Bietigheimer Rumpftruppe gewinnt 6:3 gegen Frankfurt

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Pucki, Stadionsprecher der Bietigheim Steelers, war schnell durch mit der Mannschaftsaufstellung. Denn zu den langzeitverletzten Markus Gleich, Marcus Sommerfeld, Matt McKnight und Marcel Kahle kamen noch Sebastian Alt, sowie David Wrigley und Jason Pinizzotto dazu. Die schmale Anzahl an Spielern sorgte für einige Sorgenfalten bei den Fans und Zuschauern, doch alle wurden eines Besseren belehrt. Der Meister begann hochkonzentiert und erarbeitete sich sofort gute Chancen. Allerdings klappte es an diesem Abend nicht mit dem Powerplay, verständlich, wenn man bedenkt, welche Spieler nicht dabei waren. Dennoch erzielte Dominic Auger in Überzahl nach zehn Minuten das 1:0. Kevin Gaudet gab auf der Pressekonferenz ein Lob an Fitnesstrainerin Robin Niederrost ab: „Das, was sie mit den Jungs neben dem Eis trainiert, macht viel aus und ist fast genauso wichtig wie das auf dem Eis.“ Die Frage wie seine Jungs so eine Belastung aushalten und es immer noch schaffen zu gewinnen, war damit beantwortet. Rich Chernomaz, Manager und Trainer der Gäste beklagte: „Wir waren zu passiv, wir waren vor allem im ersten Drittel nicht mit dem Kopf da. Zweimal spielen wir mit zwei Mann weniger in Unterzahl, das darfst du gegen Bietigheim nicht machen. Der Kampfgeist und die Moral der Bietigheimer ist brutal!“  Nach 16 Minuten war es wieder Dominic Auger der abzog, den Abpraller netzte Shawn Weller zum 2:0 ins Netz. Gegen Ende des ersten Drittels zogen sich die vier Schiedsrichter den Unmut der Frankfurter Fans zu, innerhalb von drei Minuten gab es drei Strafen gegen die Löwen, welche die Steelers aber nicht nutzen konnten.

Besser kamen die Frankfurter aus der Kabine und verkürzten in der 23. Minute durch Kris Sparre auf 2:1 und waren in Folge dem Ausgleich nahe. Adam Borzecki musste nach 30 Minute das Spielfeld verlassen, er bekam eine Spieldauerstrafe und sorgte für die nächsten großen Sorgenfalten bei den Steelers. Etwas Glück hatten die Steelers, da sich zu Beginn der fünfminütigen Unterzahl auch die Gäste durch eine Strafe dezimierten. Nach dieser Strafe nutze Freddy Cabana ein Missverständnis in der Frankfurter Abwehr zum 3:1. Großer Gewinner des Spiels und der Situation sind die beiden Jungstars Michael Fink und Lukas Fröhlich.Beide bekommen gerade viel Eiszeit und machen ihre Sache ordentlich. Michael Fink durfte sogar im Powerplay ran.

Im letzten Drittel kamen die Jungs von Trainer Kevin Gaudet wie die Feuerwehr aus der Kabine und gingen mit einem Doppelschlag durch Freddy Cabana und Robin Just mit 5:1 in Führung. Hier dachten nun einige, das Spiel sei vorbei. Doch Frankfurt legte auch nochmal nach und kam durch Nils Liesegang und Dennis Reimer auf 5:3 an.  Erst das Empty Net Goal durch Goldhelm Justin Kelly entschied die Partie endgültig.

Am Dienstag müssen sich die Steelers in Bremerhaven beweisen. Ob Jason Pinizzotto, David Wrigley und Sebastian Alt wieder dabei sind kann stand heute noch niemand sagen.