Bad Nauheim: "Eisbombe" Barrie gezündet

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
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Der EC Bad Nauheim hat eine echte "Eis-Bombe" gezündet. Ein halbes Dutzend Lizenzen haben die Roten Teufel unmittelbar vor Ablauf der Transferfrist vergeben - und mit der Verpflichtung von Len Barrie auch bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Der 33-Jährige, der auf rund 200 Spiele in der NHL zurückblicken kann, avancierte Ende der 90er-Jahre während seiner beiden Jahre in Frankfurt durch Tore und Strafzeiten gleichermaßen zu einer "Kultfigur" in der Deutschen Eishockey-Liga. Noch im Sommer hatten die Lions zum wiederholen Mal versucht, den charismatischen Stürmer zu einer Rückkehr zu bewegen, jetzt wurde sich ausgerechnet der kleine Nachbar Bad Nauheim mit dem Torjäger einig. Alleine der Name Len Barrie elektrisiert die Fans im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus, schon seine Lizenzierung sorgt für ein bundesweites Echo und Gesprächsstoff und zahlreichen Internet-Foren. "Len will es vielleicht noch einmal wissen und sich auf diesem Weg wieder für eine DEL-Vertrag empfehlen", sagt Trainer Peter Obresa, der diesen spektakulären Coup gemeinsam mit EC-Chef Hans Bernd Koal eingefädelt hat, und unterstreicht damit, dass die Lizenz nicht alleine aus PR-Gründen vergeben wurde. Geplant ist, Barrie in den letzten drei Heimspielen der Meisterschaftsrunde einzusetzen.

Neben Barrie, der noch in der Saison 2000/2001 bei den Florida Panthers in der NHL unter Vertrag gestanden hat, wurden Torwart Mario Brunetta (einst Berlin und Ingolstadt) und der europa-erfahrene Stürmer Ryan Duthie (alle drei sind derzeit inaktiv) als Kontingentspieler auf Abruf verpflichtet. Angreifer Marc Etz aus Schwenningen stößt nach Saisonende der Wild Wings mit einer Förderlizenz zu den Roten Teufel, während Paul Knihs aus dem eigenen Nachwuchs sowie Rückkehrer Carsten Gosdeck bereits am Wochenende bei den Spielen in Freiburg und gegen Landshut das Team verstärken. "Unser kanadisches Trio ist in erster Linie als Absicherung zu sehen. Die Mannschaft ist intakt. Jeder Spieler hält, was wir uns versprochen haben. Aber die Saison ist noch lange, es kann viel passieren", sagt Obresa.