Andreas Renz nicht mehr Co-Trainer in Schwenningen Schwenninger Wild Wings

Andreas Renz nicht mehr Co-Trainer in Schwenningen  Andreas Renz nicht mehr Co-Trainer in Schwenningen
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«Ich habe mir die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht, da mein Herz an den Wild Wings hängt. In den letzten Wochen, seit dem verlorenen Finale, habe ich mir aber intensive Gedanken über meine berufliche Zukunft gemacht und in mir ist die Entscheidung gereift, dass ich mich vorerst vom aktiven Profigeschäft zurückziehe. Meine Ausbildung zum A-Trainer werde ich auf jeden Fall zu Ende bringen. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um mich bei allen Fans und Sponsoren für die tolle Unterstützung zu bedanken. Ein ganz besonderer Dank gilt auch Stefan Mair für die erfolgreiche Zusammenarbeit, den Gesellschaftern für Ihr Vertrauen und natürlich meinem Team, das bis zur letzten Minute alles gegeben hat. Eine großes Dankeschön für eine tolle Zeit», so Andreas Renz.

Andreas Renz spielte in seiner Eishockeykarriere nur für die Kölner Haie und seinen Heimatverein, die Schwenninger Wild Wings. 892 DEL-Spiele und weitere 95 Spiele in der Eishockey Bundesliga absolvierte der Verteidiger zwischen den Jahren 1994 und 2012. Der geschäftsführende Gesellschafter Michael Werner: «Wir bedauern den Schritt von Andi Renz natürlich, weil er eine Identifikationsfigur hier in Schwenningen ist. Aber wir akzeptieren seine Entscheidung und wünschen ihm alles erdenklich Gute für seine Zukunft und danken ihm gleichzeitig für die geleistete Arbeit.»

Die Schwenninger Wild Wings stellten uns noch ein Interview mit Andreas Renz zur Verfügung:

Als Spieler hat er sich den Namen «Eisen-Renz» hart erkämpft. Durch seine Art Rückschläge von Verletzungen immer wieder wegzustecken und kein Kind von Traurigkeit zu sein durchaus der passende Name für den ehemaligen Rekord-DEL-Spieler. Seit 1994 stand Andreas Renz in seiner Karriere ununterbrochen für die Schwenninger Wild Wings und die Kölner Haie auf dem Eis, im letzten Jahr folgte der Schritt ins Traineramt als Co-Trainer in Schwenningen. Nun hat Andreas Renz eine Auszeit vom Profigeschäft angekündigt und will sich künftig anderen Aufgaben widmen. Im Interview spricht der ehemalige Kapitän der Nationalmannschaft und der Wild Wings über seine Beweggründe und seine Zukunft.

Seit 1994 bist du nun im Eishockeygeschäft tätig. Zunächst als Spieler, im letzten Jahr als Co-Trainer der Schwenninger Wild Wings. Nun gönnst du dir eine Pause vom aktiven Geschäft. Wie kam es dazu?

«Eishockey ist meine Passion und Leidenschaft und ich habe dies in fast zwanzig Jahren als Profi intensiv gelebt und gleichzeitig geliebt. Es war eine unglaublich schöne Zeit und ich möchte keinen Augenblick in all den Jahren missen. Aber es war auch eine Zeit voller Entbehrungen und in mir ist die Entscheidung gereift, mich mindestens für ein halbes Jahr aus dem aktiven Profigeschäft zurückzuziehen.»

Du hast nun beide Seiten miterlebt- die als Spieler und die als Trainer. Wo liegen für dich die größten Unterschiede?

«Als Spieler und Trainer hast du zwar mit der gleichen Materie, nämlich dem Eishockeygeschäft zu tun, dennoch sind beide Tätigkeiten unglaublich verschieden. Als Spieler konzentrierst du dich vor allem auf dein Spiel und deine Leistung und bist in deinem Team eingebettet. Als Trainer hast du das große Ganze im Blick, trägst die Verantwortung und bist Mädchen für alles: Motivator, Seelsorger, Taktiker und noch vieles mehr. Beide Tätigkeiten haben ihren Reiz.»

In deiner Karriere hast du nur für zwei Vereine gespielt: die Kölner Haie und die Schwenninger Wild Wings. Was nimmst du aus Schwenningen und was aus Köln mit?

«Wenn ich früher auf der Straße als kleiner Junge Eishockey gespielt habe, gab es für mich immer nur zwei Clubs: Schwenningen und Köln. Ich träumte einmal für mein Schwenningen als Kapitän aufzulaufen und einmal für die großen Kölner Haie zu spielen. Dass ich mir diese Kindheitsträume erfüllt habe und noch Kapitän der Nationalmannschaft war, ist für mich wie ein wahr gewordenes Märchen. Mit Köln Meister zur werden war der absolute Wahnsinn und beim Thema Meister sind wir schon beim einzigen Traum, der sich in meiner Karriere bislang noch nicht erfüllt hat: mit Schwenningen den Meisterpokal zu stemmen.»

Du hast von einer Auszeit gesprochen- wie wird diese aussehen?

«Auszeit eigentlich nur vom aktiven Profigeschäft. Ich werde auf jeden Fall meinen A-Trainerschein zu Ende machen und mich bestmöglich weiterbilden. Ich kann mir gut vorstellen verschiedene Praktika als Trainer und Manager beim Deutschen Eishockey Bund, der Deutschen Eishockey Liga oder anderen Clubs zu absolvieren. Eventuell kann dies durchaus auch im Ausland sein denn ich möchte mich in allen Bereichen weiterentwickeln und weitere Eindrücke sammeln. Darüber hinaus bin ich ja noch Geschäftsführer zweier eigener Firmen in die ich jetzt auch mehr Zeit investieren kann. Es steht also eine interessante und gleichzeitig arbeitsreiche Zeit vor mir.»


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