„An jedem Abend geht es bei null los“Löwen Frankfurt: Mike Fischer und Kevin Maginot im Doppelinterview

Mike Fischer und Kevin Maginot (von rechts). (Foto: dpa/picture alliance)Mike Fischer und Kevin Maginot (von rechts). (Foto: dpa/picture alliance)
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Mit 7:4 gewann Frankfurt und damit die Serie, in welcher die höchste Niederlage sogar die Löwen kassierten, als sie in einem schwachen Auswärtsspiel 1:5 im Sahnpark unterlagen. Doch das zählt nicht mehr, genau wie einzelne Ergebnisse in Play-offs wertlos sind: Matti Tiilikainens Mannschaft hat die Serie für sich entschieden, mal souveräner, mal weniger souverän – wozu Löwen-Stürmer Mike Fischer und Abwehrrecke Kevin Maginot nach dem Spiel Rede und Antwort gegenüber Hockeyweb standen.

Glückwunsch zum Sieg. Salopp gefragt: Wie fühlt es sich an, wenn zwei Mannheimer in Frankfurt Erfolg haben?

Kevin Maginot: „Heilbronner und Mannheimer! Mike ist Heilbronner, ich bin aus Mannheim. So viel Zeit muss sein. Es ist ein geiles Gefühl, es war der Schritt in die richtige Richtung. Wir wollen die Saison so lange wie möglich bestreiten. Umso schöner ist es, das zu zweit als ehemalige Jungadler zu tun.“

Mike Fischer: „Starke Teamleistung heute. Jeder hat für den anderen gekämpft, wir sind als Team weitergekommen und so soll es auch weitergehen.“

Für Fans gab es womöglich zwei Seiten zu sehen: Crimmitschau stand vor einem Do-or-die-Game oder haben sich die Löwen einfach schwergetan?

Mike Fischer: „Crimmitschau ist eine starke Mannschaft, was sie auch über die fünf Spiele gezeigt haben. Jedes Spiel war ein hartes Spiel, so auch heute.“

Kevin Maginot: „Das kann ich bestätigen, so ist es mit jedem Team in den Play-offs. Es gibt immer einen Grund, warum das Team in den Play-offs ist. Wer dachte, dass wir da einfach jedes Spiel durchlaufen, irrt sich. Das ist nie so, denn jeder will weiterkommen. Natürlich kommen Sweeps vor, aber das ist ja nicht der Normalfall. Die Niederlage hat gut gezeigt, dass es jeden Abend bei null losgeht und dass man 60 Minuten spielen muss.“

Im Hinblick auf die kommenden Gegner aus Dresden, Kaufbeuren oder der Lausitz lassen sich Mannschaften mit durchaus gutem Forechecking erahnen, wie es auch die Eispiraten waren. Wie wollen Sie dem im weiteren Verlauf der Play-offs entgegentreten?

Kevin Maginot: „Es ist völlig egal, wer da jetzt kommt. Wir kriegen jetzt zwei Tage frei und bereiten uns dann aufs Halbfinale vor. Wir schauen uns natürlich auch alles an. Vielleicht passen wir unser Spiel dem Gegner auch etwas an, aber es wird eher darauf ankommen, dass wir unser Spiel durchziehen.“

Mike Fischer: „Wir stehen ja nicht ohne Grund im Halbfinale. Dort ist jedes Team stark. Wir wollen da weitermachen, wo wir aufgehört haben.“

Für Sie, Mike, sind es die ersten Profi-Play-offs. Sind Sie zufrieden mit Ihrer Eiszeit und Ihrem Spiel?

Mike Fischer: „Als vierte Reihe kriegt man ja nicht so viel Eiszeit wie die ersten drei, das ist normal. Dennoch macht sich gerade diese wirklich gut. Wir machen unseren Job, versuchen unseren Job zu machen.“

Auffällig war ja, dass Ihre Reihe mehrmals gegen Crimmitschaus Top-Reihe gespielt hat. Trotz des Gegentores heute Abend erschienen Sie im Laufe des Spiels dann deutlich stabilisiert. Was ist in solchen Momenten gegen diese Reihen wichtig?

Mike Fischer: „Einfach spielen, Schüsse blocken und jeden Check zu Ende fahren. Gegen die erste Reihe mit ihren Top-Spielern kann man nicht groß glänzen, da müssen wir als junge Spieler, die noch viel lernen müssen, einfach Dinge machen.“

Kevin Maginot: „Ich würde sagen, dass es etwas untertrieben ist, dass die vierte Reihe in Ordnung gespielt hat. Teilweise hat sie uns sogar den Arsch gerettet, indem sie Strafen gezogen haben, was am Gegner zehrt, auf deren Kondition geht und diesen nervt. In keinem anderen Team ist unsere vierte Reihe eine vierte Reihe, sondern kann mit jedem Team mitspielen. Die machen immer Druck, fahren jeden Check zu Ende.“

Die Unterzahlquote war in der Hauptrunde weniger bestechend, seit den Play-offs jedoch deutlich besser bei bisher sehr wenigen Gegentoren in Unterzahl. Was machen Sie anders, eventuell auch taktisch anders?

Kevin Maginot: „Das hat auch einfach damit zu tun, dass jeder im System drin ist und feste Unterzahl-Reihen und -Paare haben. Jeder weiß, wo der andere hingeht und reden viel. Keiner ist sich zu schade, einen Schuss zu blocken oder zu checken. Man sieht momentan enorm, dass es gut greift.“

Mike Fischer: „Viel muss man da nicht ergänzen. Wir spielen es taktisch sehr gut und analysieren den Gegner.“

Wenige Tage zurücklehnen können sich die Frankfurter Löwen als Verdienst ihres 4:1-Seriensieges nun, warten sie doch auf ihren Gegner, der Dresdner Eislöwen, ESV Kaufbeuren oder Lausitzer Füchse heißen wird und am Mittwochabend, am 3. April, erstmals für DEL 2-Play-offs in Frankfurt zu Gast sein wird.


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