Am Ende geht den Rot-Gelben in Heilbronn die Puste ausESV Kaufbeuren

Am Ende geht den Rot-Gelben in Heilbronn die Puste ausAm Ende geht den Rot-Gelben in Heilbronn die Puste aus
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Mit ohnehin nur vier Defensivkräften und einer frühen großen Strafe für Verteidiger Mathias Müller ging dem ohnehin schon kleinen Kader mehr und mehr die Puste aus. Aus dem übergroßen Lazarett meldete sich immerhin Gregor Stein wieder einsatzbereit. Zudem gaben Neuzugang Jordan Knackstedt und Rückkehrer Daniel Oppolzer ihr Debüt. Dafür stellte Kooperationspartner Straubing Tigers lediglich Mathias Müller zur Verfügung, während Max Schmidle kurzfristig ausfiel.

Nicht einmal zehn Sekunden nach dem Eröffnungsbully musste der an diesem Treffer schuldlose Torhüter Ahlqvist bereits das erste Mal hinter sich greifen. Vorausgegangen war ein Scheibenverlust der Joker an der eigenen blauen Linie, den Marcel Kurth eiskalt ausnutzte. Doch der Schock auf Seiten der Gäste hielt nicht lang an. Ein paar Minuten später waren die Joker wieder im Spiel und konnten sich aussichtsreiche Chancen heraus spielen. Ausgerechnet als die Kaufbeurer nach einer Hinausstellung von Gregor Stein in Unterzahl waren, ergaben sich die größten Möglichkeiten. Zunächst vergaben Daniel Oppolzer und Daniel Menge einen Konter bei einer zwei gegen eins Situation, doch wenige Sekunden später machte es Michael Kreitl besser. Nachdem er den Puck an der eigenen blauen Linie abgefangen hatte, verlud er nach einem Lauf über die halbe Eisfläche auch noch sehenswert Torhüter Scola zum 1:1 Ausgleich. Wenige Sekunden später hatten die Joker – immer noch mit einem Mann weniger – sogar die Chance auf die Führung, als Neuzugang Jordan Knackstedt zuerst zwei Gegenspieler stehen ließ, aber dann doch an Scola scheiterte. Die größte Chance auf den Führungstreffer bot sich den Jokern, als zwei Falken gleichzeitig auf die Strafbank mussten. Während Daniel Oppolzer in aussichtsreicher Position an Torhüter Scola scheiterte, visierte Daniel Menge lediglich das Torgestänge an. Auf der Gegenseite dagegen bewahrte Aleksis Ahlqvist sein Team vor einem erneuten Rückstand, als er gegen den direkt von der Strafbank kommenden Riley Armstrong stark parierte. Doch bis zur ersten Pausensirene spielte sich das Geschehen mehrheitlich im Drittel der Gastgeber ab. Leider brachten die guten Möglichkeiten von Tim Richter und erneut Michael Kreitl nichts Zählbares auf der Anzeigetafel ein. Nach einer fünf Minuten plus Spieldauerstrafe gegen Mathias Müller wurde die ohnehin schon dünne Kaufbeurer Defensive noch weiter reduziert. Für ihn rückte erneut Florian Thomas in die Verteidigung, um zumindest nominell mit vier Defensivkräften agieren zu können, während sich Oppolzer und Kreitl als Center in der dritten Reihe abwechselten. Mit viel Einsatz und einer konzentrierten Defensivleistung überstanden die Joker diese große Strafzeit, die auch noch ins Mitteldrittel reichte, ohne Gegentreffer.

Kaum waren die Joker wieder komplett, sorgte erneut Michael Kreitl für die erstmalige Führung, als er per Abstauber zum 1:2 verwandelte. Doch ausgerechnet dieser Treffer gab wiederum den Gastgebern auftrieb, die mit wütenden Angriffen antworteten. Leider hielt die Kaufbeurer Führung nur zweieinhalb Minuten, bis Sergej Janzen im Nachschuss zum Ausgleich traf. Bei den Jokern machte sich langsam aber sicher die fehlende Kraft aufgrund des dezimierten Kaders bemerkbar. So hatte sich der 3:2 Führungstreffer durch Grant Toulmin in einer Powerplaysituation bereits vorher angedeutet. Zwei Powerplaysituationen hätten in der Folge für die glücklosen Joker durchaus auch den Ausgleich bringen können.

Als den Falken im letzten Abschnitt durch Kevin Maginot der vierte Treffer gelang, war so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Konnte man in den ersten beiden Dritteln noch von einem ausgeglichenen Spiel sprechen, so schraubten die Gastgeber in regelmäßigen Abständen das Ergebnis gegen eine tapfer kämpfende Jokertruppe, deren Kräfte mehr und mehr nachließen, immer weiter in die Höhe. Lennart Pausch, kaum von der Strafbank zurück, erneut Grant Toulmin, Dustin Cameron und Sergej Janzen in der Schlussminute sorgten für den 8:2 Endstand.


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