"Ab dem zweiten Drittel haben wir konzentriert gespielt"EC Bad Nauheim gewinnt 5:4 n.P. in Rosenheim

Lesedauer: ca. 4 Minuten

Tolles Spiel heute Abend und endlich die Belohnung für den Einsatz und die Spielfreude der Roten Teufel vom EC Bad Nauheim beim heutigen 5:4 (1:2, 2:1, 1:1)-Auswärtssieg nach Penaltyschießen bei den Starbulls aus Rosenheim, die bislang daheim ungeschlagen waren und somit die erste Heimniederlage hinnehmen müssen. "Ich bin sehr zufrieden mit den Punkten am Wochenende, auch wenn es ärgerlich ist, dass wir kurz vor Schluss wieder den Ausgleich kassierten. Ich freue mich aber auch für Mikko Rämö, dass er heute die Penalties hielt und uns zwei Punkte bescherte", so EC-Coach Petri Kujala nach dem interessanten und aufregenden Spiel bei den Starbulls.

Die Gäste traten mit exakt denselben Reihen wie am Freitag beim 4:5 n.P: gegen Ravensburg an, die von der ersten Sekunde mit merklich Druck auf den Gegner agieren wollten. Durch eine frühe Strafzeit gegen Johansson von Hauptschiedsrichter Ralph Bidoul zurückgepfiffen, übernahmen aber die Starbulls das Geschehen und hatten durch Christian Neuert in der 3. Minute ihre erste Großchance, die Mikko Rämö mit einem tollen und wichtigen Save zunichte machte. Gerade wieder komplett, da spielte Johansson von der Strafbank kommend das Hartgummi auf Dustin Cameron, der Lukas Steinhauer im SBR-Tor mit einem satten Handgelenkschuss keine Abwehrchance ließ: 1:0 für die Roten Teufel (3.). Die Bayern ware nur kurz geschockt, profitierten beim 1:1 durch Stefan Loibl in der 6. Spielminute allerdings von einem kapitalen Fehler Hagen Kaislers, der den SBR-Stürmer ungehindert an sich vorbei ließ, so dass freie Schussbahn auf Rämö vorhanden war. Rosenheim war - beflügelt durch diesen Treffer - nun das aktivere Team und kam zu weiteren Chancen - auch aufgrund zweier weiterer Strafzeiten gegen die Hessen: MacLeod (9.) sowie Maxi Renner (18.) scheiterten aber am starken Mikko Rämö. Keine Chance hatte der Finne jedoch in der 14. Minute, als erneut Wade MacLeod nach Pass des letztjährigen Teufels Dominik Daxlberger plötzlich ganz frei vor ihm auftauchte und die Scheibe zur 2:1-Pausenführung unter die Latte setzte. Die Kurstädter waren zwar engagiert und bemüht, Rosenheim stand aber gut in der Defensive und ließ neben dem Treffer nur einen weiteren, wirklich gefährlichen Schuss von Vitalij Aab zu (17.), den Steinhauer parieren konnte.

