Auswärtsmotor stockt auch in Landshut - Minikrise nach 2:3-Niederlage

Regensburg: Eisbären scheitern an Rostislav HaasRegensburg: Eisbären scheitern an Rostislav Haas
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Liste an schwachen Auswärtsvorstellungen der Regensburger Eisbären

ist um ein Kapitel reicher geworden. Sicherlich darf man bei den

Cannibals aus Landshut verlieren, die Art und Weise wie dies geschehen

ist, gibt allerdings Rätsel auf.


Nachdem die Domstädter den Gastgebern im ersten Drittel noch den

Schneid abkaufen konnten und sich unerwartet dominant und clever

präsentierten, verlor man völlig die Linie und ergab sich kampflos in

sein Schicksal. Besonders die vermeidlichen Stars wie Mark Woolf,

Christian Franz oder Shayne Wright schlichen scheinbar emotionslos

übers Eis. Besonders Wright erwies seinem Team mit reihenweise

überflüssigen Strafzeiten die zu Gegentreffern führten einen

Bärendienst. Auch die heute rar gesäten engagierten Akteure wie

beispielsweise David Cermak oder Andreas Moborg konnten nicht über eine

insgesamt unbefriedigende Mannschaftsleistung hinwegtäuschen.

Letztgenannter brachte die Regensburger in der zweiten Minute bei einer

fünf gegen drei Überzahlsituation zunächst noch mit 1:0 in Führung.

Fortan erspielten sich die Eisbären viele Chancen, zeigten aber im

Abschluss zu große Nachlässigkeiten.


In der 25. Minute wurden sie dafür bestraft, als Rich Bronilla

ebenfalls in Überzahl ausgleichen konnte. Doch auch die Landshuter

nahmen das Heft in der Folgezeit nicht in die Hand, so dass Großchancen

auf beiden Seiten Mangelware blieben. Zu einem psychologisch wichtigen

Zeitpunkt, nämlich in der 40. Minute, brachte Niklas Hede mit dem

dritten Überzahltreffer an diesem Abend erneut die Oberpfälzer in

Front. Aber auch dieses Tor sollte kein Weckruf für den

Schlussabschnitt sein. Die Mannen von Peter Draisaitl ruhten sich auf

dem knappen Vorsprung aus und stellten ihre Offensivbemühungen nahezu

vollkommen ein.


Die Strafe ließ nicht lange auf sich warten, als Alexander Serikow in

der 47. Minute einen groben Fehlpass von Eisbärenstürmer Andreas

Driendl zum Ausgleich verwerten konnte. Die Regensburger hatten Glück,

dass die Niederbayern eine anschließende Überzahlmöglichkeit mit zwei

Mann mehr auf dem Eis ungenutzt ließen. Niklas Hede hatte in der 57.

Minute sogar die Gelegenheit die drei Punkte doch noch nach Regensburg

zu holen. Er scheiterte allerdings in aussichtsreicher Position an

Martin Cinibulik im Gehäuse der Cannibals.


Mit dem Spielstand von 2:2 ging es nun in die Verlängerung. Kurz nach

Wiederanpfiff wurde eine Strafzeit gegen die Gastgeber ausgesprochen.

Die Regensburger präsentierten sich aber auch bei dieser

Überzahlmöglichkeit nicht auf der Höhe des Geschehens. Besser machten

es postwendend die Hausherren. Als kurz vor Ende der Overtime erneut

Shayne Wright in die Kühlbox musste, ließ man sich nicht lange bitten

und Kamil Toupal sicherte den Dreihelmestädtern in der 64. Minute den

Zusatzpunkt. Für die Regensburger gilt es beim Heimspiel am Sonntag

gegen Bremerhaven Schadensbegrenzung zu betreiben, um mit engagiertem

und kampfbetontem Eishockeyspiel verärgerte Fans zurückgewinnen zu

können.


Von Michael Pohl

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