Beeindruckendes Joker-Comeback wird mit einem Punkt belohnt

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Scheinbar aussichtslos waren die Joker im Weihnachtsspiel bei den Schwenninger Wild Wings vor 4.833 Zuschauern mit 0:3 nach 35 Minuten im Rückstand. Doch mit beeindruckender Moral und einem starken Levi Nelson glichen die Rot-Gelben bis zum Ende der regulären Spielzeit doch noch aus. Zwar ging der Zusatzpunkt in der Verlängerung an die Hausherren, ein Zähler auf der Habenseite und mehrere Pluspunkte für eine tolle Moral wanderten allerdings ins Allgäu.

Joker-Coach Ken Latta musste nach seiner Spieldauerdisziplinarstrafe vom vergangenen Freitag erneut auf der Tribüne Platz nehmen und mit ansehen, wie seine Mannschaft schnell in Rückstand geriet (5.), Torschütze für Schwenningen war Pierre-Luc Sleigher. Kaufbeuren konnte sich dagegen offensiv nicht richtig entfalten und stellte Torhüter Lange selten vor größere Probleme. So kam es nicht überraschend, als Peter Boon in der 15. Minute ein Überzahlspiel zum 2:0 nutzte.

Im Mittelabschnitt waren die Wild Wings erneut frischer, Brock Hooton schraubte das Ergebnis gar auf 3:0. Den mitgereisten Jokerfans schwante schon Böses, zu überlegen agierte der bisher erst langsam in die Gänge gekommene Meisterschaftsfavorit. Im Gefühl des sicheren Vorsprungs wurden die Hausherren allerdings etwas nachlässig. Und dies wurde von den Rot-Gelben postwendend bestraft. Levi Nelson nahm einem Schwenniger Verteidiger an der eigenen blauen Linie die Scheibe ab, zog mit viel Geschwindigkeit vors Tor und liess Goalie Lange beim 1:3 (37.) Anschlußtreffer keine Abwehrchance.

Die Gäste witterten nun die Chance, doch nicht mit leeren Händen an die Wertach zurück zu kehren und wurden mit dem 2:3 Anschlusstreffer erneut durch Levi Nelson im Powerplay in der 50. Minute belohnt. Und nur drei Minuten später durften die Allgäuer in Person von Daniel Menge, der den Ausgleich beisteuerte, erneut jubeln. Beide Team schienen nun mit dem einen Punkt erst einmal zufrieden zu sein. Kaufbeuren hatte eine tolle Aufholjagd vollendet und die Wild Wings waren froh, erst einmal zumindest nicht mit ganz leeren Händen dazustehen.

Somit musste die Verlängerung die Entscheidung bringen. Hier hatten die Gastgeber allerdings das Glück auf ihrer Seite und sicherten sich mit dem 4:3 erneut durch Pierre-Luc Sleigher den Zusatzpunkt.