6:3 Sieg im 5. Spiel Halbfinale gegen Kassel

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Klar war vor dieser Partie, dass man mit dem Rücken zur Wand die Initiative ergreifen muss. In einer Startphase ohne Abtasten gingen die Towerstars engagiert in die Zweikämpfe und hatten mit der ersten Sturmreihe nach knapp drei Minuten die ersten guten Szenen, doch Markus Keller im Gäste-Tor konnte parieren. Auch Kassel kam postwendend zu guten Möglichkeiten, doch auch Towerstars Keeper Matthias Nemec war hochkonzentriert auf dem Posten.  In der 10. Spielminute hatten die Hauptschiedsrichter dann zum ersten Mal eine Strafzeit zu ahnden. Palausch musste wegen Stockschlag auf die Strafbank, das Ravensburger Powerplay war nach 80 Sekunden prompt erfolgreich. Weil gleich drei der vier Huskies Akteure hinter der Grundlinie postiert waren, hatte Lukas Slavetinsky vor dem Tor mehr als freie Bahn, das 1:0. Zum ersten Mal in dieser Halbfinalserie lagen die Towerstars in Front, das gab freilich Selbstvertrauen und viereinhalb Minuten später zappelte der Puck zum zweiten Mal im gegnerischen Netz. Die erste Towerstars Sturmreihe startete einen Konter, doch zunächst schien Austin Smith allein auf weiter Flur und schien auch zu weit abgedrängt. Doch der US-Boy schnappte sich aus der Drehung die Scheibe und ehe die drei im Slot postierten Husies Akteure die Szene realisiert hatten, drückte Smith die Scheibe auch schon zum 2:0 über die Linie. Die Towerstars hatten jetzt klar Oberhand und in der Schlussminute des Startabschnitts war Konstantin Schmidt bei einem Konter auf dem Weg zum 3:0. Doch der wurde vor dem Tor gefoult, konnte den fälligen Penalty allerdings nicht verwerten.

Der zweite Spielabschnitt wurde dann deutlich verbissener und hatte aufgrund zahlreicher Strafzeiten nur wenig Spielfluss. Besonders betroffen waren die Towerstars, die gleich zweimal eine 3:5 Unterzahl zu überstehen hatten. Mit aufopferungsvollem Kampf und einem starken Nemec zwischen den Pfosten überstand die Ravensburger „Penaltykilling-Formation“ die Unterzahlsituationen allerdings bravourös und konnten sich in der 34. Minute wieder nach vorne orientieren. Einen mehr als genau getimten Pass von Fabio Carciola verwertete Mathieu Tousignant eiskalt zum 3:0, die Eisporthalle in Ravensburg entbrannte in lautstarkem Torjubel. Doch nur 63 Sekunden später verstummte die Atmosphäre, als Braden Pimm einen schnellen 2:1 Gegenangriff eiskalt zu 1:3 Anschlusstreffer verwertete. Bei diesem Zwischenstand ging es auch in die zweite Pause.

Der Schlussabschnitt sollte dann alles aufwarten, was ein packendes Play-off Spiel so ausmacht. Viel Körperspiel, wechselnde Druckphasen und eine sozusagen „schmutziges Tor“ von Fabio Carciola schon nach 76 Sekunden. Wieder waren die Oberschwaben in Überzahl, der Schlenzer von der blauen Linie fand den Weg zwar ohne Umwege ins Tor, doch auf seinem Weg wurde die Sicht nachhaltig verdeckt und Keller im Huskies Tor traf hier sicherlich keine Schuld.

Das Spiel schien nun klar in Ravensburger Hand, allerdings wollte sich Kassel noch lange nicht geschlagen geben. Die Gäste erhöhten wieder das Tempo bei den Angriffen und innerhalb zweieinhalb Minuten sollte Topscorer Jamie MacQueen sein Team bis auf 3:4 heranbringen. Die Towerstars schienen in der Tat zu wackeln, doch der Kampfgeist und Siegeswillen war letztlich doch auf Ravensburger Seite. Als die Gäste in der 52. Minute trotz gesenktem Arm zum zweiten Mal an diesem Abend einen Spielerwechsel vollzogen, setzte es logischerweise eine Bankstrafe. Dies nutzte Brian Roloff freistehend zum 5:3, eine Vorentscheidung war gefallen. Der Treffer war allerdings gar nicht so einfach zu erzielen. Der Pass von Austin Smith kam nämlich als regelrechte „Flanke“ hoch vor das Tor, doch Roloff holte die Scheibe gekonnt aus der Luft, legte den Puck ab und setzte den Puck dann in den linken Winkel. Zwar nahmen die Gäste nochmal den Torhüter vom Eis, doch die Towerstars warfen sich aufopferungsvoll in die Schüsse und in der Schlussminute machte Kilian Keller mit dem 6:3 bei „Empty net“ alles klar.

Die Serie findet nun am Freitag in Kassel ihre Fortsetzung, die Towerstars haben zwar noch zwei weitere Matchpucks gegen sich, doch nur noch einen auf fremdem Eis. „Die Jungs werden bedingungslos kämpfen, wir wollen am Sonntag in eigener Halle dann selbst einen Matchpunkt haben. Auch unsere Fans hätten sich das verdient“, sagte Towerstars Trainer Daniel Naud nach dem Spiel.

Pressemitteilung Ravenbsurg Towerstars


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