Alles wie gehabt gegen WeisswasserStarbulls Rosenheim

Foto: L. SchirmerFoto: L. Schirmer
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Damit nahmen die Lausitzer erfolgreich Revanche für die Niederlage im ersten Spiel und drehten mit vier Treffern in Folge den Spieß kurzerhand um. 1973 Zuschauer verließen erstmals in dieser Saison ziemlich verärgert das Rosenheimer Kathreinstadion. Mit dieser erneuten Heimniederlage verabschieden sich die Starbulls vorerst einmal aus der Spitzengruppe und belegen jetzt den fünften Tabellenplatz in der DEL2.
Wer dabei aber das erste Drittel verfolgt hat, wäre nie auf die Idee gekommen, dass die Starbulls das Eis als Verlierer verlassen würden. Zu dominant agierten die Gastgeber und zeigten sich in allen Belangen überlegen. Gleich das erste Überzahlspiel wusste Robin Weihager zum Führungstreffer zu nutzen, ehe dann in der zehnten Minute der wieder Genesene Shawn Weller die unsortiert wirkende Abwehr der Gäste düpierte und die Scheibe aus rechter Position über die Linie brachte. Auch in der Folge erspielten sich die Hausherren zahlreiche gute Einschussgelegenheiten, die aber allesamt nicht genutzt werden konnten. Dies sollte sich noch rächen.
Im zweiten Drittel dann ein klarer Bruch im Spiel der Starbulls. Einige Spieler nahmen sich jetzt merklich zurück und nahmen das Tempo aus dem Spiel. Dies machte es in der Folge den Gästen leichter ihr Spiel durchzudrücken. Die Wende im Spiel begann just in eigener Überzahl. Beppo Frank musste wegen Stockschlag in die Kühlbox, was nach Ablauf der Strafe für Weisswassers Dany Pyka noch wenige Sekunden Überzahl für die Gäste bedeutete. Eben dieser Pyka setzte einen satten Schlagschuss von der blauen Linie zum 1:2 Anschlusstreffer in die Maschen. Im selben Maße wie Rosenheim jetzt abbaute gewannen die Sachsen an Selbstvertrauen. Vier Minuten später dann der Ausgleich. Gewusel vor dem Rosenheimer Tor und Sean Fischer konnte erfolgreich für sein Team abfälschen. Gleiches Muster ging dem dritten Gästetor voraus. Erneut agierten die Starbulls Verteidiger viel zu inkonsequent vor dem eigenen Tor, wieder wurde eine Scheibe einfach in den Slot gespielt und dieses Mal konnte Lukas Pozivil diesen Umstand zur Gästeführung für sich nutzen. Keine sechs Minuten hatten die Gäste gebraucht um das Spiel zu drehen. Jetzt gab es regelrechte Auflösungserscheinungen in der Rosenheimer Hintermannschaft und die Gäste hätten gut und gerne noch nachlegen können, wenn nicht sogar müssen. Einige Male war SBR- Goali Pasi Häkkinen bereits geschlagen, aber den Ostdeutschen gelang es in dieser Phase nicht das z.T. leere Tor zu treffen.
Wer jetzt dachte, dass das Spiel der Heimmannschaft im Schlussabschnitt besser werden würde, der wurde eines Besseren belehrt. Zwar stimmte jetzt die Einsatzbereitschaft, aber die Fehlerquote war nach wie vor viel zu hoch. Keine vier Minuten nach Anpfiff dann der nächste Rückschlag für die Gastgeber. Sebastian Klenner nahm ein Geschenk der indisponierten Rosenheimer Verteidigung an und erhöhte auf 2:4 für die Gäste. Erste Unmutsbekundungen wurden jetzt auf der Tribüne laut. Zwar kamen die Starbulls noch zum 3:4 Anschlusstreffer durch Weihagers zweites Tor an diesem Abend, der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen.
In der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Gästecoach Dirk Rohrbach natürlich sehr zufrieden mit dem Resultat. Seine Mannschaft hätte die Fehler des ersten Drittels abgestellt und konsequent gearbeitet. Mit Fortgang der Partie hätte sein Team immer mehr an Selbstvertrauen gewonnen. Anders fiel das Fazit natürlich von Franz Steer aus. Der nahm kein Blatt vor dem Mund und attestierte, dass sein Team nach dem ersten Drittel mit  Eishockey spielen aufgehört hätte. Der Wille sei zwar da gewesen aber das Momentum hätte nicht für seine Mannschaft gesprochen.

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Sonntag 26.01.2020
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