„Beide Mannschaften haben heute gewonnen“Winter Derby Dresden

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Das Derby der Dresdner Eislöwen gegen die Lausitzer Füchse im Stadion Dresden vor 31.853 Zuschauern war bis in die Schlusssekunde spannend, von hohem Tempo und einer großartigen Stimmung auf den Rängen geprägt. „Das war tolle Werbung für die DEL2 und unseren Sport“, sagte DEL2-Geschäftsführer Rene Rudorisch im Anschluss. Egal wen man am Samstag im Stadion Dresden fragte, ob Fan aus Dresden, Weißwasser, Berlin, Nürnberg oder Mannheim, alle waren von der Organisation begeistert. „Dass wir so viele Zuschauer bei einem Zweitligaspiel haben, bedeutet unheimlich viel für das deutsche Eishockey und zeigt einfach, welches Potential in unserer Sportart steckt“, sagte Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes, noch vor dem Spiel.

Dresden begann druckvoll, kam früh zu einigen Chancen, folgerichtig gingen sie in der dritten Minute durch einen Treffer von Mark Cullen in Führung. Anschließend kamen die Lausitzer Füchse besser ins Spiel, mussten aber bis zu Beginn des zweiten Drittels auf einen Treffer warten. Greg Classen traf in Unterzahl. Eine großartige Kombination der Dresdener Eislöwen führte in der 39. Minute zur erneuten Führung der Eislöwen. Kai Wissmann legte mit der Rückhand auf Harrison Reed ab, der direkt auf Vladislav Filin weiterspielte, der dann in das leere Tore einschießen konnte. Florian Lüsch erzielte den Ausgleich in der 47. Minute, dieser hatte jedoch nur 33 Sekunden bestand, denn Steven Rupprich konnte die Eislöwen direkt wieder in Führung bringen. Die Füchse waren geschockt, auch das Spiel gab in dieser Phase wenig her. Doch in der Schlussphase wurde es nochmal heiß in Dresden. Dresden ließ eine Überzahl fünf Minuten vor Schluss ungenutzt. Weißwasser war gerade wieder komplett, als Dresdens Mark Cullen auf die Strafbank musste. Im anschließenden Powerplay war Darren Haydar erfolgreich. Das Spiel musste in die Verlängerung. Dort ließ erst Harrison Reed eine riesige Chance liegen, doch wenig später sorgte Mirko Sacher für ungebremsten Jubel im Stadion. Auch durch seinen Siegtreffer wurde Sacher anschließend zum „Man of the Match“ ernannt.

Qualitativ stand das Spiel einem normalen Ligaspiel in nichts nach. Das Tempo war hoch, beide Mannschaften versuchten, immer wieder offensive Akzente zu setzen. „Man braucht zwei Teams, um ein gutes Spiel abzuliefern, das war heute der Fall. Beide Teams sind mit ihren Aufgaben gewachsen, die Füchse sind dreimal zum Ausgleich gekommen, das mussten wir auch wegstecken. Das war vor allem für die Spieler ein mentaler Sieg“, sagte der zufriedene Eislöwen-Coach Bill Stewart nach der Partie. Paul Gardner, Coach der Lausitzer Füchse, konnte trotz Niederlage scherzen. Auf die Frage, warum letztlich Dresden gewonnen hat. antwortete er mit einem Augenzwinkern: „Naja, sie haben ein Tor mehr geschossen“, fügte dann aber noch hinzu: „Ich bin wirklich stolz auf unseren Einsatz, wir haben nicht aufgeben, am Ende vielleicht unglücklich verloren.“