3:2-Auswärtssieg in Crimmitschau EC Bad Nauheim

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der erste Abschnitt verlief aus Bad Nauheimer Sicht über weite Phasen mehr als schleppend, nachdem mehr Kampf als Klasse die Partie beherrschte. Keine der beiden Seiten fand jedoch so richtig ins Spiel, einzig Strafzeiten ermöglichten zunächst den Gastgebern durch Dominic Walsh (3.) sowie den Hessen in der 8. Minute durch den Ex-Eispiraten Max Campbell zwei aussichtsreiche Torgelegenheiten. Die Gäste versuchten ihr technisch versiertes Spiel aufzuziehen, was in der 10. Minute fast zum Torerfolg durch Geburtstagskind Harry Lange belohnt wurde, der einen feinen Spielzug nach einem Pass von Vitalij Aab nicht an Crimmitschaus Goalie Ryan Nie vorbei bringen konnte. Der größte Aufreger des ersten Drittels folgte dann in der 17. Spielminute: zunächst scheiterte Crimmitschaus Topscorer Marvin Tepper an Jan Guryca, im Gegenzug versenkte Kyle Helms einen Rebound nach einem Campbell-Schuss zum vermeintlichen 0:1. Der Referee, der die Spielszene zuvor nicht unterbrach, gab den Treffer nach Rücksprache mit seinen Linesmen aber nachträglich nicht, da Marco Schütz ein Foul mit Verletzungsfolge abseits des Geschehens an Jakub Langhammer begangen haben sollte. Der Bad Nauheimer erhielt sogar eine Spieldauer-Disziplinarstrafe, womit die Kurstädter ob des nicht zählenden Tores somit doppelt bestraft wurden. Langhammer konnte im nächsten Wechsel sein Team aber wieder tatkräftig unterstützen, die fünf Minuten Überzahl brachten den Westsachsen bis zur ersten Pause nichts Zählbares ein, nachdem die Roten Teufel konzentriert verteidigten und das Hartgummi immer wieder aus der eigenen Zone brachten.

Im Mitteldrittel schafften es die Gäste immer mehr, ihre spielerische Klasse auszuspielen. Zunächst traf Aab das Hartgummi nach einem Konter nicht richtig (24.), im nächsten Angriff versenkte David Hájek die Scheibe mit einem Handgelenkschuss zum fälligen 0:1 aus der Halbdistanz (27.). Die Roten Teufel blieben am Drücker und hatten nur eine Minute später durch Matt Beca nach einem Pass von Campbell das zweite Tor auf dem Schläger, doch Nie hielt den Konter. Als Crimmitschaus Bucheli in der 33.Minute mit einem Onetimer an Guryca scheiterte, erhielt im Gegenzug Harry Lange die Scheibe von Dusan Frosch nach einem kapitalen Fehlpass der Hausherren und verwandelte zum verdienten 0:2. Noch vor der zweiten Pause war es Max Campbell, der einen erneuten Fehler in der Hintermannschaft der Eispiraten zum 0:3-Pausenstand verwerten konnte.

Das Match schien gelaufen, doch die Gastgeber fighteten weiter. Lohn war der erste Treffer durch MacKay in der 44.Minute, der den Westsachsen noch einmal Auftrieb gab. Dieser wäre jedoch jäh verflogen, hätten Aab in Überzahl (48.) oder Beca (51.) ihre Chancen zur Vorentscheidung genutzt. So wurde das Match aber noch einmal mehr als spannend, zumal MacQueen im Powerplay (Frosch saß draußen) den 2:3-Anschlusstreffer markierte. Die Gäste brachten das Ergebnis allerdings über die Zeit und nehmen am Ende drei verdiente Punkte mit in die Kurstadt. "Wir haben unsere Chancen einfach nicht reingemacht, vor allem in den fünf Minuten Überzahl nach der Spieldauer kam zu wenig. Bad Nauheim hat somit die Zähler verdient", sagte Crimmitschaus Trainer Chris Lee nach dem Spiel.

Am Sonntag erwarten die nun sechstplatzierten Roten Teufel die befreundeten Eislöwen aus Dresden zum nächsten Heimspiel (Spielbeginn 18.30 Uhr). Die Sachsen gewannen heute gegen Ravensburg und liegen einen Zähler vor den Kurstädtern in der Tabelle.

Eispiraten Crimmitschau - EC Bad Nauheim 2:3 (0:0, 0:3, 2:0)
Tore:
0:1 (26:47) Hájek (Ketter)
0:2 (31:48) Lange (Frosch, Blankart)
0:3 (33:06) Campbell
1:3 (43:35) MacKay (Körner, MacQueen)
2:3 (51:33) MacQueen (Card, Tepper) PP1
Strafminuten: EPC 8 / ECN 8 + 5+SD (Schütz)
Zuschauer: 1.658


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