3:2 gegen DresdenHuskies drehen Spiel im letzten Drittel

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Sechs Heimsiege in Folge landeten die Kassel Huskies zuletzt. Diese Serie sollte am heutigen 28.
DEL2-Spieltag gegen die Dresdner Eislöwen ausgebaut werden. Personell konnte Huskies-Coach
Rico Rossi wieder auf Carter Proft, Sören Sturm und Sven Valenti bauen, die noch am Freitag in
Bietigheim gesperrt bzw. verletzt fehlten. Dorian Saeftel nahm als überzähliger Spieler auf der
Tribüne Platz.
Die Huskies starteten wie die Feuerwehr ins Spiel. Nach 50 Sekunden traf Thomas Merl nur die
Latte, kurz darauf verfehlte Jamie MacQueen nach schönem Carciola-Zuspiel nach einem
Alleingang das Tor. Auch während eines Powerplayspiels in der 4. Spielminute brachten Braden
Pimm und Adriano Carciola frei vor Eislöwen-Torhüter Cüpper die Scheibe nicht im Tor unter und
wenige Sekunden nach Ablauf des Überzahlspiels scheiterte Lennart Palausch mit einem
Bauerntrick.
Anstatt einer möglichen Führung mit zwei oder drei Toren konterten die Gäste nach knapp acht
Minuten eiskalt. Nach einem zweifach abgefälschten Schlenzer von der blauen Linie landete der
Puck vor der Füßen von Mike Cullen, der keine Probleme hatte zum 0:1 einzuschießen.
Auch im weiteren Verlauf des Spiels hatten die Huskies die besseren Chancen, jedoch verpassten
auch Manuel Klinge per Rückhand (14.) und Sören Sturm mit einem Alleingang nach tollem
Scheibengewinn (18.) den fälligen Ausgleich. Zu allem Überfluss mussten die Schlittenhunde kurz
vor der Pause den nächsten Tiefschlag verkraften: David Rodman fälschte eine Hereingabe von
Petr Macholda zum 0:2-Pausestand ab.
Auch im Mittelabschnitt zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Huskies erarbeiteten sich zwar
zahlreiche Torchancen, konnten diese jedoch weiterhin nicht nutzen. Nach 22 Minuten verpassten
Pimm und Carciola scharfe Hereingaben von Jamie MacQueen, zwei Minuten später brachte
Braden Pimm einen Rebound nach Wycisk-Flachschuss nicht im Tor unter. Nachdem nach 27
Minuten selbst ein drei auf eins Konter der Schlittenhunde nicht erfolgreich abgeschlossen werden
konnte, machte sich zumindest auf den Rängen erste Verzweiflung breit. Im zweiten Teil des Mittelabschnitts kamen auch die Gäste zu guten Torchancen. Jedoch scheiterten auch Vladislav Filin frei vor Markus Keller und Mike Cullen nach sehenswerter Einzelaktion am Kasseler Schlussmann. Bis zur Pause waren es wieder die Huskies, die auf den Anschluss drängten, aber auch Carter Proft (33.), Jean-Michel Daoust per Bauerntrick (37.) und zwei Mal Braden Pimm in den Minuten 38 und 39 hatten bei ihren Torszenen die sprichwörtliche Seuche am Schläger. Trotz des Rückstands ließen sich die Schlittenhunde nicht beirren und glaubten weiter an die Wende. Vor allem ab der 45. Spielminute schien es, als würden sie den sechsten oder siebten Gang einlegen und starteten einen Sturmlauf vom Feinsten. Und endlich wurde der große Aufwand der Huskies belohnt, endlich war auch das Scheibenglück auf Kasseler Seite. Ein Flachschuss von Mike Little rutschte dem bis dato sehr starken Marvin Cüpper zum 1:2 durch die Schoner. Nun war auch die Kulisse voll da und die Huskies drückten weiter. Nachdem Jamie MacQueen kurz nach Littles Treffer mit einer Einzelaktion an Cüpper scheiterte, war es vor allem die Sturmreihe mit Manuel Klinge, Jean-Michel Daoust und Thomas Merl, die das Spiel an sich riss. In der 53. Minute fand nach erneuter Druckphase Manuel Klinge den freien Merl, der Cüpper verlud und zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich einschoss. Eislöwen-Trainer Popiesch nahm direkt eine Auszeit, jedoch konnte auch diese Maßnahme den Lauf der Schlittenhunde nicht stoppen. Nur 80 Sekunden nach dem Ausgleich zog Jean-Michel Daoust vors Tor und bediente Kapitän Manuel Klinge, der aus kurzer Distanz zum 3:2 einnetzte.
Die Partie war nun endgültig gedreht, aber bei mehr als sechs Minuten Restspielzeit noch lange nicht entschieden, denn gezwungenermaßen legten nun die Gäste wieder den Vorwärtsgang ein. In der vorletzten Spielminute verpassten sie es aber, im Gewühl den Puck über die Linie zu befördern und in der Schlussminute sicherte Markus Keller seinen Mannen mit einem sehenswerten Fanghandsave den Sieg.

Pressemitteilung Kassel Huskies

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