Im Mittelabschnitt machten es die Kurstädter wesentlich besser: es war nun deutlich mehr Zug zum Tor erkennbar und es wurde der schnellere Abschluss gesucht. Rosenheim kam so gut wie gar nicht mehr ins Spiel, während die Roten Teufel vor allem in Überzahl durch Aab, Helms, Frosch und Cameron zu aussichtsreichen Chancen kamen. Doch entweder war Steinhauer zur Stelle oder der Winkel einfach nicht gut genug. Es dauerte bis zur 29. Minute, ehe die Starbulls ihren ersten Torschuss im zweiten Abschnitt hatten, was die Spielanteile deutlich widerspiegelte. Der Treffer für die Hessen lag in der Luft, Dineens Schuss war in der 30. Minute nach einem schnellen Spielzug gar bereits im Tor, doch der Treffer wurde aufgrund des angeblich zuvor verschobenen Gehäuses nicht gegeben. Der Ausgleich sollte dennoch fallen: im Powerplay stand Vitalij Aab goldrichtig und traf mit einem platzierten Handgelenkschuss zum völlig verdienten 2:2-Ausgleich (32.). Die Gäste marschierten weiter nach vorne und kamen durch Dineen (33.) und Helms (38.) zu guten Gelegenheiten auf die Führung, Steinhauer hatte hierbei jeweils die Möglichkeit, sich - wie sein Gegenüber zuvor im ersten Abschnitt - auszuzeichnen. Mitten in diese sehr gute Drangphase der Hessen hinein fiel die erneute (und überraschende) Rosenheimer Führung: Neuert zog einfach mal von rechts mit einem satten Schlagschuss ab, bei dem Rämö keine Abwehrchance hatte (39.). Es dauerte aber nur weitere 22 Sekunden, da legte Dineen auf Dustin Cameron mit einem Querpass auf, der mit seinem zweiten Treffer des Abends den mehr als verdienten 3:3-Pausenstand in einem schnellen und sehr guten DEL2-Spiel herstellte.

Die Gäste knüpften im letzten Drittel dort an, wo sie nach 40 Minuten aufgehört hatten. Dineen (44.) und Aab (45.) hatten bereits den Führungstreffer auf dem Schläger. Als die Hausherren in der 49. Minute in Unterzahl agierten, war es schließlich Dusan Frosch, der die verdiente Bad Nauheimer Führung herstellte. Rosenheim musste nun aufmachen und mehr nach vorne tun, was die Roten Teufel durch einen Konter von Helms fast zur Entscheidung hätten nutzen können (53.). Es war jedoch eine unnötige Strafzeit gegen Bad Nauheims Gerstung, der sich von seinem Widersacher provozieren ließ, was den Bayern ihrerseits im Powerplay den 4:4-Ausgleich durch MacLeod ermöglichte (58.). Es ging schließlich in die Overtime, in der die Bayern zunächst das aktivere Team waren, die Roten Teufel durch Pauli fünf Sekunden vor Ende jedoch die größte Chance auf dem Schläger hatten. Das Penaltyschießen musste schließlich die Entscheidung bringen und in diesem traf Dusan Frosch gleich zwei Mal, während nach vier Durchgängen bei Rosenheim nur Stretch erfolgreich war und Rämö alle drei folgenden Penalties zum doppelten Punktgewinn parierte.

"Im ersten Abschnitt waren wir nicht gut im Spiel und meine Verteidiger schienen ein wenig hüftsteif zu sein, so dass wir mit dem 2:1 gut bedient waren. Ab dem zweiten Drittel waren wir aber wesentlich konzentrierter, auch wenn die Strafzeiten uns ein wenig den Fluss genommen haben. Wenn mir jemand vor diesem Wochenende gesagt hätte, dass wir aus beiden Spielen Punkte mitnehmen, dann hätte ich das unterschrieben", so Petri Kujala nach dem Spiel. "Wir haben im ersten Abschnitt zuviele Chancen liegen gelassen und waren dann im zweiten Drittel zu passiv. Wir sind derzeit über 60 Minuten einfach nicht konstant genug", sagte Rosenheims Trainer Franz Steer nach dem Match.



Starbulls Rosenheim - EC Bad Nauheim 4:5 n.P. (2:1, 1:2, 1:1)
Tore:
0:1 (02:59) Cameron (Johansson)
1:1 (05:32) Loibl (Veisert)
2:1 (13:22) MacLeod (Daxlberger)
2:2 (31:00) Aab (Pauli, Alanov) PP1
3:2 (38:01) Neuert
3:3 (38:23) Cameron (Dineen)
3:4 (48:27) Frosch (Dineen) PP1
4:4 (57:15) MacLeod (Renner) PP1
4:5 (65:00) Frosch
Strafminuten: SBR 10 / ECN 16
Zuschauer: 2.413

Pressemitteilung EC Bad Nauheim


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