Abschied von der Peter-Freisl-Straße - Eispiraten kommen

Heimpleite gegen BietigheimHeimpleite gegen Bietigheim
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Altehrwürdig wird er genannt, der Wellblechpalast an der Tölzer Peter-Freisl-Straße. Nun hat er ausgedient - für immer. Knapp 70 Jahre war das Stadion Heimat des Eissports in Bad Tölz. Von Natureishockey (vor 1952) über Meister- und Vizemeisterschaften, von Auf- und Abstiegen bis hin zu großen Legenden hat der Eispalast alles geboten. Die Zeichen der Zeit sind aber auch im Isarwinkel angekommen, und so ist der Eisclub Bad Tölz und seine erste Mannschaft, die Tölzer Löwen, nunmehr in der nagelneuen Hacker-Pschorr-Arena beheimatet. Eine Mischung aus Vorfreude und Wehmut beschleicht die meisten der langjährigen Hockeybesucher in der Kurstadt. Zum definitiv letzten Spiel in der alten Arena kommen die Eispiraten aus Crimmitschau nach Bad Tölz. Eigentlich ein gern gesehener Gast, lassen die Westsachsen doch in schöner Regelmäßigkeit die Punkte hier. Damit dies erneut der Fall sein wird, bedarf es eines ähnlichen Kraftaktes wie zuletzt gegen die Steelers aus Bietigheim. Denn während der Gegner nahezu aus dem Vollen schöpfen kann, lichtet sich das Lazarett bei den Gelb-Schwarzen nur sehr langsam. Mit Trevor Demmans und Derek Mayer wird mit Sicherheit die erste Verteidigung ein weiteres Mal ausfallen. Möglich aber, dass es bei Kapitän Leitner (Oberschenkel) und dem jungen Beppo Frank (Schulterprellung) reichen könnte. Florian Zeller ist nach seiner Influenza auch wieder ins Training eingestiegen. Somit ist wiederholt der Einsatz von Nachwuchskräften aus der DNL zu vermuten. Dass die jungen Burschen ihren Mann stehen, haben Vogt, Schönberger, Baindl & Co bereits nachhaltig belegt. Einen Erfolg können die Löwen indes bereits vor der Begegnung am Freitag verzeichnen. Mit Patrick Couture, bereits acht Mal zum besten Spieler seiner Mannschaft gewählt, steht ein Schlüsselspieler kurz vor der Verlängerung seines Vertrags. Möglicherweise auch ein Zeichen für andere Leistungsträger, weiterhin ihre Schlittschuhe für den Traditionsverein zu schnüren.

Der Gegner vom Sonntag, die Kaufbeurer Buron Joker, haben mit ähnlichen Verletzungssorgen zu kämpfen wie die Löwen. Mit Simon, Timoschuk, Waginger und Schweiger fallen vier wichtige Spieler langfristig aus. Ein möglicher Grund, warum die Punktausbeute bei den Allgäuern in den letzten Wochen merklich zurückging. Ungeachtet dessen verfügt die Mannschaft von Sergej Svetlov mit Bud Smith, Erwin Masek und Patrick Yetmann über eine Reihe, die ein Spiel an einem guten Tag völlig alleine entscheiden kann. (orab)