Bietigheim startet mit Sechs-Punkte Wochenende in die SaisonBietigheim Steelers

Bietigheim startet mit Sechs-Punkte Wochenende in die SaisonBietigheim startet mit Sechs-Punkte Wochenende in die Saison
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Früh musste der Vizemeister auf Stürmer Jason Pinizzotto verzichten, der vom Schiedsrichtergespann nach einem unglücklichen Check mit einer 5+Spieldauerstrafe des Feldes verwiesen wurde. Bietigheim verteidigte jedoch mit vollem Einsatz, ließ den Kasseler Stürmern kaum eine Chance und blieben folglich ohne einen einzigen Gegentreffer. Mit viel Wut im Bauch gingen die Schwaben nach überstandener Unterzahl in die Offensive, ließen ein Powerplay nutzlos verstreichen - nur um wenige Sekunden nach Ablauf der Strafe in Führung zu gehen. Bastian Steingross hatte Maß genommen und den Puck genau im Toreck versenkt (10.). Die Huskies blieben am Drücker und setzten das Team um Torhüter Sinisa Martinovic immer wieder unter Druck. Trotz mehrerer guter Gelegenheiten durch Proft, Klinge und Wycisk hielt das Bietigheimer Abwehrbollwerk stand und ging mit einer knappen Führung in die erste Pause.

"Das Spiel war zu Anfang durchaus ausgeglichen und hätte jederzeit auch in die andere Richtung gehen können. Nach dem 4:1 haben wir einfach aufgehört zu verteidigen und Kassel hat nochmal richtig Druck gemacht.", grämte sich Steelers-Coach Kevin Gaudet denn sein Team wagte im Mitteldrittel einen Spagat zwischen Genie und Wahnsinn. Kaum war die Partie in der EgeTrans Arena wieder angepfiffen als die Steelers erneut in Unterzahl agieren mussten. Die ersten beiden Versuche der Huskies konnte Silo Martinovic noch abwehren - beim dritten war er dann jedoch machtlos. Aus kurzer Distanz musste Mike Collins nur noch einschieben (22.). Assistiert hatten Ihm hierbei John Zeiler und Matthias Bergmann. Die Bietigheimer ließen sich davon kaum beeindrucken und durften sich wenig später über den erneuten Führungstreffer freuen. David Wrigley hatte dem Dänen im Tor der Schlittenhunde keine Chance gelassen. Was dann folgte dürfte dem Aufsteiger in Bietigheim nur wenige Sympathiepunkte eingebracht haben. Verbal und körperlich äußerst kompromisslos setzte man sich gegen den spielerisch bessern Kontrahenten zur Wehr, sodass das Schiedsrichtergespann nicht umhin kam die bis dato recht lockere Linie aufzugeben und Vergehen deutlich strenger zu ahnden. Nach Foul an Robin Just bekamen die Hausherren sogar noch einen Penalty zugesprochen.  Huskies Trainer Rico Rossi schickte Kai Kristian zwischen die Pfosten und verpokerte sich damit. Robin Just trat an und lupfte den Puck gefühlvoll zum 3:1 ins Netz. Die Steelers, nun in Überzahl, legten gleich den nächsten Treffer in dieser turbulenten Phase nach. Marcus Sommerfeld konnte, schön in Szene gesetzt von Matt Mc Knight und Max Prommersberger, auf 4:1 erhöhen. Im Gegenzug konnten die Schlittenhunde durch Connor Morisson auf 4:2 verkürzen. Die Hausherren blieben im Vorwärtsgang und liefen nach einem Abstimmungsfehler in einen 3-1 Konter. Ein sicherer Treffer für die Hessen - sollte man meinen. Zu verspielt verzockten sich die Huskies vor dem Bietigheimer Tor und die Scheibe wurde sichere Beute von Sinisa Martinovic. Vier Minuten vor der Pause dann der direkte Anschluss für die Gäste. Silo Martinovic bekam die Scheibe nicht vollständig unter Kontrolle, Mike Collins stocherte nach und drückte den Puck zum 4:3 Pausenstand über die Linie.

Kassel gab im Schlussdrittel nochmal richtig Gas und setzte die Hausherren phasenweise stark unter Druck. Doch der Vizemeister wusste sich immer wieder aus der Umklammerung der Schlittenhunde zu befreien und konnten sich obendrein auf Keeper Martinovic verlassen. Mit zwei vermeidbaren Strafen wegen zu vielen Spielern auf dem Eis und einer Bankstrafe gegen Huskies-Coach Rico Rossi brachte sich der Aufsteiger selbst aus dem Rhythmus und musste in den Schlussminuten volles Risiko gehen. Gut zweieinhalb Minuten vor Ende der regulären Spielzeit nahm Rico Rossi seinen Keeper Kai Kristian zu Gunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis. Zwar gelang es nochmals Druck auf den Gastgeber aufzubauen, doch Robin Just sorgte nach einem Puckverlust der Huskies für die endgültige Entscheidung und traf zum 5:3 Endstand ins leere Tor.  


Statistik:

1:0 - Bastian Steingroß (René Schoofs , Archie Skalbeck) 9:10
1:1 - Mike Collins (Überzahl-Tor) (John Zeiler, Matthias Bergmann) 1:11
2:1 - David Wrigley (Matt McKnight , Max Prommersberger) 6:04
3:1 - Robin Just (Penaltyschuss) 9:33
4:1 - Marcus Sommerfeld (Überzahl-Tor) (Dominic Auger , Matt McKnight) 10:16
4:2 - Connor Morisson (Marco Müller) 11:06
4:3 - Mike Collins 16:00
5:3 - Robin Just (Empty Net)

Strafminuten
Bietigheim Steelers: 33
Kassel Huskies: 20

Schiedsrichter: Simon Aichner



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