Advent,Advent…in Bremerhaven brennt der Baum

Höchstadt  "Alligators" ohne Chance in BremerhavenHöchstadt "Alligators" ohne Chance in Bremerhaven
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Es ist einfach nur noch zum Haare raufen. Die Fans sind

sauer, begannen erst nach 15 gespielten Minuten Stimmung zu machen, doch die

Spieler schien diese Trotzreaktion wenig zu interessieren.

„Steh auf, wenn du am Boden bist“ spielte der Stadion-DJ vor

dem Eröffnungsbully. Jeder Eishockeyfan in der Seestadt weiß, dass es dieses

Jahr ganz düster aussieht. Der REV scheint derzeit eine Art Kopie des FC

„Hollywood“, denn nicht nur Pleiten auf dem Eis, sondern auch böse Gerüchte

machen derzeit die Runde im Stadion am Kaisen-Platz: Marvin Tepper soll aus dem

Kader geworfen sein und in der Tat, er stand am Abend nicht auf dem Eis.

Team-Manager Prey fand dafür eine simple Antwort:“Wir hatten heute

Unterstützung aus Hannover und der Trainer hat Marvin gesagt, dass er heute

nicht spielen bräuchte.“ Wenig Glauben schenkten die Fans dieser Aussage und

hämischen Applaus gab es, nachdem gefragt wurde, ob es richtig wäre, dass sich

in der letzten Nacht Bremerhavener Eishockeyprofis in einer bekannten Disko

aufgehalten hätten.  Prey konnte nur ein

„Da war ich schon im Bett“ auf diese Frage liefern.

Tiefer kann der REV zumindest tabellarisch nicht sinken,

doch spielerisch geht es.

Nachdem 0:5 im letzten Drittel am Freitag gegen Landsberg

bekamen die Pinguins schon wieder früh ein Gegentor. Vit traf in Überzahl für

die Bayern, nachdem acht Minuten gespielt waren. Applaus dazu lieferte das

heimische Publikum. Doch dann kam ein kurzes Aufbäumen der Hausherren und Regensburgs

Goalie Couture konnte zunächst den Ausgleich mit einer Glanztat verhinder, doch

Sekunden später saß er auf seinem Hintern und musste das 1:1 durch Clair

hinnehmen(10.). Bis kurz vor Schluss gab es dann nichts nennenswertes, doch

Jason Miller traf freistehend aus dem Slot, 18 Sekunden bevor das Drittel

endete.

Die Fischtown Pinguins gerieten dann nach kurzer Zeit im

zweiten Drittel in Unterzahl und die Eisbären zeigten den Bremerhavenern wieder

mal, was ihnen fehlt um aus dem Keller heraus zu kommen. Rawlyk besorgte in der

30. Minute die erneute Führung. Holzmann hätte dann den Anschlusstreffer

erzielen können, doch irgendwie brachte der junge Stürmer es fertig, den Puck

nicht ins Tor zu bugsieren. Von Pfiffen begleitet gingen die Pinguine gesenkte

Hauptes in die Kabine – jämmerlich!

Bessere wurde es nun nicht, da halfen weder die Förderlizenzspieler

aus Hannover, noch die um zwei Mann dezimierte Mannschaft der Eisbären, das

Spiel wurde nicht besser und der REV kann kein vernünftiges Powerplay aufziehen.

Dennoch gelang aber Lambert der Anschluss in Überzahl(45.), doch das war nur

ein Tropfen auf den heißen Stein. Der REV wurde besser, wenn auch nicht

spürbar, aber sie erarbeiteten sich Chancen – die Tore schoss dafür Regensburg.

Miller und Hackert setzten den 2:5 Schlusspunkt in einem mit 1200 Zuschauern

sehr schlecht besuchten Spiel. (PhiJo)