein kleiner Schock für Gelb-Schwarz. Nun

bedurfte es eines neuerlichen Kraftaktes, um nicht die zweite Heimniederlage in

Folge hinnehmen zu müssen. Aber die Löwen trotzdem dem kleinen Kader und ihren

schweren Beinen. Die Moral war es einmal mehr, die ihnen zurück ins Geschehen

halt. Hoads Schlenzer ins Kreuzeck bei 4-4 egalisierte den Spielstand, Kachurs

Powerplaytor bedeutete den knappen Vorsprung zur zweiten Pause.

Die letzten zwanzig Minuten gerieten zur Abwehrschlacht. Kaufbeuren erhöhte die

Schlagzahl merklich, bei Bad Tölz schwanden die Kräfte zusehends. Scheibe

raus, lautete die Devise. Einzig bei den rar gesäten Entlastungsangriffen

verirrten sich ein bis zwei Tölzer in die Offensive. Trotz der optischen

Vorteile war Kaufbeuren nicht zwingend genug, um den starken Mark Cavallin ein

weiteres Mal zu überwinden. Stevens verfehlte bei einem arg riskanten Ausflug

Reimers sogar noch das leere Tor und dadurch die vorzeitige Entscheidung.

Pit Ustorf fand, dass der Tölzer Sieg verdient war. „Tölz hat in den ersten

vierzig Minuten mehr für den Sieg getan. Wir haben erst in den letzten 20

Minuten so gearbeitet wie in den letzten Spielen und zu viele Möglichkeiten

ausgelassen.

Für Axel Kammerer war der Sieg Balsam auf zuletzt arg gebeutelte Trainerseele.

„Das war begeisterndes Eishockey. Meine Mannschaft hat alles gegeben.

Kaufbeuren war der erwartet schwere, robuste Gegner. Wir hatten jetzt schwere

Spiele hinter uns. Wir werden im Training etwas kürzer treten.“ Freilich erst

ab Mittwoch. Bis dahin gab Kammerer seinen Schützlingen frei. (orab)

Tore:

1:0 (03:34) Kachur (Kruck, Urban), 1:1 (12:01) Grandmaitre (Deschenes,

Schweiger), 1:2 (21:34) Angelidis, 2:2 (34:50) Hoad (Stevens), 3:2 (38:49)

Kachur (Stevens, Schönberger, 5-4)

Strafminuten:  Bad

Tölz  14 

-  Kaufbeuren 

18


Schiedsrichter: Roland Seckler (Geretsried) – Barth, Gasda


Zuschauer: 2327


Spieler des Spiels: John Kachur


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