Auch Starbulls können Eislöwen-Lauf nicht stoppenDEL2 kompakt

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Derweil Rosenheim die Generalprobe vor dem bayerischen Derby gegen Landshut gründlich verpatzte, ziehen die Niederbayern nach einem souveränen 6:2 in Bad Nauheim unbeirrt ihre Kreise an der Spitze. Dies, zumal auch Ravensburg als Dritter durch ein 3:2 nach Penaltyschiessen gegen die Fischtown Pinguine einen Zähler liegen ließ. Während Riessersee nach einem letztlich klaren 5:2 gegen Schlusslicht Crimmitschau den achten Heim-Erfolg einfuhr, feierten Heilbronns Falken im Kampf um die Playoffs ein wichtiges 2:0 gegen die Lausitzer Füchse. Zu einem nie gefährdeten 6:3 kam Meister Bietigheim in Kaufbeuren.


ESV Kaufbeuren - Bietigheim Steelers 3:6 (0:2, 0:2, 3:2)

Nach 2 Dritteln sah es in Kaufbeuren aus, als sei die Messe gelesen. Die Gäste aus Bietigheim führten durch eine abgebrühte erste Reihe, die das Spiel im Alleingang gewann, mit 4:0. Dann überschlugen sich im letzten Drittel vor 953 Zuschauern die Ereignisse. Binnen 10 Minuten kam das Team von Didi Hegen auf 3:4 heran. In eiskalt ausgenutzten Gegenzügen schossen die Steelers dann die Tore zum 3:5 und 3:6 und vereitelten damit einen möglichen Einbruch im letzten Drittel. Etwas zu hoch ist das Ergebnis, geht aber aufgrund der überragenden ersten Reihe, die nicht in den Griff zu bekommen war, in Ordnung.
Tore: 0:1 Matt McKnight (8:19), 0:2 Marcus Sommerfeld (11:09/PP1), 0:3 Matt McKnight (29:55), 0:4 Marcus Sommerfeld (34:42/PP1), 1:4 Michael Kreitl (41:24), 2:4 Markku Tähtinen (48:16), 3:4 Matti Näätänen (50:27), 3:5 Matt McKnight (53:55), 3:6 David Wrigley (56:53)
Zuschauer: 953

EC Bad Nauheim - EVL Landshut 2:6 (0:1, 1:2, 1:3)

"Das Ergebnis fiel unter dem Strich zu hoch aus, denn Bad Nauheim hat wie im ersten Spiel gut dagegen gehalten. Am Ende bin ich froh über die drei Punkte", sagte Landshuts Coach Jiri Ehrenberger nach dem 6:2-Erfolg in Bad Nauheim. Er beschrieb damit richtigerweise ein Match, in dem die Hausherren alles probierten, am Ende aber immer wieder am starken Torhüter Stewart scheiterten, während die Gäste eiskalt ihre Chancen ausnutzten. Nach dem 2:4 durch Carnevale im letzten Drittel warfen die Hausherren noch einmal alles nach vorne und wurden mit Kontertoren bestraft. Doppelt schmerzt darüber hinaus der zusätzliche Ausfall von Daniel Ketter, der im zweiten Drittel einen Schuss an den Fuß bekam und ebenso wie Chris Heid am Sonntag in Weißwasser ausfällt. Somit stehen in diesem wichtigen Spiel nur fünf Verteidiger zur Verfügung.
Tore: 0:1 Stefan Loibl (11:27), 0:2 Elia Ostwald (30:01), 1:2 Taylor Carnevale (30:57), 1:3 Stephan Daschner (35:47), 1:4 Stephan Daschner (53:39/PP1), 2:4 Taylor Carnevale (54:48), 2:5 Elia Ostwald (57:26/EN), 2:6 Stephan Kronthaler (59:29)
Zuschauer: 2.023

Starbulls Rosenheim - Dresdner Eislöwen 2:3 (0:1, 1:2, 1:0)

Nichts zu machen gegen Dresden: Auch im dritten Vergleich mit den Sachsen zog Rosenheim den Kürzeren. Petr Macholda und Sami Kaartinen brachten die Gäste mit 2:0 in Front, bevor Andrej Strakhov für die Star Bulls erfolgreich war und verkürzte. Die Freude bei den Hausherren war jedoch nicht von Dauer, denn keine drei Minuten später stellten die Eislöwen den alten Abstand wieder her. Shawn Wellers Tor zum 2:3 20 Sekunden vor dem Ende kam zu spät, um den Sieg Dresdens noch einmal zu gefährden.
Tore: 0:1 Petr Macholda (13:59/PP1), 0:2 Sami Kaartinen (23:02), 1:2 Andrej Strakhov (27:28/PP1, EA), 1:3 Marius Garten (30:09/PP1), 2:3 Shawn Weller (59:40/PP1)
Zuschauer: 1.885

Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)

