Ausgerechnet gegen den Meister gelingt der ersehnte SiegESV Kaufbeuren

Ausgerechnet gegen den Meister gelingt der ersehnte SiegAusgerechnet gegen den Meister gelingt der ersehnte Sieg
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Endlich ist es vollbracht. Nach zwei Monaten ohne einen einzigen Heimsieg hat der ESV Kaufbeuren gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven den Bann gebrochen und den ersten Heimdreier seit 21. September eingefahren. Die 1090 anwesenden Zuschauer sahen dabei ein sehr intensives Spiel beider Mannschaften. Doch so sehr die Mannschaften auf dem Eis gegeneinander gekämpft haben, so sprachen sich im Anschluss an das Spiel sowohl Gästetrainer Mike Stewart wie auch der Geschäftsführer der Seestädter, Alfred Prey, mit klaren Worten für ein Profi-Eisstadion in Kaufbeuren aus und hoben sowohl die Bedeutung eines neuen Stadions für einen Standort wie auch die Bedeutung des ESVK in der Eishockeylandschaft hervor.

Der ESVK startete wie die Feuerwehr ins Spiel. Stewart sah dabei die lange Busfahrt als einen Grund, da sein Team noch Busbeine und –köpfe gehabt hätte. Nach nicht einmal 30 Sekunden verpasste Schmidle die Chance auf das Führungstor, als er nach einem Zuspiel Fröhlichs am Tor vorbeizielte. Doch die Zuschauer mussten dieser vergebenen Chance nicht lange nachtrauern, denn nach 71 Sekunden klingelte es dann doch im Kasten von Jonas Langmann. Matt Marquardt nutzte einen Rebound nach einem Schuss Kreitls zur Führung. Und auch die dritte Reihe kam ebenfalls in ihrem ersten Wechsel durch Hadraschek zu einer Chance. Danach kam Bremerhaven immer besser ins Spiel. Die große Möglichkeit auf den Ausgeich hatte dann Björn Bombis, als er einen Fehler im Aufbauspiel der Joker nutzte, doch Stefan Vajs blockte den Schlagschuss aus Nahdistanz noch ab. Seine Aufgabe erledigte Bombis dann aber in der zehnten Minute gründlicher, als er einen Kaufbeurer Verteidiger im Angriffsdrittel abschüttelte und viel Raum hatte, um Vajs zu tunneln. Der Ausgleich blieb aber nicht lange unbeantwortet, denn keine zwei Zeigerumdrehungen später war Heider der Nutznießer im Powerplay, als er von Michael Fröhlich den Puck aus dem Getümmel heraus an den rechten Bullypunkt zum Abschluss serviert bekam. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels gelang es den Rot-Gelben auch trotz zweier Überzahlspiele nicht mehr die Führung auszubauen. Die beste Möglichkeit dabei hatte Brad Snetsinger in der Schlussminute des ersten Drittels, doch bei einem 2 auf 1 Konter blieb Langmann Sieger, da er sich vom Kanadier nicht am kurzen Pfosten umkurven ließ und den Schoner noch rechtzeitig an den Pfosten brachte.

Das zweite Drittel begann mit wenigen Höhepunkten, doch nach zwei Checks von Kwiet in der 25. Minute nahm die Partie langsam wieder an Fahrt auf. Zuerst prüften Teljukin und Cook mit Schlagschüssen Stefan Vajs, bevor Fröhlich dann nach Zuspiel von Kwiet frei vor Langmann auftauchte, doch wehrte der Seestädter den Rückhandversuch ab. Auf der Gegenseite fing dann in höchster Not Mathias Müller einen Querpass ab. Bremerhaven erspielte sich nun immer mehr Chancen, doch das Tor machten die Hausherren. Nachdem die Strafzeiten von Tim Miller und Alexander Winkler wegen übertriebener Härte abgelaufen waren, steckte Daniel Menge auf den jungen Verteidiger durch, der Langmann unerwartet abgebrüht ausspielte. Die Norddeutschen erhöhten nun vor allem ihr Körperspiel und es gab immer mehr kleinere Meinungsverschiedenheiten. Das dadurch entstandene Chancenplus blieb aber ohne Auswirkungen. Die letzte Aktion des Mitteldrittels gehörte sogar wieder dem ESVK, doch Schmidles Schuss ging knapp daneben.

Im Schlussdrittel versuchten die Pinguine gleich von Beginn an den Spielstand zu verkürzen. Eine gute Gelegenheit dazu bot ein Powerplay, doch Brendan Cook verzog aus guter Position. Kaufbeuren setzte aber immer wieder mit Kontern kleine Nadelstiche. Zuerst verpasste Wiederer nach toller Puckeroberung Richters bevor Fröhlich an Langmanns Stockhand scheiterte. Am Nächsten an der Vorentscheidung war dann Max Schmidle, dessen Schuss jedoch nur an den linken Pfosten ging. Richtig eng wurde es dann aber auch für den ESVK, doch Gregor Stein warf sich in aller letzter Sekunde in einen Schuss, als Vajs schon geschlagen auf dem Boden lag. Im direkt anschließenden Konter stand dann Jonas Langmann wieder im Mittelpunkt. Zusammen mit Martinelli rutschte er ins Tor und verletzte sich dabei schwer. Dem Tor versagte der Schiedsrichter zudem die Anerkennung. Brett Jaeger stand nun zwischen den Pfosten, doch bekam er wenig Arbeit. Bremerhaven gelang es aber auch nicht auf der Gegenseite, sich zwingende Chancen zu erspielen. Sie schwächten sich dann sogar vier Minuten vor dem Ende noch mit einem völlig unnötigen Foul. Kaufbeuren verteidigte weiterhin, was es zu verteidigen gab und mit der Schlusssirene traf Daniel Menge aus dem eigenen Drittel noch ins verwaiste Gästetor zum 4:1 Endstand nach einer starken Vorstellung der Hausherren.

Auf der anschließenden Pressekonferenz sah Mike Stewart die Schlüsselsituation beim 3:1, da sein Team in den zwei Minuten bei 4 gegen 4 trotz guter Chancen nicht traf. Dies sah auch Heimtrainer Kari Rauhanen so. Für ihn war es nun das erste Spiel, in dem seine Mannschaft über 60 Minuten aktiv spielt und viel läuft. Er sieht nun auch immer mehr, wie Selbstvertrauen zurück in die Kabine kommt.


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