3:0 geführt und doch verloren - Huskies unterliegen CrimmitschauComeback der Eispiraten

Fünfmal durften die Eispiraten in Kasel jubeln (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)Fünfmal durften die Eispiraten in Kasel jubeln (Foto: dpa/picture alliance/Eibner-Pressefoto)
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Endlich wieder ein Eishockeyspiel für die Kassel Huskies. Nach überstandener Quarantänezeit am vergangenen Wochenende traten die Huskies leicht dezimiert gegen die Eispiraten Crimmitschau mit dem Ex-Kasseler Mario Scalzo an. Auf Kasseler Seite fehlten kurzfristig Michael Christ, der Langzeitverletzte Marc Schmidtpeter, Oliver Granz (Quarantäne) sowie der angeschlagene Brett Cameron. Neu im Kader der Schlittenhunde waren der kürzlich verpflichtete 19-jährige Förderlizenzspieler Alexander Boyarin sowie Joel Keussen, der nach langer Verletzungspause sein erstes Saisonspiel bestritt.

Das spielfreie Wochenende war den Huskies nicht anzusehen - die erste Chance des Spiels hatte zwar Crimmitschau, spielbestimmend im ersten Drittel waren aber die Gastgeber. Die erste Chance für die Schlittenhunde hatte Clarke Breitkreuz, als Oliver Kranz seinen Sturmpartner wunderbar freispielte, aber am jungen Mark Arnsperger im Tor der Eispiraten scheiterte. Gelegenheiten auf beiden Seiten bestimmten die nächsten Minuten, jedoch war wenig Zwingendes dabei. Mit dem ersten Powerplay des Spiels kamen die Huskies auf die Anzeigetafel: Chancen von Troy Rutkowsky und Ryan Olsen folgte nach Pässen von Lukas Laub und Denis Shevyrin das 1:0 durch Ryan Olsen. Das gab den Huskies Aufwind. Die über weite Strecken der noch jungen Saison vermisste Kaltschnäuzigkeit sollte an diesem Abend die Stärke der Hausherren sein. Nach Chancen von Olsen und Keussen hielt Lois Spitzner die Kelle nach Hereingabe von Stephan Tramm von der blauen Linie hin und die Scheibe landete mithilfe des Innenpfostens im Tor. Von Crimmitschau kam in der Folge nicht viel Zählbares. Anders die Huskies: Moser spielte den Puck von rechts flach vor das Tor, dort stand Breitkreuz goldrichtig und es stand 3:0 nach 15 Minuten. Einen Moment der Unachtsamkeit nutzten die Eispiraten, überliefen die Kasseler Verteidigung und Vincent Schlenker verwandelte einen Abpraller nach einem Abschluss von Walsh zum 3:1.

Der Torwartwechsel zum zweiten Drittel, Michael Bitzer kam für Mark Arnsperger, gab den Eispiraten Aufwind. Die Sachsen spielten fortan ein aggressiveres Forechecking und konnten in der Folge mehr Chancen kreieren. Es entwickelte sich ein offenes Spiel mit Torgelegenheiten auf beiden Seiten, Crimmitschau aber mit deutlich mehr Zug zum Tor. Die Huskies gaben den Gästen mehr Raum und das wurde belohnt: Als Leon Hungerecker in der 28. Minute einen Schuss vom Crimmitschauer Neuzugang Travis Ewanyk nur abprallen lassen konnte, war Willy Rudert der Nutznießer und konnte links vorm Tor stehend einschießen. Das Momentum war nun auf Seite der Sachsen. Deren Aufholjagd wurde schließlich gut eine Minute nach dem Anschlusstreffer mit dem 3:3-Ausgleich durch einen trockenen, flachen Handgelenkschuss von Daniel Weiß belohnt. Hungerecker war leicht die Sicht versperrt bei diesem durchaus haltbaren Schuss. Die Huskies in der Folge aber keinesfalls geschockt - es entwickelte sich ein offenes, in weiten Teilen gutes Eishockeyspiel mit Chancen auf beiden Seiten. Mehr und mehr rückten die jungen Goalies in den Mittelpunkt, kein Team konnte jedoch seine Chancen in den letzten Minuten des zweiten Drittels in Zählbares ummünzen.

Soviel sei vorweggenommen - die Eispiraten agierten cleverer im letzten Drittel, waren oft den berühmten Schritt schneller und zudem sehr effektiv. Das erste Tor im Schlussabschnitt schossen allerdings die Huskies. Und was für eins! Die Scheibe lag auf dem Netz des Crimmitschauer Tores, Paul Kranz schlug den Puck heraus und dieser flog in hohem Bogen an Bitzers Rücken und von dort ins Tor - Kategorie „Kurios“.

Mehr als abgezockt und keineswegs geschockt reagierten die Sachsen und kamen nach einem Fehler von Corey Trivino, der die Scheibe im Mitteldrittel verlor, durch einen Alleingang von Ewanyk, der eiskalt ins Kreuzeck vollendete und Hungerecker keine Chance ließ, zum 4:4. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide. Torszenen auf beiden Seiten. Als die Eispiraten dann in der 48. Minute das erste Mal in Überzahl waren, erzielte Lemay die erste Führung des Spiels für die Gäste, als er einen starken Pass von Timmins zum 4:5 verwertete. Die Huskies versuchten alles, nahmen Hungerecker vom Eis und konnten trotz 6:4 Überzahl (Strafe Olleff, 59. Minute) nicht mehr ausgleichen.

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