Bad Nauheim verliert in FreiburgOptisch gut, aber zu wenig Druck

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Bei den Gästen stand mit Jan Guryca der nominelle Backup im Tor, nachdem Mikko Rämö von seinem Trainer eine turnusmäßige Pause erhielt. Und es war der ehemalige DEL-Goalie, der gleich zu Beginn im Fokus stand: Freiburg spielte einfaches Eishockey und brachte die Scheibe immer wieder zum Tor, so dass Guryca nach Schüssen von Billich und Duda zwei Mal in der Anfangsphase in größter Not zupacken musste. Die Roten Teufel versuchten, das Geschehen spielerisch in den Griff zu bekommen, allerdings fehlte zu Beginn noch die Durchschlagskraft. Besser machten es da die Wölfe, die in der 5. Minute erneut einfach mal draufhielten, der Schlenzer von Kästle wurde unhaltbar für Guryca mit einer Bogenlampe zum 1:0 abgefälscht. Von diesem Tor an übernahmen jedoch die Hessen die Regie des Spiels und ließen sich auch nach einem verschossenen Penalty durch Freiburgs Verteidiger Enrico Saccomani, den Guryca souverän hielt, nicht aus der Ruhe bringen. Der erste gelungene Gäste-Angriff saß dann auch gleich, als Dineen seinen Sturmpartner Dusan Frosch von hinter dem Tor bediente: Ausgleich zum 1:1. In der Folgezeit plätscherte die Partie mehr oder minder dahin, große Chancen sollten sich hüben wie drüben nicht mehr ergeben, so dass es mit dem unter dem Strich gerechten Unentschieden in die erste Pause ging.

Der zweite Abschnitt begann wie der erste: Freiburg kam zu zwei gefährlichen Schüssen durch Haluza und Wittfoth, die beide frei im Slot standen - aber am Tor vorbei zirkelten. Die Kurstädter nahmen anschließend wieder das Heft in die Hand und kamen ihrerseits durch Meisinger (27.) und zwei Mal Dineen (28.) zu Großchancen, die EHC-Goalie Mensator entschärfen musste. Mitten in diese Drangphase der Gäste gewann Saccomani an der Bande einen Zweikampf, der ihm Raum im Spiel nach vorne verschaffte. Es entwickelte sich eine Konterchance, die der Verteidiger mit einem Schuss ins kurze Eck zum 2:1 für die Schwarzwälder abschloss (30.). Die Roten Teufel antworteten aber erneut: ihr erstes Powerplay nach einer Strafe gegen Billich nutzte Radek Krestan mit einem Schuss aus der Halbdistanz zum 2:2-Ausgleich (35.). Als das Kujala-Team kurz vor der zweiten Pause noch einmal die Chance in Überzahl erhielt, verlor man gegen Ende des Powerplays die Übersicht, was der von der Strafbank kommende Meyer mit einem Pass auf Herm nutzte, der wiederum zur 3:2-Führung der Wölfe nach 40 Minuten einschießen konnte.

Im letzten Drittel drängten die Gäste auf den erneuten Ausgleich. Freiburg wartete auf Konter und hatte mit einem solchen in der 46. Minute durch Haluza die große Chance auf die Vorentscheidung, doch Guryca war zur Stelle. Die Hessen bekamen gleich mehrfach Gelegenheit, in Überzahl den dritten Treffer zu markieren, die Schusswege wurden von den Wölfe allerdings gut zugestellt, so dass der Freiburger Torhüter wenig Mühe hatte. Besser machten es da erneut die Breisgauer, die durch Haluza in der 58. Minute nach einer Strafe gegen Dusan Frosch den vierten Treffer markierten. Bad Nauheim kassierte in dieser Schlussphase einfach zuviele Strafen, was Linsenmaier in doppelter Überzahl in der 59. Minute zum 5:2-Endstand verwertete, so dass am Ende Kleinigkeiten diese Partie entschieden. "Wir hatten nicht genug Druck in Richtung Freiburgs Torhüter, der es stets einfach hatte. Nach dem 3:2 hatten wir nochmal Chancen in Überzahl, aber es war auch dort so wie in dem ganzen Spiel, es kam einfach zu wenig Torgefahr. Freiburg hat das insgesamt sehr gut gelöst heute", so Petri Kujala.

Tore: 1:0 (4:43) Kästle (Meyer, Duda), 1:1 (12:58) Frosch (Dineen), 2:1 (29:13) Saccomani, 2:2 (34:49) Krestan (Pauli/5-4), 3:2 (38:26) Herm (Meyer, Vas), 4:2 (57:11) Haluza (Brückmann, Mund/5-4), 5:2 (58:53) Linsenmaier (Mund/5-3). Strafen: Freiburg 14, Bad Nauheim 10 + 10 (Alanov). Zuschauer: 2005.


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