Am Ende kommt die abgezocktere Mannschaft weiter Starbulls Rosenheim

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Dreimal 3:2 nach Verlängerung und einmal 3:4 verloren, die Serie war weitaus enger, als der Bremerhavener Sweep vermuten lässt. Pinguins-Trainer Michael Stewart brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: “Rosenheim hat uns alles abverlangt. Die Starbulls waren besser als das 4:0.”

Ein schwacher Trost für Rosenheim-Coach Franz Steer. “Der Knackpunkt war der 2:3 Anschlusstreffer.”

Die Starbulls waren in der achten Minute in Rückstand greaten, kamen aber umso besser zurück ins Spiel. Micky Rohner machte in der zwölften Minute den Ausgleich, Mario Trabucco traf in der 16. Minute zur Führung. Und die Starbulls legten weiter nach. In der 23. Minute feuerte Stephen Schultz die Scheibe zur 3:1 Führung ins Bremerhavener Netz.

Wieder ein Zwei-Tore-Vorsprung, aber wie schon in Spiel drei konnte er nicht gehalten werden. Neun Sekunden vor Ende des zweiten Drittels traf Brendan Cook, der einen Hattrick erzielte, zum 2:3 Anschlusstreffer.

Bremerhaven kam daraufhin mit mehr Elan aus der Kabine und setzte die Starbulls massiv unter Druck. Der 3:3 Ausgleich war dann sowas wie der Todesstoß, auch aufgrund seiner Entstehungsgeschichte. Max Renner kassierte eine Zweiminutenstrafe und Bremerhaven brachte in Überzahl den Puck ins Rosenheimer Drittel. Während die 2607 Zuschauer eine Abseitsposition sahen, blieb der Schiedsrichterarm unten und drei Sekunden später zappelte die Scheibe im Rosenheimer Kasten. Ein Nackenschlag für die Starbulls.

Von da an spielten die Pinguins ihre ganze Routine ab, gingen auf den Körper, checkten konsequent vor und zogen so den Starbulls den Zahn.

Da spielte es dann auch keine Rolle mehr, dass beide Mannschaften jeweils einen Penalty vergaben. Dass beide Mannschaften Mitte des zweiten Drittels Chancen im Minutentakt hatten. Dass Steer Goalie Timo Herden 1:39 Minuten vor Ende aus dem Tor nahm und Rosenheim mit sechs Feldspielern abermals zwei gute Chancen hatte.

Am Ende kam die abgezocktere Mannschaft weiter. Nicht unbedingt die bessere, denn die ganze Serie war auf Augenhöhe. Bremerhaven nutzte aber seine gesamte Erfahrung und hatte schlussendlich den längeren Atem.

Jetzt geht es für Steer in die Sommerpause, die gar keine ist. Dauertelefonate, die Internetleitung glüht und Spieler werden auf Statistiken und vor allem Charakter ausgecheckt. “Ich hab schon meine Vorstellung, wer bleiben soll und wer nicht, dazu kann ich jetzt aber noch nichts sagen”, meint Steer.

Ein Problem wird die Ü-23 Regelung werden, da muss sich Steer etwas einfallen lassen. Und bereits jetzt nach Kontingentspielern Ausschau zu halten, wird er zwar tun, allein eine Verpflichtung erscheint zum jetzigen Zeitpunkt schwierig. “Die sondieren den Markt, da kommen jetzt Angebote, bei denen ich nicht mithalten kann. Da müssen wir warten.”

Es ist Zeit bis Ende August, vielleicht sogar etwas länger. Zeit, die viel Arbeit für die Starbulls und Franz Steer bedeutet.