Nach einem ausgeglichenem Anfangsdrittel mit Chancen auf beiden Seiten, begannen die Falken den zweiten Abschnitt mit mehr Zug zum Tor. Nach nur 42 Sekunden und einer schönen Kombination über Sachar Blank und Frantisek Mrazek überwand Letzterer Jonathan Boutin im Tor der Füchse. Weitere Tore sollten allerdings trotz guter Möglichkeiten zunächst nicht mehr fallen. Den Schlussabschnitt dominierten zwar die Lausitzer, doch die Falken schafften es durch cleveres Verteidigen und gelegentlichen Nadelstichen der Vorsprung zu halten. Erst als Weißwasser zwei Minuten vor Spielende den Torhüter vom Eis nahm, kamen die Käthchenstädter zum entscheidenden 2:0. P.J. Fenton gewann den Puck im eigenen Drittel und bediente Adriano Carciola, der von Höhe Mittellinie ins leere Tor traf. Für die Falken war es der erste Shutout dieser Saison, den sich der junge Philip Lehr im Tor der Falken redlich verdient hat.
Tore: 1:0 Frantisek Mrazek (20:42), 2:0 Adriano Carciola (58:44/EN)
Zuschauer: 1.128

Ravensburg Towerstars - Fischtown Pinguins 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 0:0, 1:0) SO

Das Spiel war trotz der Gästeführung kurz vor Ende des ersten Abschnitts weitgehend ausgeglichen, richtig Dampf kam in die Begegnung, als Bremerhavens Martin Walter wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge eine Große Strafe kassierte und es auf Gäste-Seite weitere Strafzeiten hagelte. Die Towerstars nutzten dies prompt aus und konnten jeweils im Powerplay das Spiel drehen. Nach dem etwas überraschenden Ausgleich zum 2:2 durch Pinguins Stürmer Dejdar sollten wieder die Emotionen das Spiel prägen, weitere Treffer wollten aber weder im weiteren Verlauf des Schlussdrittels, noch in der fälligen Verlängerung fallen. Im Penaltyschießen waren dann Towerstars Torhüter Matthias Nemec mit allen drei gehaltenen Penaltys sowie Radek Krestan die gefeierten Helden für die Gastgeber. Krestan sorgte im letzten Anlauf für die Entscheidung.
Tore: 0:1 Jan Kopecky(17:57), 1:1 BrianMaloney (36:49/PP1), 2:1 Brian Maloney (39:44/PP2), 2.2 Marian Dejdar (42:59), 3:2 Radek Krestan (65:00/SO)
Zuschauer: 2.250

SC Riessersee - Eispiraten Crimmitschau 5:2 (2:1, 1:0, 2:1)

Der Neuzugang des SC Riessersee Jaroslav Kracik zeigte bei seiner Premiere im Olympia-Eissport-Zentrum warum er von den sportlichen Verantwortlichen geholt wurde. Mit Übersicht und Geduld in Überzahl bereitete der Tscheche gleich zwei Treffer für die Weiß-Blauen vor. Bereits in der siebten Minute schlugen die Werdenfelser im Powerplay das erste Mal zu, Kracik suchte seinen Landsmann Dibelka und fand ihn am langen Pfosten des Crimmitschauer Tores. Dibelka brauchte nur noch die Scheibe unter die Querlatte zum 1:0 lupfen. Vier Minuten vor dem Drittelende nutzte Eispirat Max Campbell einen Abpraller zum zwischenzeitlichen Ausgleich, aber nur 72 Sekunden später profitierte Riessersees Schorsch Kink ebenfalls von einem Rebound zum 2:1. Im Mittelabschnitt erhöhten die Gastgeber durch Andy Bohmbach in Überzahl auf 3:1. Eispirat Scott Pitt machte es mit seinem Anschlusstreffer rund acht Minuten vor dem Ende nochmal spannend. Knapp eine Minute vor Schluss sorgte Benedikt Kastner mit einem verdeckten Schlenzer von der blauen Linie für die Entscheidung. Nur 16 Sekunden später setzte Morten Lie noch einen Treffer zum 5:2 Endstand drauf.
Tore: 1:0 Lubor Dibelka (06:54 / PP1), 1:1 Max Campbell (16:14),
2:1 George Kink (17:26), 3:1  Andy Bohmbach (27:00 /PP1), 3:2  Scott Pitt (51:32 /PP1), 4:2 Benedikt Kastner (58:44), 5:2 Morten Lie (59:00 /ENG)
Zuschauer: 1.106

Der 25. DEL2-Spieltag im Überblick:

ESV Kaufbeuren - Bietigheim Steelers 3:6 (0:2, 0:2, 3:2)
EC Bad Nauheim - EVL Landshut 2:6 (0:1, 1:2, 1:3)
Starbulls Rosenheim - Dresdner Eislöwen 2:3 (0:1, 1:2, 1:0)
Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)
Ravensburg Towerstars - Fischtown Pinguins 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 0:0, 1:0) SO
SC Riessersee - Eispiraten Crimmitschau 5:2 (2:1, 1:0, 2:1)

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