3:2-Sieg n.V. im Derby gegen Frankfurt EC Bad Nauheim

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Kyle Helms erzielte nach 2:38 Minuten in der Overtime den vielumjubelten Siegtreffer für die Kurstädter, die lange Zeit einem Rückstand hinterher liefen. "Es war wohl kein hochklassiges Match, meine Mannschaft ist am Ende aber gut zurückgekommen und hat trotz des Frankfurter Drucks den Ausgleich geschafft. Ein Lob geht an Jan Guryca, der ein starker Rückhalt war", sagte EC-Coach Petri Kujala nach dem Spiel.

Seine Mannschaft begann konzentriert und war von Beginn an das bessere Team. Aab, Beca (4.) sowie Campbell (5.) hatten beste Einschussgelegenheiten, doch Bryan Hogan im Tor der Löwen war drei Mal in höchster Not zur Stelle. Das 1:0 durch Sven Gerbig war somit mehr als verdient, zumal die Hausherren weiter nach vorne agierten. Paris (9.) sowie Helms, der in der 10.Minute frei vor dem Tor scheiterte, hätten das Ergebnis höher schrauben können - wenn nicht sogar müssen. Die Frankfurter kamen nur langsam in die Partie und es dauerte bis zur 13.Minute, ehe Vas die erste Chance der Gäste für sich verzeichnen konnte. Sein von Guryca gehaltener Schlagschuss war jedoch ein Weckruf für die Löwen, die sich nun besser ins Match fanden und in Überzahl zum Ausgleich durch Mazzolini kamen, nachdem die Kurstädter das Hartgummi nicht aus der eigenen Zone bringen konnten. Es war nun ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Max Campbell für die Roten Teufel vor der ersten Pause eine weitere Großchance liegen ließ.

Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts hatten die Hausherren durch Aab die Riesengelegenheit auf das zweite Tor nach einem Konter, doch der Schuss ging über das Gehäuse von Hogan. Das war es dann aber auch fast schon von den Roten Teufeln in diesem Abschnitt, die sich fortan einer starken Frankfurter Mannschaft gegenüber sahen. Die Löwen übernahmen das Spielgeschehen mehr und mehr, Jan Guyrca rückte somit immer wieder in den Mittelpunkt, beim 1:2 durch Liesegang in der 32.Minute war aber auch er machtlos. Frankfurt blieb am Drücker und hatte durch Mazzolini und Elsner weitere Großchancen, die Guryca jedoch zunichte machte.

Das letzte Drittel hatte es dann in sich und war eines Derbys mehr als würdig: zunächst wurde ein regulärer Treffer von Harry Lange nicht anerkannt. Der Unparteiische hatte zuvor abgepfiffen, da er annahm, dass Hogan das Hartgummi nach einem Paris-Schuss festhielt - was aber nicht der Fall war, denn die Scheibe lag frei für Lange. Die Roten Teufel spornte dies aber nur noch mehr an und so war der Ausgleich durch Patrick Strauch mit einem Rebound verdient für die wacker kämpfenden Kurstädter. Wenige Sekunden nach diesem Treffer trafen Daniel Ketter und Frankfurts Cespiva aufeinander, der Löwen-Spieler blieb verletzt auf dem Eis liegen. Frankfurts Martens wollte seinen Teamkameraden rächen, so dass sich eine handfeste Auseinandersetzung zwischen Ketter und Martens ergab. Der Bad Nauheimer entschied den Kampf für sich, wurde aber mit einer Spieldauerstrafe ob des Fouls gegen Cespiva ("Check gegen Kopf und Nacken") nicht ganz sieben Minuten vor dem Ende zum Duschen geschickt. Die Gäste konnten somit fünf Minuten in Überzahl agieren, die Gastgeber kämpften aber auch Dank der lautstarken Unterstützung der eigenen Fans aufopferungsvoll und überstanden diese Unterzahl mit viel Einsatz schadlos.

Es ging somit in die Verlängerung und in dieser mussten die Roten Teufel in der 62.Minute eine heikle Situation überstehen, als die Löwen es trotz dreier Schüsse nicht schafften, den am Boden liegenden Guryca zu überwinden. Im Gegenzug markierte Kyle Helms den Siegtreffer für die Wetterauer, die heute erstmals in den eigens kreierten Rübenbauer-Trikots aufliefen. "Die Atmosphäre war heute riesig. Die Länderspiel-Pause hat sich aber bemerkbar gemacht, es war nicht das Topspiel auf hohem Niveau, ws man sich vielleicht erwartet hatte. Für uns war mehr drin in diesem Match, die fünf Minuten Überzahl kurz vor dem Ende muss man einfach nutzen", sagte Frankfurts Trainer Tim Kehler nach dem Spiel.


EC Bad Nauheim - Löwen Frankfurt 3:2 n.V. (1:1, 0:1, 1:0)
Tore:
1:0 (05:49) Gerbig (Noske, May) PP1
1:1 (15:24) Mazzolini (Vas, Martens) PP1
1:2 (31:09) Liesegang (Weber, Schwarz)
2:2 (53:18) Strauch (Hajek)
3:2 (62:38) Helms (Beca, Blankart)
Strafminuten: ECN 14 + 5+SD (Ketter) / LFF 20 + 10 (Martens)
Zuschauer: 4.445

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