Andreas Pauli verlängert, U23-Viererpack unterschreibt, Tom Pauker erster NeuzugangKaderplanungen EC Bad Nauheim

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Andreas Pauli äußerte sich zu seiner Vertragsverlängerung wie folgt: "Ich fühle mich in Bad Nauheim sehr wohl. Der Club arbeitet sehr professionell und ich bekomme vom Trainer das Vertrauen in allen Spielsituationen. Das gibt mir die Chance, mich stetig weiter zu entwickeln. Die Fans und die Stimmung im Stadion sind immer toll. Es macht einfach Spaß hier - auch mit den Jungs im Team und ich werde mich im Sommer wieder top vorbereiten, um mit dem EC wieder das Bestmögliche zu erreichen."

So nimmt das EC-Team für die kommende Spielzeit 2016/17 immer weiter Konturen an. Neben den noch unter Vertrag stehenden Jan Guryca, Dusan Frosch und Vitali Aab wurde ja bereits der Vertrag von Torhüter Mikko Rämö vor einigen Wochen verlängert. Ebenso werden von der DEG weiterhin die Förderlizenzspieler Hagen Kaisler, Max Kammerer und Leon Niederberger im Aufgebot der Roten Teufel stehen, die allesamt noch Kontrakte beim DEL-Club haben. Weitere Personalien und Entscheidungen werden in den nächsten Tagen und Wochen folgen.

Nachdem in der kommenden Saison die Ü23-Stellen in der DEL2 abermals um einen Akteur reduziert werden, kommt den altersmäßig darunter liegenden Spielern natürlich ein besonderes Augenmerk zu. Umso mehr freut es die Verantwortlichen des EC Bad Nauheim, dass man zeitnah nach Ende der Spielzeit 2015/16 Vollzug in Sachen gleich mehrerer U23-Spieler vermelden und mit den Vertragsverlängerungen von Jonas Gerstung, Dominik Lascheit, Eugen Alanov (der fest von der DEG zum EC wechselt) sowie Neuzugang Tom Pauker (kommt von den Wölfen Selb aus der Oberliga) einen Viererpack diesbezüglich schnüren kann.

Verteidiger Jonas Gerstung wechselte im letzten Sommer aus Weißwasser zu den Roten Teufeln, wo er nach dem überraschenden Karriereende von Maik Blankart zunächst dessen Part übernehmen sollte. Der gebürtige Berliner fügte sich prompt bestens in das Team von Petri Kujala ein und agierte fortan in der ersten Verteidigung zunächst neben Joel Johansson und nach dessen verletzungsbedingtem Ausfall neben Heinri Laurila. Der 22-Jährige markierte drei Tore und legte für weitere neun Treffer vor. "Jonas war einer unserer letzten Spielertransfers letzten Sommer und er hat sich sehr gut ins Team eingefügt. Er war das erste Mal in seiner Karriere in einer solchen Rolle, was er sehr gut gelöst hat, zudem hat er noch mehr Potential, was er nächste Saison abrufen wird", sagt Petri Kujala über den Rechtsschützen.

Dominik Lascheit wechselte vom Oberligisten Duisburg in die Kurstadt, wo es allerdings von Anfang an klar war, dass er beim Kooperationspartner Neuwied einiges an Eiszeiten bekommen würde, um sich so langsam an die DEL2 heran zu tasten. Dies funktionierte bestens, denn bei den Bären blieb Lascheit im Spielrhythmus, so dass er bei den Roten Teufeln stets einsatzfähig war, wenn er gebraucht wurde. In der kommenden Saison soll "Laschi" nun ein fester Bestandteil der Mannschaft werden. "Dominik war als Perspektivtransfer letztes Jahr verpflichtet worden. Eigentlich war er mehr für Spiele in Neuwied gedacht, hat sich aber überraschend gut gezeigt und viel bei uns gespielt. Er ist Jahrgang '95 und somit noch enorm entwicklungsfähig. Er hat sehr gute Anlagen und wir werden daran arbeiten, den nächsten Schritt mit ihm zu machen", freut sich Petri Kujala über die weitere Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Nachwuchsspieler der Eisbären Berlin.

Nummer drei im Bunde ist Eugen Alanov. Mit einer Förderlizenz der Düsseldorfer EG ausgestattet gewesen verstärkte der junge Angreifer ab der zweiten Saisonhälfte permanent den Sturm der Roten Teufel. Alanov spielte sich aufgrund seiner Fertigkeiten sogar im zweiten Angriff fest, wo er lange Zeit mit Vitalij Aab ein kongeniales Duo auf das Eis brachte. In der kommenden Spielzeit wird Eugen Alanov fester Spieler der Roten Teufel sein, um sein Punktekonto von elf Zählern (zwei Tore, neun Assists) im Dress der Kurstädter weiter auszubauen. "Eugen war eine der positiven Überraschungen der Saison und ich freue mich, dass wir von Anfang an mit ihm arbeiten und planen können. Das wird ihm sicherlich gut tun. Er ist läuferisch und technisch sehr begabt und hat auch taktisch einen guten Schritt in diesem Jahr nach vorne gemacht", sagt Petri Kujala über den Deutsch-Russen.

Neu im Team ist Stürmer Tom Pauker. Der gebürtige Selber wagt nach zwei Jahren als Stammspieler in der Oberliga nun den Schritt in die DEL2, nachdem er in der abgelaufenen Spielzeit für die Wölfe in 37 Spielen neun Tore und zwölf Vorlagen markieren konnte. Pauker ist mit 1,90 Meter ein groß gewachsener Angreifer und als Rechtsschütze ein sehr interessanter Akteur für die Roten Teufel. Der im Juni 22 Jahre alt werdende Angreifer gilt als sehr laufstarker Spieler, der nun eine Liga höher den Durchbruch schaffen will. "Tom ist ein geradliniger Stürmer und gilt als harter Arbeiter mit Zug zum Tor, der sich in der DEL2 beweisen will. Seine Verpflichtung setzt unseren Weg fort, mit jungen Leuten zu arbeiten, die ihre Karriere noch vor sich haben", so Petri Kujala.

Generell sagen Petri Kujala und Andreas Ortwein unisono: "Wir sind bemüht, den Kern des Teams zusammen zu halten und punktuell weiter zur verjüngen bzw. eben gezielt zu ergänzen. In wie weit uns das gelingen wird, hängt von vielen Faktoren ab, denn eine erfolgreiche Saison weckt natürlich auch Begehrlichkeiten bei anderen DEL2- oder DEL-Clubs. Aber auch wir schauen bereits seit mehreren Monaten gemeinsam über den Markt." Lassen wir uns also alle überraschen, wie die Kaderplanungen in den nächsten Wochen weiter voran schreiten.